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Nachrichten Entdeckungstour auf dem Rad: Zehnte FahrKulTour ist erfolgreich
Region Langenhagen Nachrichten Entdeckungstour auf dem Rad: Zehnte FahrKulTour ist erfolgreich
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00:18 30.05.2019
Angekommen auf dem Marktplatz in Langenhagen. Gabriele Spier (Zweite von rechts) zeigt Janne (von links), Jonte Anja Persicke und Olaf Grundstedt die Stationen der diesjährigen FahrKulTour in Langenhagen. Quelle: Julia Gödde-Polley
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Langenhagen

Um kurz nach elf Uhr geht es los. Anja Persicke und Olaf Grundstedt machen sich mit ihren Kindern Jonte und Janne sowie Hund Zizou auf zur ersten Station der FahrKulTour. Diese liegt in Sichtweite. Es ist der Hof Jagau an der Walsroder Straße. „Das war ganz toll“, schwärmt Persicke hinterher. Nach einigen Aktionen geht es für die Fahrradfahrer weiter zum Langenhagener Marktplatz. Die Vier wollen an diesem Tag mehrere Stationen anfahren.

So wie die Familie waren am Sonntag zahlreiche Langenhagener mit dem Fahrrad im Stadtgebiet unterwegs, haben die einzelnen Stationen der Veranstaltung besucht und die Stadt auf eine andere Art und Weise kennengelernt. Zu erkennen waren die Teilnehmer an den blauen Westen. Die zehnte „kulinarische Fahrradtour“ war nach Angaben von Hauptorganisatorin Gabriele Spier ein voller Erfolg. Am Sonntagvormittag stand sie mit einem Infostand auf dem Marktplatz und stattete die Teilnehmer kostenlos mit den blauen Sicherheitswesten und dem Infoflyer aus. „Bereits um 9.45 Uhr waren die ersten Leute da“, sagt Spier, deren Stand eigentlich erst ab 11 Uhr öffnen sollte. Doch um 11.15 Uhr waren die Westen weg, sagt die Organisatorin. Dabei hatte sie 500 auf Lager gehabt, davon 50 in Kindergröße. Spier freut sich über die Rückmeldungen der Teilnehmer zu der beliebten Veranstaltung. „Die Leute haben sich bei mir bedankt, dass es noch mal organisiert worden ist“, erzählt sie. „Das fand ich schön.“

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Veranstaltung war zunächst abgesagt

Lange Zeit war fraglich, ob Spier und ihre Mitstreiter im Organisationsteam die Veranstaltung überhaupt wieder realisieren können. Im Februar hatten die Organisatoren die FahrKulTour zunächst abgesagt, weil der Rat der Stadt den Zuschuss von 7000 auf 5000 Euro reduziert hatte – das finanzielle Risiko für Spier und ihre Mitstreiter zu hoch geworden war. Doch nur wenige Tage später erhielt sie von einem anonymen Spender die Zusage über die Unterstützung in Höhe der fehlenden 2000 Euro.

Anja Persicke und Olaf Grundstedt sind mit ihren Kindern am Silbersee angekommen. Die Familie war nicht zum ersten Mal bei der FahrKulTour dabei. „Wir fahren schon immer mit“, sagte Persicke. An der Station vom Segelclub Passat durften der zehnjährige Jonte und die achtjährige Janne eine Runde mit dem Boot drehen.

Tour führt zu 14 verschiedenen Stationen

Danach ging die Tour weiter über die Station vom Tennisverein Langenhagen – dort lernten die Kinder, wie man den Schläger richtig hält – zum historischen Bahnhof Pferdemarkt. Die Familie hat dort im Café Emma eine Rast gemacht, bei der sich die Vier nach Auskunft von Persicke mit Kaffee und Eis für die weiteren Kilometer gestärkt haben, die gestrampelt werden mussten. Nach der Pause ging es noch mal zum Hof Jagau. Ein Teil der Familie machte sich dann auf den Weg zur letzten Station des Tages: zum Waldsee. Dort hatte der TSV Krähenwinkel-Kaltenweide ein buntes Programm auf die Beine gestellt und präsentierte verschiedene Sportarten – unter anderem Bodenturnen und Volleyball. Janne versuchte Tischtennis mit einer Ballmaschine zu spielen, berichtete Olaf Grundstedt. „Ein nicht ganz einfaches Unterfangen.“ Und welches Station hat der Familie am besten gefallen? „Am schönsten war es auf Hof Jagau“, sagt Persicke am Abend nach der Tour. Die Familie war bis 17 Uhr mit dem Fahrrad unterwegs.

Organisatorin ist zufrieden

Mit der zehnten Fahrradtour ist Spier sehr zufrieden. „Es ist alles richtig gut gelaufen“, sagt sie. Überall habe sie positive Rückmeldungen erhalten. Die Teilnehmerzahl schätzt die Hauptorganisatorin auf 750 bis 800 Radfahrer. Wie viele es genau waren, kann sie nicht sagen. Unzählige Teilnehmer seien auch ohne Westen unterwegs gewesen. An allen 14 Stationen sei etwas losgewesen. Und auch von den Vereinen und Organisatoren der einzelnen Haltepunkte hat Spier positive Rückmeldungen bekommen. Etwa von den Verantwortlichen der Biogasanlage Kaltenweide. Dort hatten sich mehr als 200 Besucher eingefunden – aus zunächst vier geplanten Führungen wurden sieben.

Gibt es die FahrKulTour denn auch im kommenden Jahr? Spier betont, dass sie die Veranstaltung auf jeden Fall wieder organisieren möchte. „Ich habe bereits sechs Bewerbungen für neue Stationen“, sagt sie. Feste Zusagen könne sie jedoch erst machen, wenn sie weiß, wie viel Geld sie zur Verfügung gestellt bekommt. „Ich werde wieder die Summe beantragen, die ich auch in diesem Jahr beantragt habe“, sagt Spier. Die zehnte FahrKulTour war auch für die Hauptorganisatorin gelungen: „Es hat mir Spaß gemacht“, sagt sie.

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Von Julia Gödde-Polley