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Nachrichten SoVD-Vorstand tritt zurück: Nun droht die Auflösung
Region Laatzen Nachrichten SoVD-Vorstand tritt zurück: Nun droht die Auflösung
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16:10 12.02.2019
Bei der Jahresversammlung im Stadt kündigt der SoVD-Vorstand seinen Rücktritt an. Quelle: Privat
Laatzen

Der Sozialverband (SoVD) in Laatzen steht vor einer tiefen Zäsur. Der Vorstand des Ortsverbands Laatzen hat angekündigt, bis spätestens zum Jahresende geschlossen zurückzutreten – teils aus Altersgründen, aber auch wegen eines Zwists zwischen dem Vorsitzenden Ulrich Opel und dem Landesverband.

Bekannt geworden ist der Schritt nach der jüngsten Jahresversammlung, bei der 77 der rund 750 Mitglieder erschienen sind. SoVD-Vorsitzender Ulrich Opel begrüßte unter anderem den Kreisverbandsvorsitzenden Jürgen Mroz und Laatzens stellvertretenden Bürgermeister Ralf Wetzel. Unter anderem wurde bei dem Treffen Carmen Kettig für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt.

Der SoVD-Vorsitzende Ulrich Opel bedankt sich bei Carmen Kettig für 40 Jahre Mitgliedschaft. Quelle: Privat

Bei der Versammlung kündigte der Vorstand, der von den Mitgliedern einstimmig entlastet wurde, seine Entscheidung an, spätestens zum Ende des Jahres zurückzutreten. Auslöser sei ein Streit zwischen SoVD-Chef Opel und dem Landesverband, wie Opel erläutert: Schon im April hatte dieser seine Ämter als Stadtverbandssprecher und Beisitzer im Kreisvorstand abgegeben, nachdem ihm vom Regionalbereichsleiter des Landesverbands „verbandsschädigendes Verhalten“ vorgeworfen worden sei. Der Verband bestreitet dies. Opel besteht jedoch auf einer Entschuldigung und Rücknahme der Vorwürfe. Dem Kreisverband wirft er wiederum „mangelnden Rückhalt“ vor, weil er den Vorfall nie verurteilt habe. Der übrige Vorstand habe sich hingegen aus Altersgründen zum Rücktritt entschlossen, ergänzt Opel. Das Durchschnittsalter im 16-köpfigen Vorstand liege derzeit bei 72 Jahren.

SoVD Laatzen plant Mitgliederversammlung im September

Die SoVD-Mitglieder stehen nun vor der Aufgabe, Kandidaten für einen neuen Vorstand zu finden. „Wir planen für September eine außerordentliche Mitgliederversammlung“, kündigt Opel an. Bis dahin sei Zeit, ein neues Team zusammenzustellen. „Ich hoffe, dass sich eine Lösung findet“, sagt der Kreisverbandsvorsitzende Jürgen Mroz. Falls nicht, wäre der Kreisverband am Zug: Drei Monate blieben dann als letzte Frist, einen neuen Vorstand zu finden. Andernfalls stünden bei einer weiteren Versammlung die Auflösung sowie die Entscheidung an, welchem anderen Ortsverband die Mitglieder zugeordnet werden.

Eine naheliegende Variante wäre wohl ein Zusammengehen mit Rethen, dem mit rund 375 Mitgliedern zweitgrößten Ortsverband im Stadtverband Laatzen-Hemmingen. Zum Stadtverband gehören aber auch Gleidingen, Ingeln-Oesselse, Hemmingen-Westerfeld und Arnum-Wilkenburg-Harkenbleck.

Zahl der SoVD-Ortsverbände sinkt

Für Opel reiht sich die Laatzener Problematik in einen größeren Kontext ein: Von den 51 Ortsverbänden im Kreisverband Hannover-Land seien längst nicht mehr alle übrig, laut Mroz sind es aktuell nur noch 41. „Dieser Kreislauf setzt sich weiter fort“, fürchtet Opel. Er habe vor anderthalb Jahren im Zuge seiner Kreisverbandsarbeit eine Reform vorgeschlagen, bei der sich die Ortsverbände zu vier großen Einheiten zusammengeschlossen hätten. Das Projekt sei seinerzeit jedoch beim Landesverband auf Bedenken gestoßen und habe sich dann zerschlagen.

„Wir müssen uns in Zukunft anders aufstellen, um das Problem in den Griff zu bekommen“, findet auch Mroz. Der SoVD lege zwar bei den Mitgliederzahlen zu – wie bei anderen Vereinen und Verbänden sinke jedoch die Zahl derer, die die Vorstandsarbeit machen wollen. Im September habe sich auf Kreisebene eine neue Gruppe gebildet, um ein Pilotprojekt vorzubereiten.

Von Johannes Dorndorf

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