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Region Laatzen Nachrichten Nach Rohrbruch: Wasserleitung ist repariert
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00:18 03.10.2018
Der Rohrbruch in Laatzen ist repariert, nun wird langsam wieder der Druck in der Leitung erhöht. Außerdem muss sie bakteriell gereinigt werden. Quelle: Felix Harbart
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Laatzen

Der beschädigte Abschnitt der Wasserleitung am Reinekamp ist repariert. Enercity hatte im Zweischichtbetrieb gearbeitet und die Reparatur an der Transportleitung am Sonntag abgeschlossen. „Jetzt werden wir sie langsam wieder in Betrieb nehmen“, sagt Konzernsprecher Carlo Kallen. Das Rohr mit einem Durchmesser von 800 Millimetern hatte vergangenen Donnerstagabend nachgegeben, über mehrere Stunden traten rund 20.000 Kubikmeter Wasser aus. Dies hatte zur Folge, dass etwa 10.000 Haushalte auf dem Trockenen saßen, darunter das nahegelegene Klinikum Agnes Karll.

Laut Kallen wird nun zunächst nach und nach der Druck im Rohr gesteigert. „Bei Wasser ist es nicht wie bei Strom, den man einfach wieder einschalten kann“, sagt er. Würde der Druck zu schnell erhöht, drohen weitere Schäden im gesamten Rohrsystem. Außerdem muss der neue Leitungsabschnitt ausreichend gespült werden, um frei von Keimen und Bakterien zu sein. Kallen: „Das Rohr muss auch aus hygienischer Sicht wieder freigegeben werden.“ Da dies einige Zeit in Anspruch nimmt und kontrolliert werden muss, wird voraussichtlich erst ab Donnerstag wieder alles wie gewohnt funktionieren. „Dann machen wir auch das Bauloch wieder zu“, so Kallen.

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Enercity hatte am vergangenen Donnerstag gegen 21.15 Uhr einen massiven Druckabfall in Laatzen registriert, erst eine Stunde später war das Leck geortet. Das Rohr verbindet das Wasserwerk Grasdorf mit Laatzen. Das Klinikum Agnes Karll wird zurzeit über eine Notleitung mit Wasser versorgt – es war direkt an die gebrochene Verbindung angeschlossen. Bei den übrigen Haushalten hatte sich der Leitungsdruck bis zum Freitagmorgen wieder normalisiert.

Materialermüdung wohl die Ursache

Der Wasserversorger geht davon aus, dass Materialermüdung die Ursache für den Rohrbruch war. Das Alter des betroffenen Rohrs wird auf mehr als 50 Jahre geschätzt. Bis Donnerstag übernehmen die beiden Wasserwerke im Norden Hannovers die Versorgung von Laatzen. „Normalerweise arbeiten sie mit einer Auslastung von 90 Prozent“, sagt Kallen, „nun sind es eben kurzzeitig 100 Prozent.“ Der Rest werde durch das weitverzweigte Leitungsnetz aufgefangen.

Von Peer Hellerling