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Nachrichten 340 Laatzener räumen ihre Stadt auf
Region Laatzen Nachrichten 340 Laatzener räumen ihre Stadt auf
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00:16 02.04.2019
38 Teilnehmer ziehen vom Feuerwehrhaus in Gleidingen los. Quelle: Daniel Junker
Laatzen

Die Müllsammelaktion „Laatzen räumt auf“ war ein voller Erfolg: Rund 340 Laatzener haben sich am Sonnabend in allen Ortsteilen an der von der Stadt organisierten Aktion beteiligt. Mit Müllsäcken und Greifern ausgerüstet sind die Männer und Frauen, aber auch viele Kinder und Jugendliche, von 11 bis 13 Uhr bei schönstem Sonnenschein in allen Stadtteilen ausgeschwärmt, um Grünflächen und Straßen vom Plastik, Paper, Glas und anderen Gegenständen zu befreien. An der Aktion hatten sich auch viele Kinder- und Jugendgruppen der Ortsfeuerwehren beteiligt, in Alt-Laatzen begab sich Hund Lucky mit auf die Suche nach Unrat.

Erstmals wurde in allen Ortsteilen zum Müllsammeln aufgerufen. In den vergangenen Jahren hatte die Stadt die Aktion im Rahmen des Programms „Laatzen-Mitte wird top“ ausschließlich im Zentrum angeboten. Nun wurde sie auf das gesamte Stadtgebiet ausgebreitet – zur Freude der Beteiligten. „Bisher gab es das ja nur in Hannover und Laatzen-Mitte. Ich finde es gut, dass es die Aktion jetzt auch in den anderen Ortsteilen gibt“, findet der Gleidinger Thomas Pollak. Ähnlich äußerte sich Renate Jäger. „Es war längst überfällig, dass sich auch die anderen Ortsteile beteiligen. “

Kinder sind vom Müll genervt

Auch die Kinder stören sich an dem herumliegenden Müll. „Ich will der Umwelt helfen, darum mache ich heute mit“, sagte der neunjährige Niclas. Ähnlicher Ansicht war die zwölfjährige Merle, eine von acht beteiligten Mitgliedern der Jugendfeuerwehr Gleidingen. „Ich finde, dass der herumliegende Müll total nervt.“ Sie selbst habe einen Hund, den sie regelmäßig davon abhalten müsse, herumliegenden Müll zu fressen. Das geht auch Lilly (13) so: „Ich muss meinen Hund immer wegziehen. Es ist für ihn sehr gefährlich, wenn er das frisst. Außerdem ist der ganze Müll ja auch nicht gut für die Umwelt.“ Charlotte (8) ärgert sich insbesondere darüber, dass rund um den Gleidinger Kindergarten so viel Unrat herumfliegt.

Die jüngsten Müllsammler in Alt-Laatzen und in Gleidingen waren gerade einmal drei Jahre alt. Die Teilnehmerin Julia Legler freute sich darüber, dass die Ankündigung der Aktion auch über die WhatsApp-Gruppen der Schule und der Kindergärten verteilt und damit publik gemacht wurde.

Rethen hat die meisten Teilnehmer

Die meisten Teilnehmer waren in Rethen zum Müllsammeln gekommen. Dort trafen sich etwa 112 Freiwillige um 11 Uhr an der Feuerwache. Am Stadthaus in Laatzen-Mitte hatten sich etwa 80 Bürger getroffen, in Alt-Laatzen sammelten 64 Teilnehmer Müll ein. Von der Feuerwache in Gleidingen schwärmten 38 Helfer aus, in Ingeln-Oesselse waren 35 Bürger dabei. In Grasdorf hatten sich lediglich acht Bürger am Bouleplatz an der Ohestraße eingefunden.

Die Stadt hatte Stadtpläne mit farbig markierten Sammelgebiete an die Teilnehmer ausgegeben. In jedem Sammelgebiet zog jeweils eine Gruppe durch die Straßen und Grünflächen. Damit die Teilnehmer den Müll nicht wieder zu den Treffpunkten zurückschleppen müssen, hatte die Verwaltung einige Straßen mit gestrichelten Linien markiert. An diesen Routen konnten die Teilnehmer die Müllsäcke einfach an den Straßenrändern stehen lassen. Zum Ende der Aktion wurden die Müllsäcke von Mitarbeitern des Betriebshofes eingesammelt.

Den kuriosesten Fund verzeichneten Irmtrud Schuchardt und Manfred Vogel: Sie hatten einen Schinken entdeckt, der hinter dem Erich-Kästner-Schulzentrum an einem Band im Baum hing.

Die Stadt zeigte sich mit dem Verlauf der Aktion sehr zufrieden. „Es freut mich sehr, dass so viele Teilnehmer dabei sind, und auch so viele Kinder“, sagte Silke Pohl, die in Gleidingen die Müllsäcke und Greifer ausgab. Auch die Maren Quell, Koordinatorin für Laatzen-Mitte, und Stadtrat Axel Grüning zeigten sich begeistert. „Wir sind sehr zufrieden mit der Aktion, vor allem mit der Anzahl der Teilnehmer“, sagte Grüning. Ihn freue insbesondere, dass so viele Kinder dabei waren. Als kleines Dankeschön gab es zum Abschluss Suppe und Getränke.

Stadt kauft zusätzliche Greifer

Am Sonnabendvormittag hatten Mitarbeiter der Stadtverwaltung Plastikhandschuhe, Müllsäcke und Greifer an die Teilnehmer ausgegeben. Zusätzlich zu den 40 Müllgreifern, die die Mitarbeiter des Betriebshofes ohnehin verwenden, hatte die Stadt 220 weitere Greifer gekauft. Die Geräte werden nun beim Betriebshof zwischengelagert und sollen bei weitere Aktionen wiederverwendet werden.

Erstmals hatte sich die Stadt in diesem Jahr der Aktion „Der Norden räumt auf“ angeschlossen „Das ist ein Verbund von 15 Städten und Kommunen, der seit 2010 besteht und sich des Müllproblems annehmen will“, sagte Stadtsprecherin Ilka Hanenkamp-Ley. Unter anderem würden sich neben Laatzen Städte wie Hannover, Hamburg, Bremen Cloppenburg, Oldenburg und Delmenhorst beteiligen. „Letztes Jahr Jahr waren 160.000 Teilnehmer dabei, die insgesamt 400 Tonnen Abfälle eingesammelt haben.“

Von Daniel Junker

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