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Region Laatzen Nachrichten SUV-Fahrer übersieht Radfahrer – 33-Jähriger wird schwer verletzt
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15:20 12.09.2019
Feuerwehr und Rettungsdienst versorgen den Radfahrer, der unter den SUV geraten ist. Quelle: Gerald Senft/Stadtfeuerwehr Laatzen
Rethen

Der Fahrer eines Geländewagens hat am Mittwochabend in Rethen einem Fahrradfahrer die Vorfahrt genommen, sodass dieser stürzte. Nach Angaben der Polizei wollte der 29-Jährige mit seinem Mercedes-SUV gegen 20.10 Uhr von der Braunschweiger Straße auf die Hildesheimer Straße abbiegen. Dabei übersah er offenbar den Radfahrer, der auf dem linken Gehweg in Richtung Gleidingen fuhr. Beim Versuch, dem Wagen auszuweichen, stürzte der 33-Jährige auf nasser Fahrbahn, rutschte unter das Auto und zog sich dabei mehrere Knochenbrüche zu.

Wie die Feuerwehr mitteilt, lag der Laatzener beim Eintreffen der Rettungskräfte noch für längere Zeit unter dem Geländewagen. Ein Notarzt habe ihn zunächst von der Seite aus unter dem Auto behandelt und dort dem Schwerverletzten auch erste Infusionen angelegt. Erst danach holten ihn die Einsatzkräfte mit einer Trage unter dem Wagen hervor, der Rettungsdienst brachte ihn in ein Krankenhaus in Hannover.

Ein Geländewagen hat am Mittwochabend in Laatzen-Rethen einen 33-jährigen Fahrradfahrer übersehen. Der Mann wurde bei der Kollision schwer verletzt. Rettungskräfte mussten das Opfer mit Decken vor Schaulustigen abschirmen.

Erste Meldungen, nach denen der SUV den Radfahrer überrollt haben soll, bestätigten sich nicht. Nach Polizeiangaben rutschte der 33-Jährige vielmehr so unter das Auto, dass er zwischen Vorder- und Hinterrad liegen blieb. Ob die Verletzungen ausschließlich durch den Sturz oder auch von der Kollision mit dem Mercedes herrühren, war am Donnerstag nicht zu erfahren.

Verursacht hatte den Unfall laut Polizei der Mercedes-Fahrer, der ebenfalls aus Laatzen stammt. Der Gehweg entlang der Hildesheimer Straße ist auf dieser Höhe für Radfahrer in beide Fahrtrichtungen zugelassen. Hinweise, dass die Beleuchtung des Fahrrads nicht funktioniert haben könnte, gibt es nicht.

Zahlreiche Schaulustige am Unfallort

Laut Feuerwehrsprecher Gerald Senft hatten Einsatzkräfte die Behandlung des Schwerverletzten unter dem Auto zuvor mit Decken abgeschirmt. Das Geschehen am Unfallort sei von zahlreichen Schaulustigen und Anwohnern auf Balkonen verfolgt worden. Während des Einsatzes war die Ortsdurchfahrt Rethen zeitweise in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Nur der Schienenverkehr der Stadtbahnen habe die Unfallstelle passieren können, sagte der Feuerwehrsprecher.

In Berlin war in der vergangenen Woche ein SUV von der Straße abgekommen und hatte mehrere Fußgänger an einer Ampel erfasst. Vier Menschen starben. Der Unfall löste eine Debatte aus, ob man SUV vielleicht verbieten sollte.

Von Frerk Schenker und Johannes Dorndorf

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