Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Stadtbahnen stehen fast zwei Stunden still
Region Laatzen Nachrichten Stadtbahnen stehen fast zwei Stunden still
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:39 25.07.2018
Wegen eines Oberleitungsschadens nahe der Stadtbahnhaltestelle Rethen fuhr am Mittwochnachmittag lang zwei Stunden lang keine Stadtbahn.
Wegen eines Oberleitungsschadens nahe der Stadtbahnhaltestelle Rethen fuhr am Mittwochnachmittag lang zwei Stunden lang keine Stadtbahn. Quelle: Astrid Köhler
Anzeige
Rethen

Wegen eines Oberleitungsschadens im Bereich der Wendeschleife Rethen ist am Nachmittag nahezu der komplette Stadtbahnverkehr der Linie 1 und 2 für fast zwei Stunden ausgefallen. Hunderte Fahrgäste waren betroffen, als gegen 14.50 Uhr plötzlich der Strom wegblieb.

Für den Zeitraum der Instandsetzungsarbeiten setzte die Üstra zwischen der Alt-Laatzener Haltestelle Birkenstraße und Gleidingen einen Schienenersatzverkehr ein. Zwischen Sarstedt und Gleidingen wiederum fuhr eine Stadtbahn als Pendelzug.

Üstra: Stromabnehmer wird untersucht

Grund für die Störung sei der Stromabnehmer einer Stadtbahn gewesen, der mit einer Oberleitung in Konflikt kam und diese beschädigte, erklärte Üstra-Sprecher Udo Iwannek auf Nachfrage: „Wir wissen noch nicht genau, wie es sich zugetragen hat, werden den Stromabnehmer aber untersuchen, bevor wir die Bahn wieder auf die Strecke lassen.“

Während die Fahrgäste der auf freier Strecke oder in den Haltestellen stehenden Stadtbahnen selbige verlassen und auf Busse umsteigen konnten, mussten die Fahrer an Ort und Stelle in der Hitze ausharren. Und auch ein Team des städtischen Betriebshofes hatte Pech: Kurz vor Feierabend waren die Mitarbeiterin Marie Libor und ihre Kollegen Daniel Hilscher und Tomaz Radziemski noch zum Abladen von Grünzeug auf den Rethener Kompostplatz gefahren, doch als sie diesen wieder verlassen wollten, versperrte plötzlich eine Stadtbahn die einzige Ausfahrt. Ihr Fahrzeug einfach stehen lassen konnten sie nicht, wegen der auf der Pritsche transportierten Geräte.

So warteten die Drei wahlweise im Schatten oder im klimatisierten Auto an der Ausfahrt. „Man kann nicht die ganze Zeit draußen stehen“, sagte Libor, die wie ihre Kollegen bereits seit 6 Uhr im Freien Dienst schob. Mit reichlich Wasser – ein Supermarkt war zum Glück gleich um die Ecke – und zwei Runden Eis wartete das Betriebshoftrio in der Nachmittagshitze auf die Freigabe der Strecke.

Um 16.36 wurde schließlich das Ende der Störung gemeldet und kurze Zeit später rollten die ersten Bahnen wieder. In der Folge gab es noch leichte Verzögerungen.

Von Astrid Köhler, naw