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Region Laatzen Nachrichten Rethen muss weiter auf Park+Ride-Fläche warten
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18:09 20.06.2019
Das städtische Gelände neben dem Bahnhof Rethen soll zur Park+Ride-Fläche werden. Quelle: Johannes Dorndorf
Rethen

Pendler müssen wohl noch länger auf den Bau der geplanten Park+Ride-Anlage am Bahnhof Rethen warten. Wie die Stadtverwaltung jetzt auf Nachfrage mehrerer Rethener Ortsratspolitiker bekannt gab, sind zwischenzeitlich unvorhergesehene Hindernisse aufgetreten. Hieß es vor einem Jahr noch, dass die Arbeiten im Frühjahr 2019 beginnen sollten, wagt die Stadt inzwischen keine Prognose mehr.

Schon im November hatte Stadtbaurat Axel Grüning angedeutet, dass sich die Arbeiten verschieben würden. Die Federführung liegt zwar bei der Region Hannover, die Stadt informiert jedoch regelmäßig im Ortsrat über den Stand. Derzeit stünden noch unter anderem Baugrunduntersuchungen aus, weil Pfähle gesetzt werden müssten, erläuterte Grüning im Ortsrat. Es liefen zudem Verhandlungen mit der Deutschen Bahn, weil Mindestabstände unterschritten würden. Zur Diskussion stehe auch eine sogenannte Sperrpause, während der der Zugverkehr ruhen muss. „Das ist wegen des Ersatzverkehrs sowohl zeitlich als auch kostenmäßig ein aufwändiges Verfahren“, berichtet Grüning – weder die zeitlichen noch die finanziellen Auswirkungen seien bislang bekannt.

CDU: BER-Syndrom greift um sich

Die Überlegungen für die Park+Ride-Anlage dauern bereits seit über zehn Jahren an, wenngleich die konkreten Planungen erst 2017 begonnen hatten. Aus Sicht der Rethener Ortsratsmitglieder eine zu lange Zeit: „Ich habe das Gefühl, dass hier das BER-Syndrom um sich greift“, kommentiert etwa CDU-Ortsratsmitglied Elke Heinrich den Planungsfortschritt. Grüning weist dies zurück: „Der Unterschied zwischen Laatzen und dem BER ist, dass wir erst planen und dann bauen und nicht erst bauen, um es dann nicht in Betrieb nehmen zu können.“ Schließlich werde nicht „einfach ein Hasenzaun in einen Vorgarten“ gesetzt. „Erst wenn ich weiß, wie hoch der Schallschutz ist, kenne ich die Statik und weiß, wie tief ich in den Boden muss und wie nahe ich an die Bahn heranrücke. Das baut aufeinander auf.“

Sperrpausen könnten Projekt noch mehr verzögern

Nach Auskunft der Region sei ein Wunsch des Ortsrats Hauptgrund für die aktuellen Verzögerungen: Das Gremium hatte eine Versetzung der Lärmschutzwand von der Straße Am Bahnhof direkt an die Gleise gewünscht. „In den ersten Entwürfen wurde von einer Öffnung der Wand ausgegangen“, sagt Regionssprecher Klaus Abelmann. Das Versetzen der Wand mache das Projekt wegen neuer Bodengutachten und dem Lärmschutz „sehr aufwändig“. Man hoffe, noch in diesem Jahr die Zustimmung der Bahn zu bekommen, sodass die Arbeiten frühestens Ende 2019 ausgeschrieben werden können. „Sollten Sperrpausen notwendig werden, würde sich der Baubeginn wahrscheinlich weiter verzögern, da diese lange vorher anzumelden sind.“

Die Region will auf dem Areal in südlicher Verlängerung des Rethener Bahnhofgebäudes 28 Stellflächen für Pkw anlegen.

Von Johannes Dorndorf

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