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Nachrichten Anmelderekord: Wieso so viele Kinder beim AWO-Sommercamp mitmachen
Region Langenhagen Nachrichten Anmelderekord: Wieso so viele Kinder beim AWO-Sommercamp mitmachen
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16:36 14.07.2019
Eine Woche, zwei oder drei Wochen können die Kinder im AWO-Sommercamp in Schulenburg ihren Spaß haben. Quelle: Ursula Kallenbach
Schulenburg

Das Sommercamp des AWO-Kreisjugendwerks läuft dreieinhalb Wochen – doch bereits nach Woche eins steht fest: Es ist ein Rekordjahr. Es wurden bereits 160 Kinder angemeldet. In der ersten Woche waren 72 Kinder vor Ort, ab Montag werden es 40 Teilnehmer sein. „In der Folgewoche sind wahrscheinlich noch Plätze frei“, sagt Campleiter Peter Wöbbeking. Besonders für berufstätige Eltern bedeutet die Ferienfreizeit für Kinder von sechs bis zwölf Jahren eines: durchatmen, wenn die Kinder ihren Ferienspaß haben. Sie können eine oder mehrere Wochen buchen. Frühzeitig gegangen ist noch kein Kind aus dem Feriencamp. „Die einzige Frage ist immer: Kann ich nicht noch länger machen?“, berichtet Wöbbeking. Insofern gibt es jedes Jahr eine neue Rekordzahl, Fortsetzung folgt.

Kinder werden von 9 bis 16 Uhr betreut

Gegen 9 Uhr kommen die Mädchen und Jungen am Roten Weg in Schulenburg an und verteilen sich auf ihre Gruppen der Eichhörnchen, Füchse, Biber, Rehe und Waschbären mit eigenen Zelten. Ein Lastwagen, das Spielmobil des Kreisjugendwerks, steht schon bereit – die geballte Ladung an Sport-, Bewegungs- und Gesellschaftsspielen, Jonglage-Utensilien und Frisbees. Ein Anhänger beinhaltet das ganze große Sortiment an Papier, Farben, Federn, Perlen und Glitzer für kreatives Gestalten.

Bis 16 Uhr können die Kinder zugreifen. Betreuer Mathias Jahn hat keine Chance zu entkommen: Die elfjährige Patricia aus Schulenburg verwandelt ihn sogleich mithilfe weißer Theaterschminke in einen Panda. Zweieinhalb Wochen verbringt Patricia auf dem Gelände, immer aktiv. In dieser Woche geht es zum Schwimmen ins Annabad in Hannover. Für die dritte Woche ist im Camp das „Wilde Wohnzimmer“ mit lebenden Heuschrecken und Schlangen gebucht.

Anmeldungen sind noch möglich

Maren Wilhelms wohnt in Schulenburg nur eine Straße entfernt vom Campgelände. Ihr neunjähriger Sohn Thore ist zum dritten Mal dabei, dessen Bruder Ole mit sieben Jahren zum ersten Mal. „Für Eltern, die arbeiten müssen, ist das perfekt“, sagt sie. „Hier ist die halbe Grundschule Engelbostel vertreten, alle kennen sich.“ Auch Freundin Claudia Schwob aus Stelingen sieht die Kinder in dem Camp super beschäftigt. „Die Betreuer geben sich sehr viel Mühe.“ Die Dritte im Bunde, Sabine Zentarra aus Osterwald, war daher ebenfalls schnell überzeugt und hat Sohn Liam angemeldet.

110 Euro bezahlen die Eltern für eine Woche Camp. Mittagessen, Programm und Ausflüge sind inklusive. Für die letzte Woche bis zum 27. Juli sind Anmeldungen noch möglich per E-Mail an sommercamp@kjw.de.

Das Gelände am Schießsportvereinsheim gehört der Stadt Langenhagen, die Schützen haben in ihrem Haus Küche und Sanitäreinrichtungen für die Teilnehmer des Sommercamps geöffnet. Das Mittagessen wird von der City-Park-Residenz Langenhagen geliefert.

Aus Teilnehmern werden Betreuer

15 Betreuungskräfte einschließlich des Campleiters Peter Wöbbeking halten die Abläufe in dem Sommercamp zusammen und betreuen die Kinder in Schulenburg. Wöbbeking ist hauptamtlich tätiger Sozialpädagoge beim Kreisjugendwerk der AWO. Die Honorarkräfte und Praktikanten sind nicht nur engagierte Aktive, denen die Eltern vertrauen. Standard für diese Arbeit bei der AWO sind Wöbbekings Angaben zufolge polizeiliche Führungszeugnisse. Diese dürfen nicht älter als zwei Jahre sein. „Minderjährige Betreuer haben eine Jugendleiter-Ausbildung und benötigen altersgemäß kein Führungszeugnis.“

Das Kreisjugendwerk der AWO bietet im Herbst eine weitere eigene Jugendgruppenleiter-Ausbildung an. Damit soll im Bereich Langenhagen der Selbstorganisationsgedanke entwickelt und verstärkt werden. Ehemalige Teilnehmer solcher Camps zwischen 13 und 15 Jahren werden angeschrieben, ob sie sich selbst zu Betreuern ausbilden lassen wollen.

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Von Ursula Kallenbach

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