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Region Langenhagen Nachrichten CDU diskutiert über Digitalisierung an Schulen
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00:20 03.12.2018
"Die digitale Zukunftsschule kommt - Wie sieht der Unterricht von Morgen aus?" Darüber diskutieren beim kommunalpolitischen Stadtgespräch der CDU Langenhagen Jessica Golatka (von links), Mascha Brandt (Schulleiterin der IGS Süd) und die Landtagsabgeordnete Mareike Wulf (CDU). Quelle: Julia Polley
Langenhagen

 Einige Schulen in der Stadt arbeiten schon mit Laptops, Tablets und Smartphones und setzen diese im Unterricht ein. Doch was fehlt ist ein ganzheitliches pädagogisches Konzept für die Digitalisierung. Darüber haben die Landtagsabgeordnete Mareike Wulf (CDU) und die Schulleiterin der IGS-Süd, Mascha Brandt, beim kommunalpolitischen Stadtgespräch der CDU Langenhagen am Mittwochabend mit Interessierten diskutiert. Dieses stand unter dem Titel „Die digitale Zukunftsschule kommt – wie sieht der Unterricht von morgen aus?“ Ein großer Schwerpunkt der Diskussion, die von Jessica Golatka moderiert wurde, lag dabei auf der Weiterbildung von Lehrern in der digitalen Technik.

„Ich würde mir wünschen, dass die Fortbildung der Lehrer schon in der Uni beginnt“, sagte Brandt. Die Schulleiterin berichtete dabei auch aus der alltäglichen Praxis der IGS Süd. Diese ist mit digitaler Technik schon gut ausgestattet. Die Lehrer arbeiten mit digitalen Klassenbüchern. In allen Klassenräumen der Sekundarstufe I hängen keine Kreidetafeln mehr, sondern sogenannte E-Boards. In der angeschlossenen Grundschule sehe dies allerdings anders aus: Von zwölf Klassen haben nur fünf diese digitale Technik. In den anderen arbeiten die Lehrer mit den alten Tafeln. „Das macht die Unterrichtsvorbereitung schwierig“, sagte sie.

An diesem Abend wurde deutlich, dass die Schulen im Land auf unterschiedlichem Stand sind, was den Einsatz von digitaler Technik angeht. „In meiner alten Schule sieht es noch so aus, wie zu meiner Schulzeit“, sagte Wulf. Die CDU-Politikerin kündigte an, dass mit dem Masterplan, den die Landesregierung auf den Weg gebracht hat, bis 2021 alle Schulen an Gigabit-fähiges Internet angeschlossen werden sollen.

Die Mehrheit der Diskussionsteilnehmer sprach sich bei einer Abstimmung aber auch dafür aus, dass es auch in Zukunft in den Schulen digitalfreie Räume gibt. An dem Abend waren unter anderem Lehrer von Langenhagener Schulen gekommen, um über das Thema zu sprechen und Beispiele aus der Praxis zu geben. So merkte Timo Heiken, Schulleiter der IGS, an, dass die Hälfte aller Konfliktgespräche im Zusammenhang mit den digitalen Medien stehen. Kerstin Bücken führte aus, wie belastend eine halbe Digitalisierung für die Kollegen sei. „Wir kümmern uns um vieles selbst“, sagte sie. Auch Schüler waren eingeladen – doch wahrscheinlich aufgrund der späten Uhrzeit war keiner anwesend, um aus ihrer Perspektive zu berichten.

Das Thema beschäftigt auch die Politik in Berlin: Am Donnerstag hat der Bundestag eine Grundgesetzänderung beschlossen, mit dieser die Digitalisierung der Schulen näher rückt. Dafür will der Bund viel Geld ausgeben. Ab 2019 sollen die Einrichtungen schrittweise mit Tablets und WLAN ausgestattet werden. Zudem will der Bund Geld für die nötige Weiterbildung von Lehrern bereitstellen – insgesamt 5 Milliarden Euro in fünf Jahren. Ob der Bundesrat auch mit nötiger Zweidrittelmehrheit der Grundgesetzänderung zustimmt, ist allerdings noch offen.

Von Julia Polley

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