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Nachrichten Aus RKS wird IGS: So soll es an der neuen Schule laufen
Region Langenhagen Nachrichten Aus RKS wird IGS: So soll es an der neuen Schule laufen
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14:10 08.03.2019
Thomas Kelber, Schulleiter der Robert-Koch-Realschule, beantwortet beim Info-Abend Fragen von interessierten Eltern und Schülern. Quelle: Julia Polley
Langenhagen

Eine Entscheidung der Landesschulbehörde, ob die neue IGS in Langenhagen eine teilgebundene oder offene Ganztagsschule wird, steht zwar noch aus. Doch wenn es nach dem Willen einer Vorplanungsgruppe geht, sollen die Schüler nach den Sommerferien an zwei Tagen verpflichtenden Unterricht bis in den Nachmittag haben. Dies ist der aktuelle Stand der Planungen, den eine achtköpfige Gruppe von Lehrern der noch bestehenden Robert-Koch-Realschule (RKS), jetzt rund 40 interessierten Eltern und Schülern der Klasse vier präsentiert hat. Alle Informationen seien jedoch vorbehaltlich, wie RKS-Schulleiter Thomas Kelber immer wieder betonte.

Offen sei auch, an welchen Tagen alle Schüler Nachmittagsunterricht mit einer verbindlichen Teilnahme am Mittagessen haben sollen. Auch die genauen Unterrichtszeiten – Schulbeginn, Pausen und Schulschluss – seien bei der Uhrzeit noch variabel, erläuterte der stellvertretende Schulleiter der RKS, Martin Märker. Der Blockunterricht werde – anders als an anderen Schulen – nur 80 Minuten dauern. Je nach Länge des Schultages haben die Kinder drei oder vier verschiedene Fächer. Eins bleibe an allen Tagen gleich: An jedem Morgen gebe es, so Merker, eine sogenannte Klassenzeit. Dabei verbrächten die Schüler Zeit mit einem der beiden Klassenlehrer mit persönlichen Gespräche, Organisatorischem oder auch, um individuell zu lernen. Im Unterricht könnten sich die Lehrer so auf das Fachliche konzentrieren, sagte Märker. Derzeit geht die Vorplanungsgruppe von 30 Minuten Klassenzeit aus, aber auch das könne sich noch verschieben.

Und die Hobbys? Thomas Kelber: „Die Schule geht vor“

An einem Nachmittag können die Schüler je nach Interessenslage sich für ein verbindliches Wahlangebot entscheiden. An dem zweiten langen Schultag gebe es nachmittags Zeit zum „Fördern und Fordern“. Wie es mit Hobbys der Kinder aussieht, wenn die Schüler an zwei Tagen lange Unterricht haben, wollte eine Mutter wissen. Darauf antwortete Kelber ganz klar: „Die Schule geht vor.“ Die Kinder würden auch nicht eher aus dem Unterricht gehen können, wenn das Training früher beginnt. Das sei an diesen zwei Tagen so, an den anderen Tagen sieht er keine Probleme zwischen Schule und Hobby.

Schule plädiert für teilgebundene Betreuung

Kelber erklärte die Entscheidung der Schule für eine teilgebundene Betreuung mit den Erfahrungen anderer Schulen in der Vergangenheit. Häufig hätten diese eine Umwidmung beantragen müssen, weil zu wenig Schüler die freiwilligen Angebote am Nachmittag angenommen haben. Ein Nachteil einer offenen Ganztagsschule sei, dass die Kurse mit großem Engagement starteten und wenige Wochen später keiner mehr Lust habe, so Kelber. Dann müssen die Schule Dozenten bezahlen, obwohl nur wenige Schüler dabei sind.

Dies ist eine erste Idee für das Logo der neuen IGS in Langenhagen. Quelle: Thomas Kelber(Schulleiter)

Auf die Frage, ob sie eine teilgebundene Ganztagsschule gut findet, antwortete Maren Scheller mit „Jaein“ und erklärt: „Ich fänd’s gut, wenn es eine offene Ganztagsschule wäre.“ Sie brauche keine Nachmittagsbetreuung für ihren Sohn, der im Sommer in die fünfte Klasse kommt. Für Sandra Hoffmann ist die Ganztagsbetreuung kein Kriterium bei der Entscheidung, auf welche Schule ihre Tochter künftig geht. Sie kennt die RKS schon sehr lange und ist selbst an die Schule gegangen. „Ich war immer zufrieden“, sagte sie.

Gibt es Hausaufgaben?

Wie es mit Hausaufgaben aussieht, fragte eine Mutter an dem Abend. Ziel sei es – nach jetzigem Planungsstand –, dass die Kinder an den verbindlichen Tagen Zuhause keine Aufgaben mehr machen müssen, so der Schulleiter. An den drei kurzen Tagen könne es jedoch sein, dass nachmittags die ein oder andere Aufgabe gemacht werden müsse. Doch die Vorplanungsgruppe werde darüber noch abschließend beraten.

Auch die Frage, ab wann die Lehrer die Kinder mit Noten in Ziffernform bewerten, ist noch nicht geklärt. „Die Vorplanungsgruppe hat sich noch nicht entschieden“, sagte Kelber. Stand jetzt gehe die Gruppe davon aus, dass die Kinder ab dem fünften Jahrgang benotet werden und einen Lernentwicklungsbericht erhalten. Allerdings soll dieser kürzer ausfallen, als an anderen Schulen, erklärte der Schulleiter.

Das pädagogische Konzept, das die Vorplanungsgruppe erarbeitet hat, stütze sich auf vier Säulen: Die Orientierung am einzelnen Kind, Bildung und soziale Verantwortung, Ökologisches Bewusstsein und Nachhaltigkeitsdenken sowie Zukunftsorientierung. Daraus leiten sich die Profile des kulturellen Bereichs, des technischen Bereichs und der Berufsorientierung ab. Aus den Profilen wiederum werden die Elemente des Unterrichts hergeleitet.

Schule stellt alle aktuellen Entwicklungen online

Über alle aktuellen Entwicklungen und Planungsstände informiert die Schule im Internet unter der Überschrift „IGS – Das Tagebuch“. Interessierte finden alle wichtigen Informationen auf www.rks-langenhagen.de.

Info: Einen weiteren „Blick in die Zukunft“ erhalten interessierte Eltern von Viertklässlern bei einem zweiten Informationsabend am Mittwoch, 3. April. Dieser beginnt um 18 Uhr im Musikraum der RKS. Zu einem Tag der offenen Tür lädt die Schule für Freitag, 3. Mai, von 15 bis 17 Uhr an die Rathenaustraße 14 ein.

Lehrer Domenic Spittmann wird für sein Engagement geehrt

Ministerpräsident Stephan Weil (links) übergibt die Auszeichnung der Stiftung NiedersachsenMetall zusammen mit Joachim Kreuzburg (rechts), Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung NiedersachsenMetall, an Lehrer Dominic Spittmann aus Langenhagen (Mitte). Quelle: Tim Schaarschmidt / NiedersachsenMetall

Technik ist ein Schwerpunkt an der Robert-Koch-Schule – und soll es auch an der neuen IGS werden. Dies ist besonders einem Lehrer zu verdanken: Dominic Spittmann engagiert sich intensiv in dem Fach. Er hat unter anderem den Solarcup-Wettbewerb für die Region Hannover initiiert, bei dem die Schüler mit Sonnenenergie angetriebene Fahrzeuge gegeneinander antreten lassen. Beim ersten Mal nahmen daran 130 Teams teil, in diesem Jahr soll der Wettbewerb auf der Ideen-Expo laufen. „Wir haben schon einige Schulen damit infiziert“, sagt der Lehrer für Technik und Physik nicht ohne Stolz. Aber auch schulintern hat der 43-Jährige für ein wachsendes Interesse an Technik gesorgt. So brachte er die Robert-Koch-Schule in das Roberta-Netzwerk ein, das sich unter anderem darum bemüht, immer mehr Mädchen für Technik zu begeistern und mit Robotern zu arbeiten. Außerdem führte er mehrere Projekte etwa zur Berufsorientierung oder auch – Stichwort Inklusion – zur Zusammenarbeit mit der Gutzmann-Förderschule ein. Das hat sich nicht unwesentlich auf die Anmeldung zu den technischen Profilkursen ausgewirkt: Waren es früher zwei in den 9. und 10. Jahrgängen, so sind es inzwischen doppelt so viele.

Für sein Engagement erhielt Spittmann im vergangenen Jahr den mit 5000 Euro dotierten Preis der Stiftung NiedersachsenMetall – aus der Hand von Ministerpräsident Stephan Weil. Das Geld kommt der Schule zugute, aber den ebenfalls mit dem Preis verbundenen Pokal durfte der Lehrer behalten. tb

Von Julia Polley

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