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Region Laatzen Nachrichten Hanno investiert fünf Millionen Euro in neue Halle
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15:19 22.03.2019
Zimmermann Stefan Lindner trägt vor den Gästen des Richtfests den Richtspruch vor. Quelle: Dorndorf
Gleidingen

Der Dicht- und Dämmstoffhersteller Hanno erweitert schon wieder sein Werk in Gleidingen: Rund 5 Millionen Euro investiert das Unternehmen in eine neue Halle. Es ist die fünfte Erweiterung des Werks im Gewerbegebiet In der Welle. Am Freitagmorgen feierten die Handwerker gemeinsam mit der Unternehmensführung und Gästen Richtfest.

Herzstück der Werkserweiterung ist die neue rund 800 Quadratmeter große Produktionshalle, in der eine neue, 45 Meter lange Imprägnieranlage installiert werden soll. „Mit dem Ausbau steigern wir unsere Produktionskapazität erheblich und bauen unsere Marktposition bei den Fugenbändern weiter aus“, sagt Hanno-Geschäftsführer Günter Krohn. In der sogenannten Tränkstraße würden Rohschaumrollen vollautomatisch zu imprägnierten, selbstklebenden Fugenband-Großrollen, wie sie etwa beim Einbau von Fenstern verwendet werden.

Neu errichtet wird auch das sogenannte Technikum mit einer Fläche von rund 900 Quadratmetern, in das die Forschungs- und Entwicklungsabteilung einzieht. Einrichten will Hanno dort zudem weitere Laborräume, Büros und Räume für größere Schulungen, die die Firma für ihre Kunden anbietet. Der Umzug ins Technikum soll Mitte oder Ende August erfolgen, die Fertigstellung der gesamten Halle im September.

Mit dem Anbau setzt Hanno den steilen Wachstumskurs der vergangenen Jahre fort. 1996 errichtete das Unternehmen, das damals noch seinen Hauptsitz am Leinkamp im Gleidinger Zentrum hatte, das erste Gebäude jenseits der B6 im damals noch neuen Gewerbegebiet In der Welle. Seitdem sind fünf weitere Bauabschnitte hinzugekommen, zuletzt übernahm Hanno 2014 das Gebäude des Nachbarunternehmens Jet Computer. Der Erfolg hielt auch danach an: Der Umsatz stieg laut Krohn von 29,6 Millionen Euro im Jahr 2015 auf 36,5 Millionen Euro im vergangenen Jahr, die Zahl der Mitarbeiter von rund 160 auf derzeit knapp 200. „Wir peilen jetzt die 40 Millionen an“, sagt Krohn.

Ein Grund für das Wachstum ist die gute Baukonjunktur, für die Hanno mit Dicht- und Fugenbändern wichtiges Material liefert. Das zweite, wichtige Standbein des Unternehmen sind Dämmstoffe, die unter anderem in der Automobilindustrie, aber auch im Schienenverkehr verwendet werden. Entsprechend breit und stabil sei das Unternehmen aufgestellt, betont Krohn – und hat schon das nächste Projekt vor Augen: Bereits jetzt seien die Kapazitäten des Logistikzentrums knapp, so dass vielleicht schon in den nächsten zwei oder drei Jahren die nächste Erweiterung anstehe. „Der Neubau ist auch ein Bekenntnis zum Standort Gleidingen“, sagt Krohn, die gesamte Hanno-Produktion erfolge hier.

Für Laatzens Wirtschaftsförderer Jörg Schmidt ist die Expansion ein Glücksfall. „Hanno ist einer unserer wichtigsten produzierenden Betriebe“ – und neben Lunux der größte industrielle Arbeitgeber in Laatzen. Die Bedeutung sei aus deshalb groß, weil mit der Deutschen Rentenversicherung, dem Klinikum und der Stadtverwaltung der Dienstleistungsbereich im Vordergrund stehe.

Den Gedanken griff beim Richtfest auch Zimmermann Stefan Lindner auf, der den Handwerkern der Rethener Baufirma Burghardt und der Zimmerei Hoffmeister, dem Architekten Hans Bövers und der Hanno-Führungsspitze beim Richtfest mit den Worten zuprostete: „Drum keiner je verachtet sie, die viele nährt, die Industrie. Sie bringt uns Geld, sie bringt uns Brot, bewahrt uns dadurch vor der Not.“

Gleich neben Hanno errichtet der Gleidinger Fliesenlegerbetrieb Martin ebenfalls ein neues Gebäude. Quelle: Dorndorf

Immer mehr Betriebe im Gewerbegebiet In der Welle

Auch an anderer Stelle im Gleidinger Gewerbegebiet In der Welle tut sich etwas: Lief das Mitte der Neunzigerjahre ausgewiesene Areal östlich der B6 mit nur einem halben Dutzend Ansiedlungen in den ersten zehn Jahren extrem schleppend, haben sich zuletzt eine Reihe von Handwerksbetrieben und kleinen anderen Firmen niedergelassen. Aktuell baut dort – abgesehen von Hanno – der Fliesenlegerbetrieb Martin aus Gleidingen ein neues Gebäude. Inhaber Eugen Martin will mit seinen fünf-Mitarbeiter-Betrieb vom derzeitigen Standort am Leinkamp ins Gewerbegebiet ziehen. Die Bauarbeiten hätten Ende 2018 begonnen.

Für den Fall, dass sich die Entwicklung fortsetzt, wird bei der Stadt bereits über eine Erweiterung des Gewerbegebiets nachgedacht. „Perspektivisch könnte es in fünf Jahren vergrößert werden“, sagt Laatzens Wirtschaftsförderer und Stadtplaner Jörg Schmidt.

Von Johannes Dorndorf

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