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Region Laatzen Nachrichten Landgericht: Prozess gegen Einbrecherbande hat begonnen
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17:20 19.07.2019
Symbolbild. Quelle: dpa
Laatzen/Hildesheim

Die Anklage wirft ihm einen Einbruch an der Engerode in Laatzen im Dezember sowie vier weitere Taten seit dem Spätsommer in Hildesheim vor. Seit Donnerstag müssen sich ein 30-jähriger Georgier sowie vier Landsleute wegen schweren bandenmäßigen Diebstahls vor dem Landgericht Hildesheim verantworten. Während der 30-Jährige die Hildesheimer Taten in wechselnder Besetzung mit den vier Mitangeklagten begangen haben soll, wird ihm der Einbruch am 8. Dezember in ein Laatzener Reihenendhaus allein zu Last gelegt. Die Ermittlern fanden dort einen entscheidenden Hinweis: eine Blutspur.

Es war ein Sonnabend, gegen 17.30 Uhr, als sich der Einbrecher an dem heruntergelassenen Rolladen und der Terrassentür des menschenleeren Reihenendhauses zu schaffen machte. Die Bewohnerin, eine Rentnerin, war bereits vor längerer Zeit in ein Pflegeheim gezogen, und auch ihr Sohn, der regelmäßig nach dem Rechten schaute, war nicht im Haus.

Zwar gelangte der Einbrecher in die Wohnräume, doch die mutmaßlich erhoffte Beute machte er nicht. Nachdem er das Haus nach Wertgegenständen durchsucht hatte, nahm er nur einige Flaschen Spirituosen mit – und hinterließ eine wichtige Spur. Denn beim Handtieren an der Terrassentür hatte er sich offenbar an der Hand verletzt. Die Ermittler sicherten in der Blutspur DNA, die dem 30-Jährigen zugeordnet werden konnte. Im Februar wurde der Bewohner einer Asylunterkunft, der laut Gerichtssprecher seit sieben Jahren in Hildesheim lebt, festgenommen.

Bande brauchte Geld für Alkohol, Drogen und Glücksspiel

Mit dem Georgier stehen noch vier seiner Landsleute im Alter von 28 bis 36 Jahren vor Gericht. Laut Anklage haben diese spätestens im Sommer 2018 gemeinschaftlich beschlossen, durch Wohnungseinbrüche ihre kargen Finanzen aufzubessern und auch ihre „Vorliebe für Alkohol, Drogen und Glücksspiele“ finanzieren zu können.

Gezielt sollen die fünf Angeklagten mit dem Fahrrad und zu Fuß schlecht einsehbare Hochparterre-Wohnungen gesucht haben und in unterschiedlichen Konstellationen anschließend auch eingebrochen sein: Am 19. Juli um kurz vor Mitternacht, so der Vorwurf, stiegen zwei von ihnen in eine Wohnung in Himmelthür ein, während ein Dritter vor dem Mietshaus Wache hielt. Die Beute: zwei Laptops, eine Playstation, ein Tablet-PC, ein iPhone und Hunderte Euro Bargeld. Zudem werden der Bande ein versuchter und ein vollendeter Einbruch in Itzum (16. September und 21. Oktober) sowie ein Einbruch im Hildesheimer Ernst-Abbe-Weg (10. November) zur Last gelegt. Gesamtwert des dort erbeuteten Schmucks, Laptops und Bargelds: rund 4000 Euro.

Als Rückzugsort und Anlaufstelle sollen die Männer immer wieder das Zimmer des 30-jährigen in einer Asylunterkunft genutzt haben, heißt es in der Anklage, die zum Prozessauftakt am Donnerstag verlesen wurde. Seit Februar sitzen die fünf Verdächtigen getrennt voneinander in Untersuchungshaft in verschiedenen Justizvollzugsanstalten.

Die Spezialisten der in Hildesheim ansässigen Zentralen Kriminalinspektion (ZKI) gehen nach akribischer Ermittlungsarbeit davon aus, dass die Männer für noch deutlich mehr Taten in Hildesheim und auch überregional verantwortlich sind. Angeklagt sind sie aber aktuell nur in fünf Fällen. Bei diesen geht die Staatsanwaltschaft davon aus, sie auch beweisen zu können.

Der Prozess, für den das Landgericht neun Verhandlungstage angesetzt hat, wird am 9. August fortgesetzt. Am 12. und 13. August sollen dann auch Zeugen gehört werden.

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