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Nachrichten Gefahrguteinsatz an der Hanseatenstraßen
Region Langenhagen Nachrichten Gefahrguteinsatz an der Hanseatenstraßen
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00:24 28.04.2018
Auf einem Spediteurshof an der Hanseatenstraße ist am Mittwoch ein Kanister Wasserstoffperoxid ausgelaufen.
Auf einem Spediteurshof an der Hanseatenstraße ist am Mittwoch ein Kanister Wasserstoffperoxid ausgelaufen. Quelle: Feuerwehr
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Langenhagen

 Am Freitag erst hatten es die Einsatzkräfte der Feuerwehr in einer unangekündigten Großübung noch trainiert. Am Mittwochmorgen wurde es dann für Spezialisten für Gefahrgut-Einsätze ernst: Aus einem geborstenen Kanister war gegen 7 Uhr auf dem Hof einer Spedition an der Hanseatenstraße das Bleichmittel Wasserstoffperoxid ausgelaufen. Insgesamt 15 Feuerwehrleute der Ortsfeuerwehren aus Godshorn, Langenhagen und Krähenwinkel waren unter der Leitung von Marcel Hofmann zwei Stunden im Einsatz.

Da die Flüssigkeit bereits von einer Laderampe auf den Hof gelaufen war, setzten die geschulten Feuerwehrleute unter Atemschutz Bindemittel ein, um ein Eindringen in die Kanalisation zu verhindern. Wie es später von Mitarbeitern der Stadtentwässerung hieß, kam es zu keinem „unkontrollierten Schaden“. Die Feuerwehrleute verpackten die übrigen Kanister der Palette in Säcke, um ein weiteres Auslaufen zu verhindern. 

Bei der Großübung am Freitag hatten die auf diese Einsätze spezialisierten Ortsfeuerwehren geübt, was zu tun ist, wenn Pestizide drohen unkontrolliert ins Erdreich zu sickern. Dem Drehbuch zufolge kam es in der Verlängerung der Straße Im Gleisdreieck zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Treckergespann. Der Auto-Fahrer wurde durch das Unfallgeschehen bewusstlos und konnte sich nicht mehr eigenständig retten. Aus dem Tankanhänger lief das transportierte Pestizid aus.

Wie Feuerwehrsprecher Stephan Bommert berichtet, war die Übung in ihrem Szenario übertragbar auf die Gefahrgutlagen, die das Alltagsgeschäft der Feuerwehr darstellen. „Kleinere ABC-Lagen spiegeln sich hier in der Einsatzstatistik wider“, betonte Bommer. Größere Gefahrgutlagen gehörten glücklicherweise zur Ausnahme. 

Von Rebekka Neander