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Region Laatzen Nachrichten So helfen hiesige Feuerwehren in Meppen
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00:18 26.09.2018
Feuerwehrleute machen sich in Laatzen bereit für den Einsatz in Meppen. Quelle: Stadtfeuerwehr Laatzen
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Hemmingen/Laatzen/Pattensen

Seit Freitagabend helfen insgesamt 140 Feuerwehrleute aus Hemmingen, Laatzen, Pattensen und Springe beim Löschen des Moorbrandes auf dem Bundeswehr-Gelände in Meppen. Am Sonntagnachmittag sollen sie von Feuerwehrmitgliedern aus Garbsen, Neustadt und Wunstorf abgelöst werden. Diese Zeitung fasst die wichtigsten Fragen und Antworten zu dem Thema zusammen.

Warum entsenden gerade diese Städte Helfer?

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Die vier Kommunen im Süden der Region gehören zum Brandschutzabschnitt 3 und stellen die Regionsfeuerwehrbereitschaft 3. Zu einer weiteren Bereitschaft gehören Garbsen, Neustadt und Wunstorf. Wer ausrückt, wird je nach Lage und der jeweiligen Ausrüstung entschieden. Der Landkreis Meppen hat in diesem Fall eine entsprechende Anfrage an die Region Hannover gestellt.

Sind die vier Feuerwehren gemeinsam losgefahren?

Ja, am Freitag, 21. September, gegen 22.30 Uhr ab Ronnenberg. Der Alarm ging um 19.30 Uhr ein. Bis 21 Uhr hatten die Feuerwehrleute in den Städten Zeit, um alles zusammenzupacken und sich an den Treffpunkten einzufinden.

Was ist ihre Aufgabe in Meppen?

Details dürfen nicht genannnt werden, sagte Brandschutzabschnittsleiter Eric Pahlke, denn es handele sich um militärisches Sperrgebiet. Bekannt wurde aber, dass die Laatzener zum Beispiel eine sogenannte Riegelstellung aufgebaut haben, damit sich das Feuer nicht weiter ausbreiten kann. Das teilte Stadtfeuerwehrsprecher Gerald Senft mit. Die Pattenser haben Wasserwerfer aufgebaut, erläuterte Stadtbrandmeister Henning Brüggemann. Eine eindrucksvolle Zahl nannte Springes Stadtbrandmeister Herbert Tschöpe: Die Springer haben 4 Millionen Liter Wasser aus einem Brunnen gefördert.

Feuerwehrleute machen sich in Laatzen bereit für den Einsatz in Meppen. Quelle: Stadtfeuerwehr Laatzen

Geht es den Feuerwehrleuten der Bereitschaft 3 soweit gut?

Ja, bislang ist nichts Gegenteiliges bekannt geworden.

Wo schlafen die Helfer?

Die Nacht zu Sonnabend haben sie in einer Turnhalle verbracht. In der Nacht zu Sonntag haben etliche Feuerwehrleute in Fahrzeugen übernachtet.

Wie viele Feuerwehrleute und Fahrzeuge sind es genau?

Die meisten hat Springe gestellt (44 Feuerwehrleute, 6 Fahrzeuge), gefolgt von Pattensen (35 Feuerwehrleute, 5 Fahrzeuge), Hemmingen (33 Feuerwehrleute/5 Fahrzeuge) und Laatzen (28 Feuerwehrleute/5 Fahrzeuge).

Wussten die Helfer am Freitagabend, wann sie zurückkehren?

Es war abzusehen, dass der Einsatz im rund 250 Kilometer entfernten Meppen zwei Tage dauern würde.

Feuerwehrleute machen sich in Laatzen bereit für den Einsatz in Meppen. Quelle: Stadtfeuerwehr Laatzen

Für wann wird die Bereitschaft 3 zurückerwartet?

Die Helfer werden – sicherlich erschöpft - in der Nacht zu Montag zurückkehren.

Müssen sie am Montagmorgen wieder arbeiten?

Stadtbrandmeister Henning Brüggemann zum Beispiel hat für die Feuerwehrleute aus Pattensen empfohlen, zu Hause zu bleiben und Verdienstausfall zu beantragen. Die meisten Feuerwehrleute sind schließlich nach einer Arbeitswoche direkt in den Wochenendeinsatz gegangen.

Warum gibt es keine Fotos von den hiesigen Feuerwehren beim Einsatz in Meppen?

Bilder sind nicht möglich, weil es sich um ein militärisches Sperrgebiet handelt.

Von Andreas Zimmer