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Region Laatzen Nachrichten Schüler schnuppern in Ausbildungsberufe hinein
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00:17 08.02.2018
Die Maschinenbaustudentin Sophie Homilius (von links) und Julia (13) vom Erich-Kästner-Gymnasium bohren Löcher in das Metallteil, aus dem später ein sogenannter "Heißer Draht" entsteht. Albert Markgraf, der bei Troester zum Industriemechaniker ausgebildet wird, bringt das Werkstück in Position. Quelle: Daniel Junker / www.junkerphoto.de
Laatzen/Wülfel

 Zwölf Schüler aus Laatzen lernen im Rahmen von freiwilligen Projekttagen seit Montag die Ausbildungsmöglichkeiten in zwei Betrieben kennen. Am ersten Tag waren die Neuntklässler der Albert-Einstein-Schule sowie von Erich-Kästner-Oberschule- und Gymnasium bei der Firma Troester in Wülfel zu Gast. Am Dienstag besuchen sie die Avacon Netz GmbH in Rethen. „Zum ersten Mal beteiligen sich gleich drei Schulen und zwei Betriebe an dem Projekt“, sagte Barbara Schneider von der Stiftung Niedersachsen-Metall, die die Besuche als Teil des sogenannten MINT-Netzwerks organisiert. MINT steht für die Unterrichts- und Studienfächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. 

 Schneider freute sich besonders über den hohen Anteil an Schülerinnen: „Es sind zehn Mädchen und zwei Jungen dabei, eine solche Aufteilung gibt es in diesem Berufsbereich nicht so häufig.“ 

Bei den Projekttagen erhalten die Neuntklässler Führungen sowie die Möglichkeit mit Mitarbeitern und Auszubildenden zu sprechen und mehr deren Tätigkeiten und Voraussetzungen zu erfahren. Bei Troester arbeiten unter anderem Industriemechaniker, Mechatroniker und Konstrukteure, aber auch Produktdesigner oder Programmierer. „Es gibt bei uns auch die Möglichkeit für ein Duales Studium“, sagt Ausbilder Marja Dimitrov

Die Projekttage enthalten auch einen Praxisteil. So fertigten die Schüler am Montag anhand technischer Zeichnungen den Sockel für das Geschicklichkeitsspiel „Heißer Draht“. Bei dem Spiel muss eine Drahtöse an einem gebogenen Draht entlag geführt werden ohne ihn zu berühren – sonst schließt sich ein Stromkreis und ein Ton erklingt. Die Jugendlichen setzten unter Anleitung der Ausbilder und mithilfe von Auszubildenen verschiedene Werkzeuge wie Feile, Bohrmaschine und den sogenannten Körner ein. Mit letztem und einem Hammer werden kleine Vertiefungen ins Werkstück getrieben. 

Mit entsprechendem Wissen und Werkzeug könne ein Metallstück „auf den hundertstel Millimeter genau“ bearbeiten werden, betont Eric Lange, Ausbildungsleiter bei Troester. 

Am Dienstag geht das Projekt bei der Firma Avacon Netz in Rethen weiter, wo es gleichfalls eine Betriebsführung, Gespräche und einen Praxisteil gibt. „Die Schüler löten dann die Schaltungen für den heißen Draht“, so Schneider

Die AES-Schüleri Kimberly (14) freut sich über die Projekttage: „Der Elektronikunterricht an unserer Schule macht mir sehr viel Spaß. In den Betrieben haben wir jetzt die Möglichkeit, neue Sachen dazuzulernen.“ Der 16-jährigen Oberschülerin Europi gefiel vor allem der Praxisteil: „Hier wird deutlich, dass man in Mathe, Physik und Werken gleichzeitig geschickt sein muss.“ Nina (14) von der AES war dankbar für die Möglichkeit, in unterschiedliche Berufe hineinschnuppern zu können. Dies sei hilfreich bei der Entscheidung für oder gegen einen bestimmten Bereich.

Von Daniel Junker

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