Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Fluglärm: Gemischte Reaktionen auf neues Schallschutz-Programm
Region Langenhagen Nachrichten Fluglärm: Gemischte Reaktionen auf neues Schallschutz-Programm
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:39 23.07.2019
Die Flughafen-Gesellschaft kommt mit ihrem neuen Schallschutzverfahren den lärmgeplagten Anwohnern entgegen. Quelle: Rainer-Droese (Archiv)
Langenhagen/Hannover

Das neue Schallschutzverfahren der Flughafen-Gesellschaft findet bei den beteiligten Kommunen sowie der Region Hannover durchaus Lob. Vorausgegangen sind dem jetzt veröffentlichen Erlass jedoch mehrere, durchaus kontroverse Treffen der Behördenmitarbeiter mit Vertretern des Wirtschafts- und des Umweltministeriums in Hannover. Mit der jetzt veröffentlichen Version des Erlasses aber können alle leben, heißt es.

Von den Kommunen erstritten wurde unter anderem die Pauschale von jeweils 250 Euro, die die Bauaufsichtsbehörden in Langenhagen, Garbsen sowie bei der Region Hannover für die Gemeinde Isernhagen für ihre Mithilfe erhalten. Bislang mussten die Kommunen ihre Unterstützung der durchaus umfänglichen und hochkomplexen Prüfverfahren aus eigener Tasche bezahlen. Lediglich die Kosten für den Schallschutz selbst übernahm die Flughafen-Gesellschaft.

Garbsen erstreitet Pauschale für die Kommunen

Flughafen-Geschäftsführer Raoul Hille verteidigte am Montag in einer ersten Stellungnahme den Rundum-Betrieb in Langenhagen als wettbewerbsfähige Betriebszeiten und damit als „wichtigen Standortfaktor“. Um aber konsequent die Interessen der Anwohner zu berücksichtigen, erstatte das Unternehmen künftig über die gesetzlichen Maßgaben hinaus baulichen Schallschutz. Walter Häfele, Erster Stadtrat in Garbsen, freut sich über die Entlastung seiner Verwaltungsmitarbeiter. Insbesondere die Anwohner der Stadt profitierten von der neuen Verfahrensweise. Wie es heißt, ist die neue Pauschalvergütung für die Kommunen maßgeblich dem wiederholten Drängen der Garbsener Vertreter in den Vorbereitungstreffen zu verdanken.

Christine Karrasch, Umwelt- und Baudezernentin der Region Hannover, lässt zwar keine Zweifel an der „Beeinträchtigung“ von Gesundheit und Lebensqualität, über die Anwohner klagten. Gleichwohl müsse sorgfältig zwischen den wirtschaftlichen Interessen des Flughafens und den Lärmschutzbelangen abgewogen werden. Sie begrüße die Vereinfachung des Antragsprocederes sowie weitere Vorteile, die im gesetzlichen Verfahren nicht möglich seien.

Langenhagen äußert sich nach Protest nicht mehr

Die Stadt Langenhagen ist in der Pressemitteilung des Niedersächsischen Umweltministeriums nicht vertreten. Dies allerdings in Abstimmung mit der sogenannten Flughafenstadt. Deren Bürgermeister Mirko Heuer hatte sich nach erstem Bekanntwerden der neuen Regelung durchaus erbost geäußert und von einem „unmoralischen Angebot“ gesprochen, das Langenhagen zwar nicht ablehnen könne, die bisherige Arbeit der Verwaltung allerdings in einem schlechten Licht darstelle. Einige der damals kritisierten Details sind inzwischen, wie es heißt, zugunsten Langenhagens verändert worden. Daher gebe es keinen Anlass mehr, sich zu äußern.

Lesen Sie auch: Die wichtigsten Fragen und Antworten zum neuen Schallschutz-Programm.

Von Rebekka Neander

Ab dem 1. August können alle Immobilienbesitzer in den Lärmschutzzonen direkt beim Flughafen in Langenhagen einen Zuschuss für Lärmdämmung beantragen. Das neue Verfahren soll deutlich bürgerfreundlicher sein. Die wichtigsten Fragen und Antworten gibt es hier auf einen Blick.

22.07.2019

Ein Paukenschlag zum Ende des Zeltlagers: Der Sportclub Langenhagen stellt seine legendären Zeltfreizeiten in den Sommerferien am Lensterstrand nach 55 Jahren ein. Zuletzt war es zu schwierig geworden, geeignete Betreuer zu finden.

22.07.2019

Auf ein Portemonnaie hatten es Unbekannte am Sonntag in Langenhagen abgesehen. Die Diebe schlugen dafür in Langenhagen eine Autoscheibe ein, um an die Geldbörse zu kommen.

22.07.2019