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Nachrichten Fluglärmkommission: Arbeiten besser abstimmen 
Region Langenhagen Nachrichten Fluglärmkommission: Arbeiten besser abstimmen 
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00:32 30.03.2018
Eine Maschine befindet sich im Anflug auf den Flughafen Langenhagen.
Eine Maschine befindet sich im Anflug auf den Flughafen Langenhagen. Quelle: Schaarschmidt
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Langenhagen

 Die Fluglärmkommission des Flughafens Hannover-Langenhagen hat sich bei der jüngsten Sitzung unter anderem mit der Verkehrsentwicklung des Airports beschäftigt. Dabei kamen auch die Nachtflüge mit einem Anteil von aktuell mehr als 18 Prozent ins Gespräch, ebenso wie die entsprechende Lärm-Entwicklung im Jahre 2017. Dies teilte Reinhard Grabowsky, Vorsitzender der Kommission, mit.

In monatlichen Auswertungen wird die Lärmsituation im Umfeld des Flughafens Hannover-Langenhagen aufgrund eines Überwachungskonzeptes bewertet. Bezugszeitraum sind dabei die sechs verkehrsreichsten Monate Mai bis Oktober eines Jahres. Diese Bewertung habe zum Ziel, rechtzeitig Maßnahmen zur Abwehr von Gefahren durch Fluglärm zu ergreifen, sobald das Überwachungskonzept erhöhte Immissionswerte ausweise, erläuterte Grabowsky. Im Durchschnitt der sechs betrachteten Monate wurden nach Information des Vorsitzenden insbesondere nachts an der Südbahn am Messpunkt 6 in Garbsen-Stelingen Überschreitungen festgestellt.

Als Ursache wurden Bauarbeiten auf den Start- und Landebahnen im Norden identifiziert, die zu eine verstärkte Nutzung der Südbahn nach sich zogen. Diese Erkenntnis hat zur Folge, dass seitens des zuständigen Ministeriums kein Handlungsbedarf gesehen wurde. In dem Zusammenhang sei vom Flughafen betont worden, künftig noch stärker darauf zu achten, dass bei der Planung von Bauvorhaben diese möglichst in den verkehrsreichsten Monaten vermieden werden, berichtete Grabowsky weiter. 

Die Flugsicherung machte nochmals darauf aufmerksam, dass diese lediglich eine Empfehlung für die zu wählende Landebahn abgebe und folglich nur einen bedingten Einfluss auf eine Lärmminderung ausüben könne, heißt es von der Fluglärmkommission ferner. 

 

Von Stephan Hartung