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Region Laatzen Nachrichten TSV Rethen beginnt mit Bau der neuen Gymnastikhalle
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15:03 30.07.2019
Alle helfen mit: Bürgermeister Jürgen Köhne (von links), TSV-Sportwart Matthias Bramkamp, Martin Kruse vom Seniorenbeirat, TSV-Vorsitzende Hannelore Flebbe, die stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Dieter Voigtländer und Dirk Beushausen sowie Hallen-Architektin Christel Kaczmarczyk. Quelle: Thomas Böger
Rethen

Mit dem obligatorischen ersten Spatenstich hat am Montag nach langem Vorlauf der Bau der Gymnastikhalle des TSV Rethen an der Straße Zur Sehlwiese begonnen. Die Vorsitzende Hannelore Flebbe hofft, dass die seit Jahren herbeigesehnte Halle nach den Osterferien 2020 in Betrieb genommen werden kann.

Viele Probleme führen zu Verzögerungen

Flebbe ließ bei dem offiziellen Akt am Montag noch einmal die lange Reihe von Problemen Revue passieren, die immer wieder zu Verzögerungen des Projekts geführt hatten. Wegen des Abrisses des alten Domizils am Rethener Bahnhof im Jahr 2010 – „Da steht heute Aldi“ – habe es zunächst Überlegungen gegeben, auf einem der Tennisplätze des TSV an der Peiner Straße eine Halle für Tänzer und Gymnasten zu errichten. Doch das wurde nicht realisiert. „Und das ist auch gut so“, meinte Flebbe rückblickend, denn die Mitgliederzahlen der Tennissparte seien inzwischen so hoch, dass alle Plätze benötigt würden.

Zwischenzeitlich musste man auf verschiedene Quartiere ausweichen. Flebbe bedankte sich insbesondere beim Kunstkreis für dessen Hilfe, auch wenn es dort so eng sei, dass ein Ausbreiten der Arme bei den Übungen kaum möglich sei.

2014 habe dann die Planung für die Sehlwiese begonnen – „und dann ging das Theater los“, sagte die TSV-Vorsitzende. Erst mussten Bodenuntersuchungen gemacht werden, weil es sich um einen Teil des früheren Zuckerfabrikgeländes handelte, später dann noch einmal, um nach Munitionsresten und Blindgängern aus dem zweiten Weltkrieg zu suchen.

TSV-Vorsitzende: „Wenn ihr nicht müsst, baut keine Sporthalle“

Flebbe ging auch noch einmal auf das Hickhack um den zur Finanzierung erforderlichen Zuschuss von Regions- und Landessportbund von 100.000 Euro ein. Er war zunächst verweigert worden, weil der Pachtvertrag zwischen Stadt und Verein noch nicht notariell beglaubigt war. Allein das führte zu einer Verzögerung des Projekts um ein Jahr. „2018 wurden dann auch noch mal die Vergaberichtlinien geändert“, berichtete Flebbe. Doch im März dieses Jahres kam dann endlich die Zusage. „Wenn ihr nicht müsst, baut keine Sporthalle“, riet die Vereinsvorsitzende den etwa 40 Gästen der Zeremonie mit einem Augenzwinkern.

Die Zeichnung vermittelt einen Eindruck: So soll die neue Gymnastikhalle des TSV Rethen an der Straße Zur Sehlwiese aussehen. Quelle: Zeichnung: Kaczmarczyk

„Wenn der TSV ruft, kommen immer noch viele“, wertete Bürgermeister Jürgen Köhne die Beteiligung als Zeichen der Wertschätzung für den rund 1500 Mitglieder zählenden Club. Die Geschichte der langen Planung zeige, dass es für Vereine oft ebenso schwierig sei wie für die öffentliche Hand, Bauvorhaben in angemessener Zeit abwickeln zu können. Köhne wies auf die finanzielle Beteiligung der Stadt hin – sie gibt einen Zuschuss von 160.000 Euro – und betonte, dass der Stadt die Unterstützung des Sports wichtig sei. Deshalb würden im Rat auch so gut wie alle Anträge der Vereine einhellig gebilligt. Er wünschte den am Bau beteiligten Unternehmen „gutes Gelingen“, damit der Club die Halle, wie von der Vorsitzenden erhofft, nach den Osterferien 2020 in Betrieb nehmen könne.

Das von der Hallen-Architektin und TSV-Angehörigen Christel Kaczmarczyk geplante Gebäude wird in Massivbauweise Stein auf Stein errichtet und anschließend verputzt. Die Grundfläche beträgt 25 mal 15 Meter, die Firsthöhe 6,50 Meter. Die eigentliche Halle verfügt über einen Platz von 200 Quadratmetern und eine lichte Höhe von vier Metern. Neben den Zuschüssen von Stadt und Sportbund steuert der Verein ein Eigenkapital von 100.000 Euro bei. Der Rest der mit 690.000 Euro veranschlagten Kosten soll mit Darlehen finanziert werden.

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Von Thomas Böger

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