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Region Laatzen Nachrichten CDU stört sich an Gründach auf Schul-Neubau
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11:01 21.10.2019
Die Förderschule am Kiefernweg wird zu Gusten eines Neubaus für die Albert-Einstein-Schule abgerissen. Quelle: Johannes Dorndorf
Laatzen-Mitte

Sollen Neubauten öffentlicher Gebäude in Laatzen künftig mit begrünten Flachdächern ausgestattet werden? Die Laatzener Ratspolitik ist sich in der Frage uneins. Entzündet hat sich der Streit am Donnerstagabend im städtischen Schulausschuss an der Frage, wie der Erweiterungsbau der Albert-Einstein-Schule aussehen soll.

Eigentlich galt die AES-Erweiterung im Vorfeld als Selbstläufer – schließlich war der Grundsatzbeschluss zum Neubau bereits im vergangenen Jahr gefallen. Die Stadt will auf dem Areal der bisherigen Förderschule am Kiefernweg einen zweigeschossigen Neubau errichten, in dem die Jahrgänge fünf und sechs ihren eigenen Bereich bekommen. 11,3 Millionen Euro soll der Bau kosten, in dem 18 Klassenräume untergebracht sind.

Als Projektleiter Anton Jordanland vom Büro Tollé Achitekten auf die Dachgestaltung zu sprechen kam, gab es allerdings Widerstand von Seiten der CDU. Das Konzept sieht ein Flachdach mit extensiver Begrünung vor. Aufbauten werden bei solchen Dächern einfach gehalten, es wachsen dort dann wenig pflegeaufwändige Pflanzen wie Moose, Sedum und Gräser.

CDU warnt vor Unterhaltungskosten

„Etliche Gebäude, die ich kenne, werden von einem Flachdach in ein normales Dach mit Ziegeln umgebaut“, wandte die Christdemokratin Gundhild Fiedler-Dreyer ein. „Warum baut man für einen Neubau ein Flachdach – und begrünt das auch noch? Die Unterhaltung- und Folgekosten sind immens höher.“ Auch Gerhard Klaus (FDP) verwies darauf, dass die Stadt bei vielen Flachdächern an öffentlichen Gebäuden Probleme mit Undichtigkeiten habe. Auch das Flachdach des AES-Altgebäudes sei über Jahre hinweg mit Ziegeldächern überbaut worden.

Vorbild Leine-Center? Das Dach des Laatzener Einkaufszentrums wurde 2016 mit Sedum gepflanzt. Quelle: Astrid Köhler

Petra Herrmann (SPD) gab Contra: „Was das Mikroklima in der Stadt angeht, ist das der Weg der Zukunft. Wenn es nach mir ginge, käme noch eine Fassadenbegrünung dran“, befand die Ratsfrau. Auch Ernesto Nebot gibt Flachdächern den Vorzug. „Die Leckgefahr ist heute nicht mehr gegeben, die Situation bei Flachdächern hat sich deutlich verbessert.“ Architekt Jordanland berichtete, dass sein Büro mit korrekt ausgeführten Flachdächern noch keine negativen Erfahrungen gemacht habe.

Verwaltung verweist auf technische Neuerungen

Hochbau-Teamleiter Volker Dopke erläuterte, dass solche Dächer mit Dampfsperren versehen seien, die zu den Seiten wie eine Art Wanne hochgezogen seien. Die oberste Schicht sei vornehmlich ein UV-Schutz. Zum Pflegeaufwand ergänzte er, dass auch andere Dachformen jährlich begangen werden müssten.

Bürgermeister Jürgen Köhne kündigte eine Zusammenstellung an, bei der die Erfahrungen der vergangenen zehn Jahre mit Flachdächern zusammengefasst werden. Damit solle die Diskussion versachlicht werden. „Die Herausforderung, Grün in die Stadt zu bringen, sehe ich auch“, sagte der Verwaltungschef.

Der Beschluss zu Gunsten des Erweiterungsbaus fiel am Ende trotz der Bedenken einhellig – einschließlich der Stimmen von CDU und FDP.

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Von Johannes Dorndorf

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