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Region Laatzen Nachrichten Digital ist der Siemens-Neubau schon fertig
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16:17 22.02.2019
Siemens-Projektleiter Clemens Rother (von links), Köster-Projektleiter Sebastian Geese und Siemens-Niederlassungsleiter Dirk Oberhaus besichtigen die Baustelle und gehen die Pläne durch. Quelle: Dorndorf
Laatzen-Mitte

An der Erich-Panitz-Straße am Übergang zwischen Alt-Laatzen und Laatzen-Mitte tut sich derzeit richtig was: Auf Höhe des Parks der Sinnes entsteht das neue Bürogebäude für DRK und VHS, während auf der Großbaustelle gegenüber – auf dem ehemaligen Festplatz – die neue Siemens-Niederlassung Hannover entsteht.

Der Fortschritt der Bauarbeiten ist inzwischen unübersehbar. Drei Monate nach Beginn der Hochbauarbeiten ist nicht nur das Fundament fast fertig, auch die ersten Gebäudeteile sind so weit, dass sich der H-förmige Grundriss der künftigen Siemens-Niederlassung abzeichnet. Um sich das fertige Gebäude vorzustellen, ist nicht zwingend Phantasie gefragt: Denn im Computer ist es längst fertig und sogar virtuell begehbar.

„Building Information Modeling“ (BIM) heißt die Planungsmethode, die dies ermöglicht. Vor Beginn der Arbeiten wurde ein digitaler Zwilling des neuen Siemens-Gebäudes im Computer entworfen, der bei Planänderungen ständig angepasst wird. Die Technik werde in Deutschland bislang trotz ihrer Vorteile noch „stiefmütterlich“ behandelt, sagt Sebastian Geese, Projektleiter der von Siemens beauftragten Baufirma Köster – und führt auf dem Ipad vor, was sich mit BIM machen lässt: Mit einem Fingerstrich fährt er durch das Gebäude auf dem Bildschirm, dann tippt er auf eine Konsole an einer der virtuellen Wände. Sofort werden eine Reihe von Daten angezeigt, darunter die Maße, die genaue Lage und die Bezeichnung des Bauteils. „In dem 3-D-Modell sind alle Infos an den Bauteilen hinterlegt“, sagt Geese. Die beteiligten Gewerke hätten so direkten Zugriff auf den letzten Planungsstand, der einmal wöchentlich aktualisiert werde. Mit der sogenannten „Clash Detection“ könne dann beispielsweise ein Alarm eingerichtet werden, der auslöst, wenn ein Rohr an einer Stelle ohne Wanddurchlass eingeplant ist.

Für Siemens war die BIM-Planung eine Bedingung bei der Auswahl der Baufirma, die die neue Laatzener Niederlassung errichtet. „Wir sind einer der Vorreiter in Deutschland, die BIM und die Digitalisierung befördern wollen“, sagt Clemens Rother, Projektleiter der Bauherrn Siemens Real Estate. Der Laatzener Bau sei einer der ersten in Deutschland, den das Unternehmen auf diese Weise errichtet. Die 3-D-Technik helfe nicht nur teure Planungsfehler zu vermeiden, sondern sei auch für den späteren Betrieb von großem Nutzen. Denn auch Wartungsintervalle, Pflegehinweise und Bauauflagen seien im Modell festgehalten.

Die Bauarbeiten schreiten unterdessen gut voran, auch dank der milden Witterung. Bis zum Monatsende rechnen Rother und Geese mit der Fertigstellung der Bodenplatte, Ende Juli oder Anfang August könnte dann Richtfest gefeiert werden, falls alles planmäßig verläuft. Fertig werden soll das Gebäude im Frühjahr 2020 – einschließlich der Außenanlagen mit Bäumen, Stellplätzen und E-Ladestationen für Autos.

Siemens-Niederlassungsleiter Dirk Oberhaus verspricht sich von dem Neubau eine Reihe von Verbesserungen: „Wie ziehen alles an einem Standort zusammen“, sagt er – bislang seien die Mitarbeiter auf das Ausbildungsgebäude am Brabrinke, das Hauptgebäude und das historische Rudolf-Schröder-Haus an der Hildesheimer Straße verteilt. Geplant seien auch ein neues, flexibleres Bürokonzept und – von vielen mit Vorfreude erwartet – eine Kantine mit Außenterrasse. Die Mitarbeiter würden über den Baufortschritt auf dem Laufenden gehalten, ergänzt Oberhaus. Der Umzug in das dann nicht mehr nur virtuelle, sondern real existierende Gebäude sei für das Frühjahr 2020 geplant.

Der Siemens-Neubau in Zahlen

10.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche wird die neue Niederlassung umfassen.

Deutlich über 20 Millionen Euro soll der Bau kosten.

6300 Kubikmeter Beton und 900 Tonnen Bewehrungsstahl werden eingebaut.

16.000 Quadratmeter Wand- und Deckenschaltung müssen montiert werden.

15.000 Kubikmeter Boden wurden für die Erstellung und Verfüllung der Baugrube bewegt.

235 Parkplätze sind für die 750 Mitarbeiter am Standort Laatzen vorgesehen.

Mehr als 60 Bäume werden gepflanzt.

Von Johannes Dorndorf

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