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Region Laatzen Nachrichten Erst 10 Tage nichts, dann ist der Briefkasten voll
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00:15 19.01.2019
16 Sendungen an einem Tag: Seit Weihnachten hatte Eva Friedenberg keine Post mehr bekommen. Am 7. Januar dann quoll ihr Briefkasten fast über. Darunter war auch ein am 23. Dezember abgestempelter Brief mit Weihnachtsgrüßen. Quelle: Astrid Köhler
Grasdorf

Gibt es ein Problem mit der Post in Laatzen? Mehrere Grasdorfer und allen voran Eva Friedenberg meinen Ja. Bei der Anwohnerin des Sonnenwegs blieb der Briefkasten zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag am 6. Januar komplett leer. Am Tag darauf aber steckten dann plötzlich 16 Sendungen im Kasten.

„Es war sogar noch ein Weihnachtsbrief dabei“, erzählt Friedenberg. Dem Stempel nach wurde dieser am 23. Dezember im Postleitzahlbereich 30 aufgegeben. Dennoch brauchte der Weihnachtsbrief – die Feiertage herausgerechnet – zehn Zustelltage, bis er mit diversen anderen Schreiben bei der Adresse im Sonnenweg eintraf. Bei ihrer Tochter, die gegenüber wohnt, sei nach einer Pause und fast auf den Tag genau ein ähnlich großer Stapel angekommen, versichert Friedenberg.

Dieser am 23. Dezember im Postleitzahlbereich 30 abgestempelte Weihnachtsbrief benötigte aus unerfindlichen Gründen zehn Tage, eh er in Grasdorf zugestellt wurde. Quelle: privat

„Wellenbewegungen“ bei der Zustellung registriere sie schon seit längerer Zeit und nicht erst seit dem Zeitungsbericht über die geschilderten Probleme eines Vielschreibers aus Grasdorf vor knapp einem Jahr, betont Friedenberg. Der Grasdorfer Konrad Pfeifer hatte im Herbst 2017 angefangen Buch zu führen und diverse Pausen bei der Zustellung festgestellt. Seinerzeit hatte die Post unter anderem auf auf arbeitsrechtliche Vorgaben verwiesen.

Sie wisse, dass ihre Straße am Ende eine Zustellbezirks liege und dass die Postmitarbeiter dazu angewiesen sind, ihre Tour abzubrechen, wenn die maximale Arbeitszeit überschritten wird, betont Friedenberg. Gleichwohl frage sie sich, ob es nicht möglich sei, die Zustellrunde von wechselnden Punkten aus zu starten, „damit wir nicht immer unter den letzten Adresse sind“.

Genau dies sei gängige Praxis, betont Post-Sprecher Jens-Uwe Hogardt: Wenn Touren aufgrund hohen Sendungsmengen oder Arbeitszeitgesetze abgebrochen werden müssten, werde am Folgetag genau dort anfgefangen, wo aufgehört wurde, sagt Hogardt: „Wir sind sicher, dass das die Kollegin das auch so gemacht hat.“ Angesprochen auf die augenscheinliche Zustellpause bei der Familie im Sonnenweg zwischen Weihnachten und dem 7. Januar sagte der Sprecher: „Wir würden es als sehr bedauerlich bezeichnen, wenn es so gewesen sein sollte.“ Dennoch: Von einem Problem im Grasdorfer Bezirk sei dem Unternehmen nichts bekannt und die Zustellsituation sei zwischen den Jahren recht stabil gewesen. „Wir waren auf jeden Fall unterwegs“, so der Post-Sprecher. Verzögerungen könnten auch schon früher entstehen, durch Fehlsortierungen und durch die Feiertage. Dass Briefkästen tageweise leer blieben, liege auch daran, dass insgesamt weniger geschrieben werde.

Anwohner bestätigen „Wellenbewegungen“ bei Zustellung

Dass die Post indes in den von Friedenberg geschilderten Wellenbewegungen ankommt, bestätigen mehrere Grasdorf und auch speziell Anwohner im Sonnenweg. „Es ist normal, dass mal länger Zeit nichts kommt, und plötzlich ist ein Schwung da“, sagte Christine Steege. Darunter seien dann auch Sendungen, die eindeutig schon länger unterwegs sind. Adelheid von Gualtieri-Rehmann hat schon Einladungsschreiben aus ihrem Briefkasten gezogen, die sich auf Veranstaltungen oder Aktionen in der Vergangenheit bezogen. Auch die mit der Post und einer kostenlosen TV-Zeitschrift zugestellten Werbeprospekte kamen mitunter erst an, als schon Angebote abgelaufen waren. Beschwert habe sie sich schon. Ihr sei dann gesagt worden es sei nichts bekannt, aber es solle weitergegeben werden, sagt die Grasdorferin, die versucht gelassen zu bleiben: „Was soll ich mich aufregen?“

Von Astrid Köhler

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