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Region Langenhagen Nachrichten Die IGS Süd hat nun einen eigenen Schulgarten
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11:21 19.06.2019
Melisa Altunbahar (von links), Mascha Brandt, Mikro Heuer, Roawa Ibish, Christian Ratsch, Alija Gashi und Luca Just nehmen den Schulgarten symbolisch in Betrieb. Quelle: Stadt Langenhagen
Langenhagen

Kinder der IGS Süd können nun selbst Ausprobieren, Erfahren und Lernen. In einem eigenen Schulgarten kann der Nachwuchs auf etwa 4000 Quadratmetern selbst Gärtnern und Ernten. Nun hat Langenhagens Bürgermeister Mirko Heuer Schulleiterin Mascha Brandt und weiteren Vertretern der IGS Süd den neuen Schulgarten im Nordosten des Brinker Parks übergeben.

„Der Standort zeichnet sich dadurch aus, dass er an das Schulgelände grenzt. Dort gibt es neben Bäumen zudem zwei kleine Teiche“, teilt Langenhagens Stadtsprecherin Juliane Stahl mit. „Wir planen hier ein schulübergreifendes Projekt“, ergänzt Christian Ratsch, der zusammen mit der Forscherklasse den Schulgarten auf den Weg gebracht hat. „Im Kollegium hat sich bereits ein vierköpfiges Planungsteam gefunden. Es wird nun mit den interessierten Fachbereichen abstimmen, wie wir die Fläche gestalten könnten.“

Mehrere Fachbereiche wollen Gelände nutzen

Und Ideen gibt es bereits einige: So will der Fachbereich Gesellschaftslehre um die Geschichte des Geländes kümmern – auch mit Blick auf die typische Großlandschaft Niedersachsens, heißt es von Stahl. Die Hauswirtschafter planen, Kräuter, Gemüse und Obst für die Schulküche anzubauen. Der Fachbereich Naturwissenschaft könnte sich unter anderem vorstellen, am Rande der Fläche ein Model aufzubauen, auf dem die Stockwerke eines Waldes zu sehen sind – das also die verschiedenen Schichten eines Waldbodens zeigt. Dazu könnten Gewässer- und Wachstumsexperimente kommen, listet die Rathaussprecherin auf. „Sowie noch vieles mehr“, ergänzt Ratsch.

Bürgermeister ist von Schulgartenidee begeistert

„Als mich Herr Ratsch auf die Idee eines Schulgartens ansprach, war ich sofort begeistert“, sagt Heuer. In der Folge setzte sich der Bürgermeister nach eigenen Angaben dafür ein, dass das Projekt auch umgesetzt werden konnte. „In einem Schulgarten können Dinge ausprobiert, Zusammenhänge erfahren und dabei spielerisch mitunter trockener Unterrichtsstoff gelernt werden.“ Dies sei eine „tolle Bestätigung“ für Jugendliche im Allgemeinen sowie die Schülerinnen und Schüler der Forscherklasse 5.3 (nun 6.3) im Besonderen.

„Wir brauchen Menschen, die sich für den Klimaschutz engagieren“, betont der Bürgermeister und verweist dabei auf die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Dieser Vereinbarung hatte sich Langenhagen im Dezember 2018 angeschlossen, erinnert Heuer. „Wir tragen weiterhin verstärkt an der Umsetzung des Weltzukunftsvertrags der Vereinten Nationen bei und entwickeln gemeinsam mit verschiedensten Akteuren weitere Maßnahmen. Schön, wenn dabei so gelungene Projekte wie dieser Schulgarten entstehen.“

Stadt hat 25.000 Euro investiert

Gut 25.000 Euro hat die Stadt investiert, um einen Teil des insgesamt 140.000 Quadratmeter großen Brinker Parks als Schulgarten vorzubereiten. In einem ersten Schritt prüften Schul- und Verwaltungsvertreter, welcher Bereich sich dafür eignet. Nachdem dieser gefunden wurde, sei ein etwa 1,80 Meter hoher und circa 160 Meter langer Zaun gezogen worden, der aber Passanten einen Durchlass gewährt.

„Die Zusammenarbeit war sehr gut“, sagt Ratsch. „Ohne die verwaltungstechnische Umsetzung mit Biotop-Sachverstand wäre der Schulgarten eventuell nur eine Idee geblieben.“ Das neue Angebot bedeute für die IGS Süd eine Schärfung ihres Lehrprofils. „Zwei von unseren vier Profilen finden bei der Arbeit im Schulgarten unmittelbare Anwendung“, sagt Mascha Brandt, Leiterin der IGS Süd. „Kreativität erfordert es sowohl bei der Anlage als auch der Pflege eines Gartens. Auch Kommunikation und Sprache sind extrem wichtig.“

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