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Region Langenhagen Nachrichten Schüler sollen sich nicht vertröstet fühlen
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13:11 18.01.2019
In der Aula des Langenhagener Schulzentrums stellen sich Politiker zur Diskussion. Quelle: Stephan Hartung
Langenhagen

Politische Diskussionen in der Aula des Schulzentrums, Teil drei: In der vergangenen Woche stellte sich Langenhagens Bürgermeister Mirko Heuer den Fragen der Gymnasiasten, am Dienstag lud die IGS die Fraktionschefs aufs Podium ein. Am Donnerstag war nun wieder das Gymnasium an der Reihe. Fünf Vertreter aus den Ratsfraktionen stellten sich der Diskussion zu den Themen Schulneubau und Politikverdrossenheit. Anwesend waren Wolfgang Langrehr (SPD), Ulrike Jagau (Grüne), Jens Mommsen (BBL), Reinhard Grabowsky (CDU) und Herbert Klever (AfD).

Verdrossen sind die Gymnasiasten wegen der Wartezeit beim Schulneubau. Ein Schüler meinte, sie würden seit Jahren vertröstet und den Neubau nicht mehr erleben. Dem Anwurf konterte Wolfgang Langrehr. „Vertrauen Sie uns. Wir liegen absolut im Zeitplan. Es gibt aber Dinge, die wir zeitlich nicht beeinflussen konnten“, sagte der SPD-Mann und verwies auf den Grundstückskauf von der Stadt Hannover, das vom Ministerium erforderliche Baurecht und den vorhandenen sogenannten Magerrasen, der unter Naturschutz steht und auf dem nicht ohne weiteres gebaut werden darf. Mommsen pflichtete bei. „Der Baubeginn 2020 wird gehalten. Der Architekt ist sehr engagiert.“

Silke Kaune verteilt nach der Diskussion Gymnasium-Honig an die Teilnehmer. Quelle: Stephan Hartung

Dass der Schulneubau auch Geld kostet, die Rede ist von aktuell geplanten 65 Millionen Euro, ist bekannt. Dass bis zur Bauphase, von 2020 bis zur Eröffnung im Sommer 2022, die Baukosten steigen könnten, ebenfalls. Mommsen kritisierte, dass seiner Ansicht nach der Verwaltungsapparat zu viel Geld verschlinge. Dieses könnte vielmehr dem Schulneubau zugute kommen lassen, argumentierte er. Bis März soll die Planung stehen, dann soll auch geklärt sein, wie es sich mit den Größen der Räume verhält.

Und wie weckt man das Interesse der Jugendlichen an Politik? Zuletzt zeigten die Gymnasiasten bei einem Besuch im Rathaus oder bei Demonstrationen auf dem Rathaus, dass sie um eine neue Schule kämpfen und damit an politischen Prozessen teilnehmen wollen. Einen überraschenden Hinweis an die Schüler hatte Klever parat. „Sie sind die Leistungsträger der Zukunft. Es ist wichtig, dass Sie das gut machen. Daher folgen Sie Ihrem privaten Interesse und erfreuen Sie sich an Ihrem Leben.“ Langrehr war anderer Meinung. „Man kann sich auch für Politik interessieren und dafür engagieren, wenn man damit seine Freizeit ausfüllt.“ Als Beispiel nannte er das IKEP in Kaltenweide. Daran hätten sich Jugendliche stark beteiligt.

Eingeladen hatte zu der Veranstaltung der Politik-Leistungskurs des Gymnasiums. Den Diskussions-Doppelpack mit Heuer und den Ratsmitgliedern erklärte Silke Kaune, stellvertretende Schulleiterin: „Vor etwa zwei Jahren wurden wir im Rat dafür kritisiert, dass wir uns zu wenig einbringen. Das konnten wir natürlich so nicht stehenlassen.“

Von Stephan Hartung

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