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Region Laatzen Nachrichten Gleidingen soll Ende 2022 den ersten Hochbahnsteig bekommen
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18:59 19.03.2019
Gleidinges erster Hochbahnsteig für die Linie 1 und die bis dorthin verlängerte Linie 2 soll bis zum Jahr 2023 auf Höhe der heutigen Buswendeschleife errichtet werden. Quelle: Astrid Köhler
Gleidingen/Rethen

Jubel in Gleidingen und bei den Gremien der Stadt. Laatzens südlichster Stadtteil soll idealerweise schon zum Fahrplanwechsel 2022/2023 und damit deutlich früher als bislang geplant seinen ersten Hochbahnsteig erhalten und barrierefrei erreichbar sein. Am Montag stellten Markus Knoblich vom Fachbereich Verkehr der Region sowie Infra-Geschäftsführer Martin Vey die überarbeiteten Planungen in Gleidingen vor. Diese beinhalten auch Änderungen für Rethener Haltestellen sowie an der Franz-Carl-Achard-Straße, die nun verschwenkt werden soll.

Was ist neu?

Statt die bislang in Rethen-Nord endende Linie 2 nur bis zur Haltestelle Galgenbergweg zu verlängern und auf Höhe der Buswendeschleife in Gleidingen-Nord ein provisorisches Kehrgleis zu errichten, sollen dort nun doch schon Hochbahnsteige für die Linien 1 und 2 gebaut werden. Die Region sieht diese Variante als Kompromiss zu den Wünschen der Stadt Laatzen, die einen möglichst schnellen und besseren Anschluss des wachsenden Ortes an das Stadtbahnnetz gefordert hatte.

Was konkret ist im Bereich der Gleidinger Buswendeschleife geplant?

Bei der künftig um rund 100 Meter nach Norden verlegten Stadtbahnhaltestelle Orpheusweg sollen zwei Hochbahnsteige stehen: ein 70 Meter langer gemeinsamer Bahnsteig für Fahrgäste, die nach Laatzen und Hannover fahren oder in Gleidingen aus der Linie 2 aussteigen wollen, sowie ein separater 45 Meter langer Bahnsteig, an dem die Richtung Sarstedt fahrende Linie 1 hält. Da die Linie 2 perspektivisch mit 3-Wagen-Zügen unterwegs ist, muss deren Bahnsteig länger sein.

Ist der dafür in Gleidingen nötige Grunderwerb abgeschlossen?

Nein, aber Infra-Betriebsleiter Vey spricht von „konstruktiven Gesprächen“ und Möglichkeiten einer Einigung. Sollte der Grunderwerb wider Erwarten scheitern, müsste die Planung in die Straße verlegt werden.

Wie häufig fahren die Bahnen bis Gleidingen?

Die Linien 1 und 2 fahren üblicherweise im 20-Minuten-Takt. Von Gleidingen-Nord aus würde somit durchschnittlich alle zehn Minuten eine Bahn Richtung Hannover fahren.

Wurden alternative Endpunkte für die Linie 2 geprüft?

„Zahlreiche“, versichern die Vertreter von Region und Infra. Allein in der Sitzung am Montag stellte sie acht Ausbauvarianten mit verschiedenen Endpunkten vor. Diese wurden geprüft und bis auf die Variante D allesamt verworfen, weil sie unwirtschaftlich seien (Gleidingen-Süd), eine Verschlechterung des Angebotes darstellten oder betrieblich unmöglich seien (Rethen-Galgenbergweg und Steinfeld). Der Endpunkt in Gleidingen-Nord (Variante D) gilt als Kompromiss.

Was ändert sich in Rethen und Laatzen-Mitte?

Sobald die Hochbahnsteige samt Kehrmöglichkeit in Gleidingen-Nord fertig sind, entfällt die Wendeschleife in Rethen. Außerdem will die Region sparen und die zur morgendlichen Hauptverkehrszeit zusätzlich eingesetzten Züge der Linie 2 künftig zwei Haltestellen weniger anfahre lassen. Statt die Bahnen wie bisher im 10-Minuten-Takt bis zur Rethener Schleife fahren zu lassen, kehren diese künftig bereits ab der Haltestelle Ginsterweg um Richtung Hannover. Diese Fahrplanänderung betreffe nur wenige Fahrgäste und wirke sich nicht auf die Umstiege in Busse und Bahnen aus, versichert die Region. Im Gegenzug würden aufgrund der kürzeren Strecke und schnelleren Wendezeiten ein Zug mit bis zu drei Wagen eingespart, was wiederum Anschaffungskosten von rund 9 Millionen Euro entspricht.

Warum soll die Franz-Carl-Achard-Straße verschwenkt werden?

Die Infra nennt zwei Gründe. Mit dem Bau des Hochbahnsteiges am Galgenbergweg rückt die Haltestelle nahe an den Einmündungsbereich der Franz-Carl-Achard-Straße. Die Überwege und Aufstellflächen wären dort für Fahrgäste und Fußgänger eher klein. Außerdem wäre ein Grunderwerb an den Garagenhöfen nötig, dem die privaten Eigentümer zustimmen müssten. Diese hatten jedoch schon mehrfach Kritik an den Planungen geäußert. Die Franz-Carl-Achard-Straße um etwa sieben Meter nach Norden zu verschwenken, würde mehrere Probleme lösen, so die Planer, zumal das Grundstück auf der anderen Straßenseite der Stadt gehört.

Wann fährt der stufenlose neue TW 3000 durch Laatzen?

Noch im Mai sollen Mittel bei der Region beantragt und das Planfeststellungsverfahren für den Hochbahnsteig am Galgenbergweg beantragt werden. Bis zum Sommer 2020 folgen dann fast im Halbjahrestakt die Planverfahren für die Hochbahnsteige Pattenser Straße, Orpheusweg und Rethen-Steinfeld. Läuft bei den Verfahren und Bauarbeiten alles reibungslos, könnte die komplette Linie 2 im Sommer 2023 für die stufenlosen neuen Stadtbahnen TW 3000 freigegebene werden. „Das ist ein ehrgeiziges, aber machbares Ziel“, sagt Infra-Betriebsleiter Vey.

Was sagt die Laatzener Politik dazu?

Die Ortsbürgermeisterinnen Silke Rehmert (Gleidingen) und Helga Büschking (Rethen) äußerten sich ebenso wie weitere Vertreter der Ortsräte und des Stadtentwicklungsausschusses sehr angetan von den überarbeiteten Plänen. Zuletzt hatte es geheißen, dass Gleidingen frühestens um 2025 herum einen Hochbahnsteig erhält. Nun soll dieser wenn alles gut läuft schon Ende 2022 fertig sein.

Was wird aus der Haltestelle Thorstraße?

Laut einer Machbarkeitsstudie der Infra ist die Hildesheimer Straße mit ihren Seitenbereichen in Gleidingens Zentrum zu schmal für einen Hochbahnsteig. Vorerst sei die Haltestelle Thorstraße in ihrem Bestand zwar gesichert, heißt es bei der Region. Doch wenn sich in den nächsten „zehn bis 15 Jahren“ keine Lösung in puncto Barrierefreiheit finde, müsse dieser Stopp entfallen.

Von Astrid Köhler

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