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Region Laatzen Nachrichten Premiere geglückt: Sommerfest St. Petri mal anders
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00:19 19.06.2019
Die Laatzener Band Catch Me Back sorgt beim Publikum für gute Stimmung. Quelle: Stephanie Zerm
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Rethen

Es war eine Premiere und sie ist laut Veranstalter geglückt: Das Sommerfest der St.-Petri-Kirchengemeinde Rethen haben erstmals Jugendliche ausgerichtet.

Jugendliche organisieren Sommerfest in St. Petri

Sie haben einiges anders gemacht als bislang üblich. „Wir wollten ein Gemeindefest organisieren, das auch Menschen besuchen, die sonst nichts mit Kirche am Hut haben“, sagte Linus Melletat. Der 21-jährige Student ist ebenso wie der 22-jährige Tischler Ole Ködderitzsch seit Anfang 2018 im Kirchenvorstand. Bei der Organisation des Festes wurden sie von acht weiteren Jugendlichen aus der Gemeinde unterstützt. „Die Planungen haben rund ein Jahr lang gedauert“, berichtete Melletat. „Das war ganz schön anstrengend, hat sich aber auf jeden Fall gelohnt.“

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Denn am Sonnabend und Sonntag sind insgesamt mehr als 1500 Besucher zum Sommerfest geströmt, das dieses Jahr unter dem Motto „Kirche: Anders!“ stand. Erstmals seit 2011 wurde die Feier wieder am Sonnabendabend mit einem Konzert eröffnet. Es spielte die Laatzener Band Catch Me Back. „Die Jungs haben als Schülerband in Alt-Laatzen begonnen und vor rund zehn Jahren schon einmal bei unserem Sommerfest gespielt“, berichtete Regionaldiakon Gunnar Ahlborn, der das junge Organisationsteam mit Pastor Jens Wening bei administrativen Aufgaben unterstützte. Mittlerweile ist „Catch Me Back“ regelmäßiger Gast beim Maschseefest in Hannover und anderen Feiern in der gesamten Region. Am Sonnabendabend begeisterte die Band die Gäste rund um die St.-Petri-Kirche mit ihren individuellen Cover-Versionen bekannter Hits.

Am Sonntag ging das Fest mit einem Open-Air-Gottesdienst mit poppigen Liedern des Popkantors Til von Dombois weiter. Erstmals bekamen die Gottesdienstbesucher dabei keine Predigt zu hören, sondern einen Dialog zwischen Pastor Jens Wening und Regionaldiakon Gunnar Ahlborn über die Jahreslosung „Suche Frieden und jage ihm nach“. Statt auf Kirchenbänken saßen die Besucher an Bierzeltgarnituren. Und zum besseren Kennenlernen konnten sie beim Speeddating lustige Fragen beantworten.

Partymeile rund um die St.-Petri-Kirche

Anschließend begannen auf der Partymeile rund um die St.-Petri-Kirche zahlreiche Aktionen. Für diese hatten die Jugendliche etliche Vereine und Firmen gewonnen. Beim Verein Barber Angels etwa konnten sich Kinder schminken lassen, beim Umsonstladen der Diakonie gab es verschiedene Spiele und die Rethener Feuerwehr bot Wasserspiele an. Wer wollte, konnte die Kirche besichtigen und auf den Turm klettern.

Auch für Kritik war die Gemeinde offen. Jedermann konnte seine Ideen und Verbesserungsvorschläge an einem großen, spinnenartigen Netz befestigen. „Wir sind für alles offen und wollen alle verschiedenen Alters- und Kulturgruppen zusammenbringen“, sagte Ole Ködderitzsch. Aus Sicht von Ahlborn, der auch sein 30-jähriges Wirken als Begleiter bei den Jugendfreizeiten feierte, ist das Konzept aufgegangen: „Ich habe schon im Vorfeld viele positive Rückmeldungen von Menschen bekommen, die sonst nicht mehr in die Kirche kommen.“

Von Stephanie Zerm