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Region Laatzen Nachrichten "Ingeln-Oesselse ist sehr begehrt"
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15:31 17.01.2017
Heike Strehlau (Mitte) leitet seit Mai 2016 den Kindergarten St. Nicolai in Ingeln. Hier spielt sie Karten mit Enrique (4, von links), Svenja (6), Tim (5), Melinda (6) und Jonas (4). Quelle: Daniel Junker / www.junkerphoto.de
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Ingeln-Oesselse

Die 51-Jährige, die selbst in Diekholzen wohnt, absolvierte ihre Erzieherausbildung in Hildesheim. Dort arbeitete sie zunächst als Erzieherin in einem Kindergarten und einem Hort. Nach der Geburt ihrer beiden Kinder wechselte sie im Jahr 2001 in die Gemeinde Holle. "Dort habe ich sechs Jahre lang in einem Kindergarten und ein Jahr in einem Hort gearbeitet", sagt Strehlau. Im Jahr 2007 wechselte sie in eine Krippe, im Oktober 2014 begann sie eine Zusatzausbildung zum Fachwirt für Kindergartenleitung. Im Mai 2016 übernahm sie dann die Leitungsstelle in der Ingelner Einrichtung.

"Ich habe schon immer entweder im Kindergarten, im Hort oder in einer Krippe gearbeitet", sagt Strehlau. "Als Leiterin kann ich hier meine Erfahrungen aus den anderen Einrichtungen mit einbringen." Gleich zum Einstieg stand im vergangenen Juni die Feier zum 70. Geburtstag der Einrichtung an. "Da konnte ich gleich voll einsteigen. Das war natürlich nicht ganz leicht, weil ich mich erst einfinden musste." Gleichzeitig sei dies aber eine gute Gelegenheit gewesen, in der Einrichtung Fuß zu fassen.

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Dass sie sich für den Kindergarten St. Nicolai entschieden hat, hängt mit einigen Besonderheiten zusammen. "In dieser Einrichtung gibt es kleine Gruppen. Das gefiel mir gleich sehr", sagt Strehlau. Im Ingelner Kindergarten werden 37 Kinder in zwei Gruppen betreut. Da die 51-Jährige zum ersten Mal eine Leitungsstelle übernommen hat, habe sie eine kleine Einrichtung als passend empfunden. Als besonderes Merkmal hebt sie auch heraus, dass der Kindergarten nicht mit Essen beliefert wird. "Wir haben eine eigene Köchin, können damit den Speiseplan selbst bestimmen - und das Essen wird frisch zubereitet."

"Das Fachwerkhaus und die ländliche Umgebung haben mir von Anfang an gut gefallen", ergänzt sie. Am Vormittag könnten die Kinder das ganze Haus nutzen. "Das sorgt für eine gute Atmosphäre." Zudem seien sowohl die Eltern als auch ihre fünf Kollegen sehr engagiert.

Das liege vielleicht auch daran, dass sich in Ingeln-Oesselse derzeit ein Generationswechsel vollzieht: "Der Ort ist sehr begehrt", sagt die Kita-Leiterin. Es ziehe viele junge Familien hierher - nicht nur in die Neubaugebiete, sondern auch in ältere Häuser. "Ingeln-Oesselse wächst noch mehr zusammen", glaubt die 51-Jährige. Dies mache auch ihre Arbeit besonders interessant - denn die Bürger seien daran interessiert, das Ortsleben mitzugestalten. Von der alten Kluft zwischen Ingeln und Oesselse bemerke sie kaum etwas. "Für mich gibt es diese Trennung gar nicht." Das liege auch daran, dass die St.-Nicolai-Kirche, zu der der Kindergarten gehört, in Oesselse liegt.

Von Daniel Junker