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14:45 15.07.2018
Mehr als 300 Aktive und Zuschauer kommen zum Pétanque-Turnier an der Sportanlage Erbenholz.
Mehr als 300 Aktive und Zuschauer kommen zum Pétanque-Turnier an der Sportanlage Erbenholz. Quelle: Torsten Lippelt
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Rethen

Seit Freitagnachmittag und noch bis Sonntagabend geht es auf der Sportanlage am Erbenholz rund – allerdings nicht mit Fußbällen, sondern mit Metallkugeln beim „Lion Rouge“-Pétanque-Turnier. Das ist die Wettkampfvariante des Freizeitboulespiels. Bei beiden gilt es, seine Metallkugeln möglichst nah an die Schweinchen genannte Zielkugel zu werfen. 256 Sportler aus ganz Deutschland sowie aus Belgien und erstmals aus Schweden sind zu den Wettkämpfen gekommen, zu denen die 60 Mitglieder zählende Pétanque-Abteilung des TSV Rethen zum inzwischen vierten Mal eingeladen hatte.

„Einige sind mit ihren am Sportplatz abgestellten Wohnmobilen sogar schon am Mittwoch angereist, um die Turnierteilnahme gleich mit einem kleinen Urlaub zu verbinden“, sagte Rethens Pétanque-Präsident Frank-Peter Zipperling. Gemeinsam mit den zehn Migliedern des Festausschusses und insgesamt rund 40 Helfern vom TSV – „darunter sogar ein paar Handballdamen“, so Zipperling – organisierte der Pattenser das Turnier, bei dem jeder fand, was ihm Spaß machte. So hatten bereits am Freitagabend etwa 150 Aktive bis an einem sonst dienstags in Hannover gespielten Zwickelturnier teilgenommen.

Der Samstag stand für die ab morgens antretenden 128 Zweierteams ganz im Zeichen der Vorrunde des „Lion Rouge“-Turniers – nach dem roten Löwenlogo der Rethener Pétanquespieler benannt – und der „Trophée du Dimanche“ sowie dem abendlichen „Partylöwenturnier“. Am Sonntag folgten die Hauptrunden bis hin zu den abendlichen Finalspielen.

Für die besten Teams gibt es Geldpreise bis maximal 320 Euro, dazu zwei Wanderpokale, 64 Medaillen und 20 rote Häkel-Löwen.

Auch die schlechtesten Spieler wurden mit einer Tradition dieser Sportart geehrt. Wer zu Null verlor, musste das ausgehängte (Plastik-)Hinterteil von Fanny küssen. „Da gibt es eine alte Geschichte aus Marseille um eine diesbezügliche Wette, wo der Verlierer dann den Po der Fanny heißenden Gastwirtsfrau küssen musste“, pflegt auch Frank-Peter Zipperling beim TSV Rethen diese unterhaltsame Tradition.

„Boule- und Pétanqueliebhaber spielen gern und haben Spaß“, verwies er auf parallel laufende Mini-Turniere und das so genannte Ferkelwemsen, bei dem die Schweinchen-Kugeln mit Punktwertung und für Sachpreise gezielt in drei unterschiedlich große Metalleimer geworfen werden sollten.

Nicht nur Bürgermeister Jürgen Köhne, der am Samstag zur offiziellen Eröffnung gekommen war, sondern auch die Spieler und Gäste zeigten sich von der Turnier-Atmosphäre sehr angetan, wie beispielsweise der teilnehmende BV-Ibbenbüren-Bundesligaspieler Frank Günther. „Die Ausrichter machen das hier mit soviel Freude – das überträgt sich auf die Teilnehmer“, sagte er. „Die entspannte Atmosphäre sorgt für ein echtes Urlaubsfeeling“. Das war wohl auch dadurch bedingt, dass die Rethener selbst aktiv am Turnier gar nicht teilnahmen, um organisatorisch ihre vielen Gäste perfekt umsorgen zu können.

Von Torsten Lippelt