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Nachrichten Reh verendet qualvoll in Drahtschlinge
Region Langenhagen Nachrichten Reh verendet qualvoll in Drahtschlinge
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16:13 23.03.2017
Ein grausiger Anblick: Ein bis auf die Knochen abgenagter Rehkadaver hängt in der Drahtschlinge eines Wilderers.
Ein grausiger Anblick: Ein bis auf die Knochen abgenagter Rehkadaver hängt in der Drahtschlinge eines Wilderers. Quelle: Polizei
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Langenhagen

Noch tappt die Polizei im Dunklen. Doch Fakt ist, im Norden der Kernstadt ist ein Schlingensteller unterwegs. Nach Auskunft von Langenhagens Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes (KED), Rüdiger Vieglahn, hatte ein Hundebsitzer am Mittwoch beim Spaziergang an der Grenzheide eine grausige Entdeckung gemacht. In einem kleinen Wäldchen am Wietzesee fand er eine Schlinge – darin der Kadaver eines Rehs. Dieser war bereits von anderen Tieren bis auf die Knochen abgenagt worden. Das Reh verendete in der Drahtschlinge qualvoll - der Todeskampf des jungen Rehbocks dauerte vermutlich Tage.

Das ist bereits der zweite Fund einer derartigen Drahtschlinge in diesem Bereich. Erst in der vergangenen Woche hatte am Mittwoch dort ein Spaziergänger ein derartiges illegales Fanggerät entdeckt und die Polizei alarmiert. Die Streifenbeamten hatten die recht professionell anmutende Fangschlinge seinerzeit beschlagnahmt.

Nun sucht die Polizei den Wilderer und bittet unter Telefon (0511) 1094215 um Zeugenhinweise.

Der Paragraf 292 des Strafgesetzbuches wertet Jagdwilderei mit einer Drahtschlinge als besonders schweren Fall. Dieser kann mit einer Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren geahndet werden.

Die in der vergangenen Woche von der Polizei beschlagnahmte Drahtschlinge ist recht professionell gefertigt. Quelle: Polizei

Von Sven Warnecke