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Region Laatzen Nachrichten Neues Rathaus: Stadt will 2020 Architektenwettbewerb starten
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00:15 28.06.2019
Die Stadt will auf dem Marktplatz ein neues Rathaus bauen, das dann weniger Etagen, dafür aber eine größere Grundfläche hat. Für die Polizei, die derzeit im Erdgeschoss und der elften Etage untergebracht ist, sind im Neubau keine Räume mehr vorgesehen. Quelle: Astrid Köhler
Laatzen-Mitte

Das Rathaus in Laatzen ist schmal, sehr hoch und nach bald fünf Jahrzehnten nicht mehr zeitgemäß, weshalb es bald durch einen Neubau ersetzt werden soll. Wie dieser genau aussehen könnte, ist hingegen noch völlig unklar. Um möglichst viele Anregungen und eine große Auswahl an Entwürfen für das geschätzt 20 bis 30 Millionen Euro teure Bauprojekt zu bekommen, will die Stadt für 2020 einen Architektenwettbewerb ausloben und anschließend einen Generalunternehmer mit der Bauleistung beauftragen. Der Fachausschuss hat dem vor der entscheidenden Ratssitzung am Donnerstag, 27. Juni, bereits zugestimmt.

Für einen Neubau dieser Größenordnung komme eine Vielzahl von Umsetzungsmöglichkeiten infrage, hatte die Verwaltung jüngst vor der Abstimmung im Stadtentwicklungsausschuss deutlich gemacht. In die engere Wahl kamen wegen der „bekannten Ressourcenthematik“ – gemeint sind unter anderem die vielen Laatzener Bauprojekte und die angespannte Personallage – außer dem Architektenwettbewerb auch noch die direkte komplette Vergabe an eine einzige Firma – den sogenannten Totalunternehmer –, ähnlich wie für den Neubau des Erich-Kästner-Schulzentrums. Im Vergleich der Kriterien schnitt der Architektenwettbewerb für Laatzen aber besser ab.

Europaweites Vergabeverfahren

So seien im europaweiten Vergabeverfahren bei einem Totalunternehmer in der Regel nur bis zu sechs Teilnehmer zugelassen, in einem Architektenwettbewerb hingegen 25 Beiträge, gab die Verwaltung zu bedenken. Auch seien bei einem Wettbewerb die Entwürfe zu einem späteren Zeitpunkt noch anzupassen. Die Kosten- und Terminsicherheit sowie der Personalbedarf seitens der Verwaltung sei in beiden Verfahren ähnlich hoch, die breiten Beteiligungsmöglichkeiten hingegen nur beim Architektenwettbewerb gegeben.

Baufeld zwischen Rathaus und Stadthaus

Der Wettbewerb solle idealerweise Mitte 2020 starten, teilte Stadtrat Axel Grüning auf Nachfrage mit. Die Vorgaben im Einzelnen seien noch zu erarbeiten und festzulegen. Ein genaues Baufeld gebe es ebenfalls noch nicht. Es werde auf dem Marktplatz zwischen Rat- und Stadthaus liegen und die Abstände zu den Straßen und der Wohnbebauung berücksichtigen. Mit dem Neubau werde der gleichfalls umzugestaltende Marktplatz zwar kleiner, doch solle dieser grundsätzlich als Platz erkennbar bleiben, so Grüning.

Klar ist, dass das neue Laatzener Rathaus niedriger als das jetzige elfgeschossige Gebäude werden und auf einer deshalb größeren Grundfläche neben dem Altgebäude errichtet werden soll. Die Verwaltungsmitarbeiter und auch die künftig deutlich größer geplante Stadtbücherei verbleiben währen der Arbeiten in ihren Räumen und ziehen erst nach der Fertigstellung des Neubaus um. Als Bauzeit sind zwei Jahre anvisiert. Die zuletzt mit 20 bis 30 Millionen Euro seien dann genauer zu beziffern, wenn das Raumprogramm feststehe.

Neuer Standort für Polizei ist noch unklar

Offen ist noch, wohin künftig das Polizeikommissariat kommt. Derzeit nutzt die Laatzener Polizei Teile des Erdgeschosses und die elfte Etage im Rathaus. „Im Neubau werden keine Räume für die Polizei vorgesehen“, betonte Stadtsprecher Matthias Brinkmann. Die Polizei sei darüber informiert und die Stadt unterstütze bei der Immobiliensuche. Tatsächlich habe die Polizei noch keinen neuen Standort gefunden, und es gebe auch keinen in der engeren Wahl, bestätigte ein Sprecher. Die Polizei sei weiter auf der Suche. Immerhin: Bis zum geplanten Abriss des alten Rathauses kann das Kommissariat am Standort verbleiben.

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Von Astrid Köhler

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