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Region Laatzen Nachrichten Klinikum will die Notaufnahme ausbauen
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00:15 21.09.2018
Wollen den Klinikstandort Laatzen ausbauen (von links): Der Chefarzt der Inneren Medizin Jan Rudolf Ortlepp, die seit Mai auch für die Krankenhäuser in Großburgwedel und Lehrte mit zuständige ärztliche Direktorin Anje Hoffmann und die neue Laatzener Chefärztin der Neurologie Katharina Hein. Quelle: Astrid Köhler
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Grasdorf

Die Notfallaufnahme am Klinikum Agnes Karll ist Geschichte. Seit Kurzem prangt der Schriftzug „Zentrale Notaufnahme“ über dem von Rettungswagen anzufahrenden Seiteneingang des Grasdorfer Krankenhauses, und dahinter steckt mehr als ein Wortwechsel. Der Bereich soll 2019 umgebaut und erweitert werden.

Die Notfallaufnahme verweise noch auf alte Strukturen und Zeiten, als vorrangig Unfallopfer ins Krankenhaus gebracht wurden, erklärt Jan Rudolf Ortlepp, seit April Chefarzt der Inneren Medizin. Der Anteil der Verletzten ist auch dank sichererer Fahrzeuge seit Jahrzehnten rückläufig. Stattdessen sind unter den 460 Patienten, die durchschnittlich pro Woche in die Notaufnahme gebracht werden oder kommen, immer mehr ältere Menschen, Patienten mit Schlaganfällen, Herzinfarkten oder mit anderen Akuterkrankungen. Diese Notfallpatienten könnten in Laatzen zwar schon jetzt gut versorgt werden, doch soll dort zahlenmäßig und qualitativ künftig noch mehr möglich sein.

Archiv wird ausgelagert

„Wir wollen das Klinikum Agnes Karll nachhaltig und zukunftsfähig ausbauen“, betont Antje Hoffmann, seit Mai neue medizinische Direktorin für die drei Regionskliniken in Laatzen, Großburgwedel und Lehrte. Diese stehen unter anderem im Wettbewerb mit der MHH, dem Vinzenzkrankenhaus und Klinken im Landkreis Hildesheim. Um bei der Patientenversorgung noch besser zu werden, soll der Notaufnahmebereich in Grasdorf in der Fläche um fast die Hälfte größer werden: von 300 auf 440 Quadratmeter. Ein Anbau für die zusätzlichen Räume sei nicht erforderlich, betont Hoffmann. Vielmehr werde „nach innen“ erweitert und das Krankenhausarchiv ausgelagert.

Was gleichfalls geplant ist: Die Anschaffung eines weiteren Computertomografie-Scanners (CT), mit dem Patienten direkt in der Notaufnahme untersucht werden können. Zwar verfügt das Krankenhaus seit Herbst 2017 über ein neues Gerät für hochauflösende Aufnahmen, doch steht dieses im zweiten Stock. Mit dem Zusatzgerät könnten Kopf- und andere Verletzungen direkt in der Notaufnahme untersucht werden – ohne durchs Haus geschoben zu werden. „Zeit ist Hirn“, zitiert Chefarzt Ortlepp einen gängigen Satz bei der Behandlung von Schlaganfallpatienten.

Fast jeder Vierte der jährlich rund 10.000 stationär aufgenommenen Notfallpatienten (23 Prozent) muss in Grasdorf neurologisch behandelt werden. Die geplanten Investitionen in die Notaufnahme kämen allen Bereichen zugute, betont Ortlepp, der seit September auch Ärztlicher Leiter der Notaufnahme ist. Wie in den Standort Grasdorf investiert wird, macht auch die Personalie Katharina Hein deutlich. Die habilitierte Neurologin von der Universitätsmedizin Göttingen ist seit Juni neue Chefärztin in Grasdorf.

Unabhängig von den geplanten Maßnahmen in der Notaufnahme schreitet die Sanierung des Krankenhauses in Grasdorf voran. Von 2016 bis 2019 will das Klinikum Region Hannover dort 12 Millionen Euro in moderne Stationen, OP-Säle und die technische Ausstattung investieren. Noch dieses Jahr sollen die ausstehenden Sanierungen auf der dritten Etage abgeschlossen werden. Vorausgesetzt, es finden sich Gewerke für die bereits genehmigten Arbeiten, ergänzt die medizinische Direktorin Hoffmann.

Mehr Wertschätzung für Pfleger

Neben baulichen stehen im Grasdorfer Klinikum auch inhaltliche Veränderungen an. Ziel sei eine neue Managementstruktur, die ein gleichberechtigtes Arbeiten von Pflegern und Ärzten auf einer Ebene ermöglicht. Die Berufszufriedenheit von Pflegern ließe sich mit Wertschätzung, mehr Verantwortung und Befugnissen steigern. Auch gelte es, die Zusammenarbeit mit den Rettungsdiensten sowie den niedergelassenen Haus- und Fachärzten zu intensiveren. Für Mittwoch bietet das Klinikum Agnes Karll erstmals eine gemeinsame Fortbildung für 20 Rettungskräfte und 30 Ärzte an. Derlei soll es künftig vierteljährlich geben.

Von Astrid Köhler

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