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Region Laatzen Nachrichten Nach 27 Jahren: Miersch (SPD) legt sein Ratsmandat in Laatzen nieder
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00:19 03.12.2018
Der SPD-Parlamentarier Matthias Miersch ist nicht nur stellvertretender Vorsitzender der Bundestagsfraktion sondern auch noch Mitglied im Rat der Stadt Laatzen. Nach 27 Jahren gibt er das Amt ab. Quelle: dpa (Michael Kappeler)
Laatzen

Die Ratsfraktion der SPD in Laatzen verliert ihr bekanntestes Gesicht: Nach 27 Jahren will Matthias Miersch sein Mandat „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ niederlegen. Als Grund nennt der 49-jährige Parlamentarier das zuletzt noch einmal weiter gewachsenes Aufgabenspektrum als stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion sowie Differenzen mit der Ratsopposition in Sachen Pairing.

Bürgermeisterwahl 1996: Der damals 27-jährige Matthias Miersch (links) feiert mit dem SPD-Spitzenkandiaten und Wahlsieger Hauke Jagau sowie weiteren Sozialdemokraten den Erfolg von 55 Prozent. Quelle: Uhlenhut (Archiv)

Seine Präsenz in Berlin sei während der Plenartage unerlässlich und machten es ihm unmöglich zu jeder Ratssitzung nach Laatzen zu kommen, auch nicht zu der nächsten am 13. Dezember, teilte Miersch in einem Schreiben an die Stadt mit. Da die Opposition zudem offensichtlich nicht mehr bereit sei, eine Pairing-Absprache jenseits von Krankheitsfällen zu praktizieren, komme zu seiner großen Arbeitsbelastung noch ein weiteres Argument für den Verzicht hinzu, so der Grasdorfer.

„Nach 27 Jahren Mitgliedschaft im Rat der Stadt Laatzen fällt mir dieser Schritt außerordentlich schwer“ schreibt Miersch. Die Anbindung an die Kommunen seines Wahlkreises werde er aber auch künftig durch den Ständigen Ausschuss mit den Bürgermeistern pflegen und leben. Dem Rat wünsche er „eine gute Streitkultur, die notwendige Portion Glück bei schwierigen Entscheidungen und eine feste gemeinsame Basis, die das Wohl unserer Stadt immer im Blick hat“.

Dass Matthias Miersch keine Möglichkeit mehr habe, das Ratsmandat weiter auszuüben sei „außerordentlich bedauerlich“, betonte SPD-Fraktionschef Ernesto Nebot, der Miersch nach eigenen Worten viel zu verdanken hat und von dem er 2005 den Fraktionsvorsitz übernahm. Jüngst soll es

CDU weist Vorwurf zurück

CDU-Ratsfraktionschef Christoph Dreyer, der einst mit Mierschs zusammen das Jugendparlament in Laatzen aufgebaut hatte, lobte dessen Einsatz als ernsthaft bemühten Kommunalpolitiker und dankte für die verlässliche und angenehme Zusammenarbeit. Miersch sei ein rhetorisch begabter Verhandlungspartner, der „hart aber fair“ arbeite und Laatzen nach Berlin getragen habe, so Dreyer. Den Hinweis jedoch, dass mangelndes Pairing seitens der Opposition die Entscheidung bestärkt habe, bezeichnete der Christdemokrat als fadenscheinig. Bei Krankheitsfällen sei dies immer akzeptiert worden und wer seine Leute sonst nicht an Bord habe, wie mitunter auch die CDU-Gruppe, sei unter Umständen selbst schuld. „Wir sind nicht die Mehrheitsbeschaffer der Ratsmehrheitsgruppe“, so Dreyer.

Der Sitzverlust des auch in Berlin wohnenden Grasdorfers wird voraussichtlich in der nächsten Ratssitzung am Donnerstag, 13. Dezember, festgestellt. Vermutlich wird das SPD-Mandat dann auch schon neu vergeben werden. Nachrücker Jan-Maximilian Teiwes aus Alt-Laatzen erhält dieser Tage offizielle Post von der Stadt, ob er das Mandat annimmt. Gegenüber Parteivertretern soll er bereits seine Zustimmung signalisiert haben. Der 46-Jährige arbeitet in der Personalabteilung von VW in Wolfsburg.

Ein rascher Übergang ist wichtig für die SPD, weil sich neben Miersch derzeit noch zwei weitere SPD-Ratsmitglieder berufs- oder studienbedingt außerhalb von Niedersachsen aufhalten. Bei der Ratssitzung im Dezember stehen haushaltsrelevante Entscheidungen an, bei denen es in der Mehrheitsgruppe mitunter auf jede einzelne Stimme ankommt.

Von Astrid Köhler

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