Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Roland Einbrodt ist Laatzens neuer Polizeichef
Region Laatzen Nachrichten Roland Einbrodt ist Laatzens neuer Polizeichef
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:06 21.12.2018
Roland Einbrodt (rechts) übernimmt die Leitung des Polizeikommissariats Laatzen von Ludger Westermann. Quelle: Dorndorf
Anzeige
Laatzen-Mitte

Das Polizeikommissariat Laatzen hat schon wieder einen neuen Leiter. Zweieinhalb Jahre nach Amtsantritt wechselt Ludger Westermann als Kommissariatsleiter nach Barsinghausen. Sein Nachfolger ist Roland Einbrodt, der zuvor den Kriminal- und Ermittlungsdienst der Polizeiinspektion Süd geleitet hat.

Bei einer Feierstunde am Freitag wurde Westermann, der wegen der Nähe zu seinem Wohnort an den Deister wechselt, mit überschwänglichen Worten verabschiedet. „Sie haben den Bürgerinnen und Bürgern einen professionell arbeitende und bürgernahe Polizei präsentiert“, sagt Polizeipräsident Volker Kluwe. Die Aufklärungsquote sei in Laatzen in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen, die Zahl der Straftaten sei 2017 und 2018 rückläufig. Für seine Kollegen eingesetzt habe sich Westermann nach der Messerattacke auf einen Polizisten in der Laatzener Wache im März. Teil des neuen Sicherheitskonzeptes sei die Aufhängung von Kameras in den Wachen der Polizeiinspektion (PI) Süd, zu der auch Laatzen gehört. „Ein Kümmerer, der auf Worte Taten folgen lässt“ – so charakterisierte die Leiterin der PI Süd Ilka Kreye die Arbeit Westermanns.

Anzeige

Nachfolger ist Roland Einbrodt. Der 54-Jährige kennt Laatzen bereits durch seine Tätigkeit als Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes der PI Süd von 2016 bis 2018. Zuvor hatte er unter anderem sieben Jahre lang die Polizeistation Kleefeld geleitet und war bei der Polizeidirektion Hannover von 2013 bis 2016 im Dezernat zur Kriminalitätsbekämpfung tätig. Bürgermeister Jürgen Köhne hofft nicht nur aufgrund einer besonderen Wohnortnähe auf eine Fortsetzung der engen Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Polizeikommissariat: „Wir haben festgestellt, dass wir geschätzte 70 Meter auseinander wohnen“, sagte Köhne, der in Gehrden lebt.

Einbrodt sieht in der Bekämpfung von Einbruchsdiebstählen eine der wichtigsten anstehenden Aufgaben. „Dies beeinträchtigt das Sicherheitsgefühl der Beteiligten sehr stark“, sagt der 54-Jährige, der aus eigener Erfahrung spreche: Er selbst sei vor einigen Jahren Opfer eines Einbruchs gewesen. Bei der Begrüßung hob er auch die Arbeit der Kontaktbereichsbeamten hervor, deren Außenwirkung besonders wichtig seien. Grundsätzlich wolle er auf der bisherigen Arbeit in Laatzen aufbauen: „An der Bürgernähe und Präsenz der Polizei wird sich mit Sicherheit nichts ändern.“

Polizei sucht neues Domizil

Das Polizeikommissariat Laatzen zieht um: Wie bei der Feierstunde am Freitag bekannt wurde, werden Stadtverwaltung und Polizei bei einem Rathausneubau künftig wohl nicht mehr im gleichen Gebäude untergebracht sein. Die Stadt habe angekündigt, dass eine Beendigung des Mietverhältnisses ab 2022 zur Diskussion stehe, sagte Polizeipräsident Volker Kluwe. Beide Seiten strebten aber auch für die Zukunft eine räumliche Nähe an – „wenn auch nicht unter einem Dach“, wie Kluwe erläuterte. „Wir sind mit dem Bürgermeister in sehr guten Gesprächen.“

Bürgermeister Jürgen Köhne ergänzte, dass auch die Stadt von der Nachbarschaft im Rathaus erheblich profitiere und deshalb bei der Suche nach einem neuen Domizil in direkter Nähe zur Stadtverwaltung helfen wolle. „Ich bin zuversichtlich, dass das gelingt.“ Mit dem Umzug würde eine aus polizeilicher Sicht missliche Zweiteilung des Kommissariats beendet: Bislang sind die Beamten auf das Erdgeschoss und die elfte Etage des Rathauses verteilt. jd

Von Johannes Dorndorf

21.12.2018
24.12.2018