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Region Langenhagen Nachrichten Das ist der neue Rettungshubschauber am Flughafen
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00:17 14.07.2018
Notfallsanitäter Ingo Sommer spricht mit Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius im neuen Rettungshubschrauber. Quelle: Priesemann
Langenhagen

Vor dem Maritim-Hotel stand er am Mittwoch, der neue Rettungshubschrauber der Luftrettungsstation am Flughafen. „Christoph Niedersachsen“ – so sein Funkname – ist einer der, wenn nicht sogar der modernste seiner Art in ganz Deutschland. Mit dem Helikopter sollen künftig viele Leben gerettet werden. „Wir sind mit ihm seit Mai bereits rund 100 Einsätze geflogen“, erklärt Stationsleiter Andreas Schwind. Das allerdings vor der offiziellen Vorstellung. Denn erst am Mittwoch feierte die DRF-Luftrettung zusammen mit Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius und weiteren geladenen Gäste den neuen Rettungshubschrauber vom Typ H145. Dafür hatten sie sich im Maritim-Hotel am Flughafen versammelt.

24 Stunden im Einsatz

„Er ist größer, schneller und hat eine größere Reichweite“, beschreibt Pistorius die Vorzüge. Der Innenminister zeigte sich begeistert vor der Ausstattung des neuen Rettungshubschraubers, der 700 Kilometer mit einer Geschwindigkeit von 262 Stundenkilometer zurücklegen kann. „Davon werden viele Menschen profitieren“, so Pistorius. Zwei Piloten, ein Notarzt und ein Notfallsanitäter haben an Bord des Helikopters Platz. So könne auch der Patient in der Luft behandelt werden, berichtet Schwind: „Der Hubschrauber ist medizinisch auf dem neuesten Stand.“ Ein Sicherheitsgewinn sei auch der ummantelte Heckrotor. Er verhindere, dass im Einsatz versehentlich jemand in den Rotor hineinlaufe und sich so schwer verletzte.

24 Stunden, sieben Tage die Woche wird „Christoph Niedersachsen“, der das Vorgängermodell in der mit zehn Piloten und elf Notfallsanitätern ausgestatteten DRF-Station am Flughafen ablöst, im Einsatz sein. Eine umfassende Nachtflugausstattung sorge dafür, dass die Piloten auch im Dunklen ihr Ziel finden können. „Die Strahler am Hubschrauber haben bis zu 800 Watt“, erklärt Schwind. Gerade in der Nacht sei es für die Piloten schwierig, eine Unfallstelle anzufliegen. Immer wieder gehe die Besatzung ein hohes Risiko ein, hebt DRF-Vorstandsvorsitzender Krystian Pracz hervor: „Die Piloten treffen die Entscheidung, ob sie fliegen können. Dabei dürfen sie den Faden nie überstrapazieren. Bisher haben wir jedoch gute Erfahrungen gemacht.“

Hauptsächlich werden Intensivpatienten transportiert

Zu Unfällen fliegt der Helikopter ohnehin selten, denn etwa drei Viertel der rund 800 Einsätze im Jahr seien Intensivtransporte aus ganz Niedersachsen. Welche Fälle das betrifft, erklärte der Kinderchirurg der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), Benno Ure, anhand zweier Beispiele. Ein sechs Monate alter Säugling mit Blut in der Lunge aus Oldenburg und ein siebenjähriges Mädchen nach einem Pferdetritt mussten mit einem speziellen Gerät behandelt werden, das die Lungen-Funktion übernimmt. So etwas gibt es in Niedersachsen aber nur an der MHH. „Die beiden Kinder wurden mit dem Rettungshubschrauber nach Hannover gebracht und haben so überlebt“, erzählt Ure. Wahrlich ein Lebensretter, dieser „Christoph Niedersachsen“.

Von Sascha Priesemann

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