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Nachrichten Digitalisierung: Schulen und Stadt bilden gemeinsamen Medienbeirat
Region Langenhagen Nachrichten Digitalisierung: Schulen und Stadt bilden gemeinsamen Medienbeirat
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16:34 08.10.2019
Wie sieht Unterricht in Langenhagens Schulen künftig aus? Darüber berät künftig der Medienbeirat, bestehend aus Schule und Stadt. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa (Symbolbild)
Langenhagen

Wo noch etwas fehlt? Da kann Timo Heiken eine geradezu digitale Antwort geben. „Unsere WLAN-Versorgung“, sagt der Leiter der IGS Langenhagen, „die ist gleich Null.“ Es sind Erkenntnisse wie diese, die künftig im Mittelpunkt des Medienbeirats stehen, der sich in Langenhagen derzeit formiert. Vertreter fast aller Schulen sowie die Stadtexperten aus Schule, IT, Hochbau und Beschaffung wollen gemeinsam skizzieren, was an welchen Stellen für die Digitalisierung der Langenhagener Schulen nötig ist. Auch die Politiker sowie Eltern- und Schülervertreter werden sich daran beteiligen. Startschuss ist am Freitag, 8. November. „Dann wird der Beirat seine Spielregeln festlegen“, sagt Thorben Noß, der seit fast einem halben Jahr die Abteilung für Kinder, Jugend, Schule, Kultur und Sport leitet.

Er hatte Vertreter aller Langenhagener Schulen sowie der betroffenen Fachbereiche der Verwaltung zum großen Medien-Meeting eingeladen. Welche Konsequenzen hat der auf Bundesebene jüngst ausgerufene Digitalpakt? Und wie kann der Medienentwicklungsplan der Stadt fortgeschrieben werden? „Der ist jetzt fünf Jahre alt“, sagte Noß bei der Vorstellung des Beirats im Gespräch mit unserer Redaktion – eine Zeitspanne, so Noß, die im Bereich der IT für gleich mehrere Generationswechsel stehen kann.

Stadt bekommt aus Digitalpakt 2,45 Millionen Euro

Begleitet wurde das Digitaltreffen von Fachleuten der Medienzentrale der Region Hannover sowie von Medienentwicklungsberatern des Landes. Denn für die digitale Transformation, die eben auch die Bildungseinrichtungen stemmen müssen, sei es mit der simplen Anschaffung von Computern nicht getan. Das zeigt allein schon der komplexe Richtlinienkatalog, den die Stadt als Schulträgerin und die Schulen selbst beachten müssen, wenn sie Geld aus dem Digitalpakt des Bundes ausgeben wollen. Jeder Schule steht ein Sockelbetrag von 30.000 Euro zur Verfügung. Die Stadt bekommt zudem noch einmal pro Schüler einen Betrag. Insgesamt, so Götz Gandenberger, bei der Stadt für die Beschaffung zuständig, stehen Langenhagen 2,45 Millionen Euro zur Verfügung.

Bezuschusst werden die Projekte nur, wenn alle Voraussetzungen für sie stimmen. „Wer Endgeräte bestellen will, muss nachweisen, dass beispielsweise die Netzanbindung dafür bereits besteht“, sagte Gymnasiumsleiter Matthias Brautlecht. Zudem muss jede Schule spätestens sechs Monate nach Anschaffung oder Einbau des Materials in einem medienpädagogischen Konzept die Sinnhaftigkeit der Aktion dokumentieren. „Anderenfalls bekommt die Stadt das Geld nicht“, sagte Gandenberger. Wie das Geld im Detail verteilt wird, obliegt grundsätzlich der Stadtverwaltung, die sich darüber aber künftig mit dem Beirat abstimmen wird.

„Jede Schule kann ihr eigenes Profil entwickeln“

Vertreten sind in dem neuen Gremium alle weiterführenden Schulen sowie vier der insgesamt neun Grundschulen. „Ich begrüße die aktuelle Herangehensweise ausdrücklich“, sagte Heiken, da sich seine Befürchtungen, alle Schulen würden im Medienentwicklungsplan in einer Art „Gleichmacherei“ über einen Kamm geschoren, nun auflösten. „Jede Schule kann ihr eigenes Profil entwickeln“, sagte Heiken. Gemeinsam entwickle der Beirat nun Weg und Geschwindigkeit die Umsetzung der Digitalisierung.

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Von Rebekka Neander

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