Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Fast alle Schulen im Stadtgebiet werden zur Baustelle
Region Langenhagen Nachrichten Fast alle Schulen im Stadtgebiet werden zur Baustelle
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 22.03.2019
Während der Grundsanierung der Hermann-Löns-Grundschule ziehen Schüler und Lehrkräfte für zwei Jahre komplett in Container um. Das große Klettergerüst wird währenddessen eingelagert. Quelle: Rebekka Neander
Langenhagen

Zehn von insgesamt 13 Schulen in Langenhagen sind eine Baustelle oder werden es in absehbarer Zeit sein. Der Technische Schulbauausschuss hat allein in seiner jüngsten Sitzung noch einmal Grünes Licht gegeben für fünf Bau-Projekte: von der kurzfristigen Aufstockung der Klassenräume an der Robert-Koch-Realschule bis zum Komplettumzug der Hermann-Löns-Grundschule in eine Container-Anlage. Lediglich die Pestalozzi-Schule – wird in Modulbauten bis 2021 abgewickelt – sowie die Friedrich-Ebert-Grundschule sowie die Schule in Godshorn haben bis auf weiteres keinen größeren Bedarf. Ein Überblick:

Robert-Koch-Realschule/IGS

Für den künftigen fünfzügigen Betrieb als neue Gesamtschule will die Stadt den Bau an der Rathenaustraße um fünf Klassenräume, zwei Differenzierungsräume und ein Lehrerzimmer aufstocken. Zudem bekommt die Schule auf dem Dach des Theatersaals eine neue Mensa samt Aufzug. Veranschlagt sind dafür insgesamt 3,88 Millionen Euro für 2019 und 2020. Noch offen ist, welches Raumprogramm im Detail für den ab diesem Sommer aufsteigenden Gesamtschul-Betrieb nötig ist. Auch die Frage der Ganztagsbetreuung ist weiterhin ungeklärt. Der Antrag der Stadt für eine teilgebundene Betreuung ist inzwischen bei der Landesschulbehörde eingegangen. Es fehlten allerdings noch Unterlagen, sagte Sprecherin Bianca Schöneich. Die Stadt wolle diese jedoch in der kommenden Woche nachreichen. Nach Aussage der Stadt fehlt allein die Zustimmung des Trägers der Schulbeförderung, in diesem Fall der Region Hannover. Man erwarte den Bescheid im Laufe der kommenden Woche. Der Ausschuss stimmte der Beschlussdrucksache 2019/087 bei einer Enthaltung der Aufstockung zu. Der Rat wird darüber am 1. April endgültig beschließen.

Gymnasium Langenhagen

Der Schock über die inzwischen auf bis zu 95 Millionen Euro gewachsenen Gesamtkosten für das neue Gymnasium Langenhagen an der Neuen Bult sitzt in der Kommunalpolitik zwar hörbar tief. Dennoch ließ der Technische Schulbauausschuss die Beschlussdrucksache ohne Zeitverzug als „behandelt“ passieren, damit der Rat im April seinen Segen dazu geben kann. Bis dahin wollen die Fraktionen über die von der Verwaltung zwar vorgestellten, im selben Atemzug aber abgelehnten Sparvorschläge beraten. Im Kern steht dabei die Belüftungsanlage für die Klassenhäuser, die mit 1,3 Millionen Euro veranschlagt ist. Sowohl Verwaltung als auch Schul- und Schülervertreter und sogar Zuschauer in der Einwohner-Fragestunde plädierten für den Einbau der Automatik vor allem, um Lärmbelästigung zu verhindern. Überdies könne die Anlage mit Hilfe ihrer Wärmerückgewinnung die laufenden Kosten bei Heizung und Kühlung sparen. Bei unzureichender manueller Lüftung über die Fenster bestehe zudem ein hohes Risiko der Schimmelbildung. Der Vorschlag von Ulrike Jagau für die Grünen/Unabhängigen, dem Bau einen Kostendeckel von 85 Millionen Euro zu geben, fiel beim Rest des Gremiums durch.

Hermann-Löns-Grundschule

Die Grundschule an der Niedersachsenstraße zieht im Sommer 2020 für zwei Jahre komplett in eine Modul-Anlage, wie sie bereits an der IGS Süd oder am Containercampus im Stadtpark in Betrieb ist. Weil der Umzug während der Komplettsanierung der Grundschule mit teilweise Abriss und Neubau auf zwei Jahre beschränkt ist, will die Stadt diesmal die Container nur mieten. Aufgestellt wird der Interimsbau auf einer Freifläche südlich der Schule. Dazu muss, wie Schulleiterin Petra Adolf im Ausschuss berichtete, die größere Spielanlage mitsamt der Rutsche abgebaut und eingelagert werden. Andere, kleinere Geräte können höchstwahrscheinlich auf den vorderen Schulhof umziehen. Allein für den Interimsbau veranschlagt die Stadt 3,6 Millionen Euro. Der Komplettauszug der Schüler reduziere die Belastung aller Beteiligten während der Bauphase.

Adolf-Reichwein-Grundschule

Die Grundschule an der Hackethalstraße in Wiesenau ist inzwischen 60 Jahre alt und hat bis heute keine Sanierung erlebt. Trotzdem ist die jetzt geplante Komplettsanierung mit insgesamt rund 7,8 Millionen Euro wirtschaftlicher, als die Schule komplett neu zu bauen, wie Baudezernent Carsten Hettwer dem Ausschuss erläuterte. Das Gremium empfahl einstimmig, das ursprünglich auf 5,3 Millionen Euro festgelegte Budget um 2,5 Millionen Euro zu erhöhen, um den Bestandsbau auf den aktuell vorgeschriebenen Stand des Brandschutzes zu bringen. Die Arbeiten beginnen im September dieses Jahres.

IGS Süd

Angesichts der vielen buchstäblichen Baustellen quittierte der Ausschuss die Schlussmitteilung des Baudezernenten mit Applaus. Jüngste Untersuchungen zur Wirtschaftlichkeit für die Bestandsbauten der IGS Süd zeigten „deutlich“: Sie können stehen bleiben. Ein Abriss und Neubau der Trakte I, II sowie des „Schiffes“ wären teurer als eine Sanierung. Derzeit bereitet die Stadt die nötigen Wettbewerbe vor. Ein Baustart ist derzeit für 2022 geplant.

Und der Rest?

Sobald die Kita Krähenwinkel im Sommer in ihren Neubau umgezogen sein wird, beginnt dort der Umbau für die Ganztagsnutzung der Grundschule. Die seit Jahren politisch geforderte Erweiterung der akut überfüllten Grundschule Kaltenweide hängt am inzwischen beschlossenen Auszug der Feuerwehr vom Zellerieplatz. Ein Beschluss für die Erweiterung liegt indessen noch nicht vor. Auch an die Grundschule Engelbostel will die Stadt anbauen. Die ersten Abstimmungsgespräche beginnen in diesen Tagen. Die Gutzmannschule, Eigentum der Region Hannover, erwartet ihre Erweiterung. Die Um- und Neubauten für die IGS Langenhagen starten, sobald das Gymnasium an die Rennbahn umgezogen ist.

Von Rebekka Neander

Als ein Auto am Montagabend auf einen Fußgänger zugefahren ist, hat dieser schnell reagiert und ist zur Seite gesprungen. Die Polizei hat den flüchtigen Autofahrer schnell gefasst. Dieser war betrunken.

19.03.2019

Pendler zwischen Langenhagen und Bothfeld müssen sich ab Anfang April auf Behinderungen einstellen: Für vier Wochen ist die Langenforther Straße und damit auch die Autobahnanschlussstelle Hannover-Bothfeld teilweise gesperrt.

22.03.2019

Die Stadt Langenhagen hat die Bürger bei der Gestaltung der Grün- und Freiflächen in der Stadtmitte beteiligt. Wo halten Sie sich am Liebsten auf? Schicken Sie uns Ihren Lieblingsplatz!

18.03.2019