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Nachrichten Organisatoren sagen FahrKulTour frustriert ab
Region Langenhagen Nachrichten Organisatoren sagen FahrKulTour frustriert ab
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00:18 11.02.2019
Seit Jahren ist die FahrKulTour aus dem Langenhagener Veranstaltungskalender nicht wegzudenken gewesen. Quelle: Svem Warnecke (Archiv)
Langenhagen

Seit geraumer Zeit zählt die jährlich angebotene FahrKulTour zu den Besuchermagneten in Langenhagen. Mehrere Hundert Teilnehmer schwingen sich dabei in den Fahrradsattel, um die Umgebung zu erkunden. An verschiedenen Stationen gibt es Kulinarisches und Musik. Das ist eigentlich Stadtmarketing vom Feinsten. Aus diesem Grund ist die kulinarische FahrKulTour per Rad nicht mehr aus dem Terminkalender der Stadt Langenhagen wegzudenken. Doch für dieses Jahr haben die Organisatoren die Veranstaltung abgesagt – wegen des jüngst vom Rat beschlossenen, auf 5000 Euro reduzierten finanziellen Zuschusses.

Hauptorganisatorin Gabriele Spier ist entsprechend enttäuscht. Seit 2014 plant sie ehrenamtlich die FahrKulTour, die aus dem einstigen EU-Pferdestärken-Projekt hervorgegangen war. Spier war vom damaligen Bürgermeister Friedhelm Fischer (SPD) gebeten worden, die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben. Die Stadt unterstützte die Veranstaltung fortan mit 7000 Euro. Im vergangenen Jahr mussten die Organisatoren aber bereits mit weniger Geld auskommen. Nach dem Haushaltsbegleitantrag der „AG Vielfalt“ wurde den Vereinen und Verbänden stadtweit die Zuschüsse um 15 Prozent pauschal gekürzt.

Abgespeckte Veranstaltung für Spier undenkbar

In der jüngsten Sitzung hatte sich der Rat mit den Stimmen von SPD, BBL, WAL und AfD noch einmal für eine geringere Förderung ausgesprochen. Einzig die CDU, die Grünen, die Linken und FDP hatten sich für eine Beibehaltung ausgesprochen. Spier und ihre Mitstreiterinnen sollen in der Folge mit 5000 Euro ausgekommen. „Eine FahrKulTour light ist für mich aber nicht vorstellbar“, sagt die frustrierte Organisatorin. Konsequenterweise sagt sie nun – wenn auch schweren Herzens – die Veranstaltung ab. „Den Teilnehmerkreis durch einzelne Absagen zu verkleinern oder den eventuell entstehenden Differenzbetrag aus meiner Tasche zu finanzieren sind für mich keine Alternativen“, so Spier, die auch CDU-Ratsfrau ist. Doch die Organisation dieser Aktion will sie ausschließlich als Beitrag bürgerschaftlichen Engagements verstanden wissen.

Was Spier und ihre Mitstreiter besonders ärgert, ist, dass eine derartige Veranstaltung, die Menschen und Ortschaften verbindet sowie integrativ wirkt, nun vor dem Aus steht – wegen 2000 Euro. Doch ohne entsprechende Plakate, Routenbeschilderungen und Tourenplaner ginge es einfach nicht, listet sie auf. Und das koste nun einmal Geld. Wegen allgemein gestiegener Kosten habe sie auch wieder die ursprüngliche Fördersumme in Höhe von 7000 Euro beantragt. Gleichwohl: Sämtliches eingespartes Geld haben die Organisatoren bislang immer wieder an die Stadt zurückgezahlt, betont Spier, die nach eigenen Angaben für die FahrKulTour jedes Jahr allein gut 175 Stunden ehrenamtlich aktiv ist.

SPD hält Fördersumme für angemessen

Immer mehr Vereine und Verbände würden Fördergeld beantragen, begründete SPD-Fraktionschef Marc Köhler den Antrag seiner Partei, die Fördersumme für die FahrKulTour zu reduzieren. Alles in allem habe sich die Gesamtsumme für Vereine und Verbände in diesem Jahr nahezu verdoppelt. Aus diesem Grund müsste den Antragstellern auch aufgezeigt werden, dass nach oben hin Grenzen gesetzt sind. „Die FahrKulTour ist uns aber 5000 Euro wert“, betonte Köhler auf Anfrage und bezeichnet die Summe als durchaus „angemessen“.

Von Sven Warnecke

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