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Nachrichten Leine-Steg soll bald wieder freigegeben werden
Region Laatzen Nachrichten Leine-Steg soll bald wieder freigegeben werden
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17:14 02.05.2019
Der marode Steg an der beliebten Badestelle nahe der Ohestraße in Grasdorf soll im Mai/Juni saniert und anschließend wieder freigegeben werden. Quelle: Daniel Junker
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Grasdorf

 Der metallene Steg, der in der Nähe der Ohestraße zum Wasser der Leine hinunterführt, ist seit Februar 2019 mit Baken abgesperrt. Einige Laatzener Jugendliche stören sich daran: Für sie ist der Ort am Deichweg nahe dem Naturschutzzentrum Alte Feuerwache ein begehrtes Ausflugsziel. Im Sommer nutzen die Jugendlichen den Bereich als Badestelle, wie Pauline Wünsch in der jüngsten Sitzung des Jugendbeirates deutlich machte. Die 15-Jährige vermutet, dass die Sperrung des Stegs mit dem Fund einer Wasserleiche Anfang April in Verbindung steht. „Aber warum ist das immer noch gesperrt?“, fragte sie in Richtung der Stadtverwaltung.

Stadtsprecher Matthias Brinkmann macht deutlich, dass die Sperrung nichts mit dem Fund der Wasserleiche zu tun habe. „Der vorhandene Steg ist marode und stellt für Benutzer eine Gefahr dar“, teilt Brinkmann mit. „Aus diesem Grund wurde die Anlage gesperrt.“ Die Stadt will den Steg allerdings wieder instand setzen lassen. Die Arbeiten würden voraussichtlich im Mai oder Juni ausgeführt. „Anschließend wird der Bereich wieder freigegeben.“

Baden nur auf eigene Gefahr

Der Bereich sei eigentlich zum Ein- und Ausstieg aus Booten und nicht zum Baden vorgesehen –auch wenn dies nicht verboten ist. Brinkmann weist denn auch darauf hin, dass das Schwimmen in der Leine auf eigene Gefahr erfolgt. „Es gibt keine Badeaufsicht und keine Rettungsschwimmer.“ Zudem sei der Fluss ein Naturgewässer, „im Gewässer können unter anderem unerwartete Strömungen, Untiefen, große Steine, ins Wasser gefallene Bäume und Äste sowie Treibgut vorkommen“. Unter der nahe gelegenen Fußgängerbrücke wurde in den vergangenen Jahren zudem auch Schrott gefunden, der eine zusätzliche Gefahr für Schwimmer darstellen kann.

Besonders bei Hochwasser herrsche eine hohe Fließgeschwindigkeit, sagt Brinkmann. „Baden und Schwimmen, aber auch Bootfahren sollte man dann auf keinen Fall.“ Zudem sollten Schwimmer aufgrund des unbekannten Untergrunds und des schwankenden Wasserstands nicht in das Gewässer hineinspringen, auch werde die Wasserqualität nicht kontrolliert. Und: „Die Leine ist ein Biotop, Erholungssuchende sollten respektvoll mit der Natur umgehen.“

Von Daniel Junker