Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Orpheus ist nur noch zweimal beim TfN zu sehen
Region Laatzen Nachrichten Orpheus ist nur noch zweimal beim TfN zu sehen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 17.05.2018
Die Oper "Orpheus oder Die wunderbare Beständigkeit der Liebe" von Georg Philipp Telemann ist nur noch bis Ende Juni beim TfN in Hildesheim zu sehen. Quelle: Falk von Traubenberg
Anzeige
Hildesheim

 Wer die Opernversion des Orpheus-Mythos von Georg Philipp Telemann (1681 bis 1761) noch nicht gesehen hat oder erneut sehen will, muss sich beeilen: Nur noch zweimal ist das Stück in dieser Spielzeit beim Theater für Niedersachsen (TfN) in Hildesheim zu sehen. Der Mythos gilt als der ursächlichste Opernstoff schlechthin. In Telemanns Komposition wird die Sage um den Sänger und Dichter Orpheus, die in der griechischen Mythologie beheimatet ist, um die Figur der Königin Orasia erweitert. Sie ist ebenfalls in Orpheus verliebt und fädelt Eurydikes Tod durch einen Schlangenbiss ein.

Telemanns Opernversion gilt als sehr kurzweilig. In diesem Werk finden sich viele musikalische Einflüsse des Komponisten aus Hannover und Braunschweig-Wolfenbüttel. Diese Erfahrungen prägten große Teile seines späteren Werks. So ist Telemann in Hannover und Braunschweig-Wolfenbüttel zum Beispiel mit französischer und italienischer Instrumentalmusik in Berührung gekommen. Bei „Orpheus“  vereinte er deutsche, italienische und französische Kompositionsstile. Die Oper wird in allen drei Sprachen gesungen –bei den italienischen und französischen Passagen werden deutsche Übertitel eingeblendet. Inszeniert wurden die Aufführungen, die beim TfN unter dem Titel „Orpheus oder Die wunderbare Beständigkeit der Liebe“ zu sehen sind, von der belgischen Regisseurin, Choreografin und Barock-Spezialistin Sigrid T’Hooft.

Anzeige

Telemann, dessen Tod sich im vergangenen Jahr zum 250. Mal jährt, ist mit der Stadt Hildesheim eng verbunden. Der Musiker und Komponist wurde am 14. März 1681 in Magdeburg geboren. Im Alter von zwölf Jahren hatte er bereits seine erste Oper komponiert. Prägend für Telemanns musikalische Entwicklung war seine Jugendzeit in Hildesheim, wo er von 1697 an lebte. In der Domstadt erhielt er eine besondere Förderung. So erlernte er am Gymnasium Andreanum gleich mehrere Instrumente. Aufgrund seines Talentes wurde er für Auftragskompositionen engagiert. Telemanns Kompositionen prägten die Musikwelt der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts maßgeblich. Er starb 1767 in Hamburg

Die letzten beiden Aufführungen der Oper „Orpheus oder Die wunderbare Beständigkeit der Liebe“ sind am Donnerstag, 17. Mai, und am Sonnabend, 30. Juni,  im Stadttheater Hildesheim zu sehen. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Karten gibt es zum Preis von 12 bis 36 Euro, ermäßigt ab 9 Euro, in der HAZ/NP-Geschäftsstelle an der Albert-Schweitzer-Straße 1 in Laatzen-Mitte, beim  TfN-Servicecenter an der Theaterstraße 6 in Hildesheim, unter (05121) 1693-1693 sowie im Internet auf tfn-online.de. 

Von Daniel Junker