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Region Laatzen Nachrichten Bürger wünschen sich mehr Polizeipräsenz in Laatzen
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18:29 12.07.2019
Die Grand-Quevilly-Passage ängstigt viele Laatzener. Da Lampen kaputt waren, hat die Stadt diese vergangene Woche erneuert. Quelle: Astrid Köhler
Laatzen-Mitte

An welchen Plätzen fühlen sich Laatzener unsicher und was kann getan werden, um das zu ändern? Über diese Fragen haben die Junge Union (JU) und der CDU Stadtverband am Donnerstagabend mit Bürgern im Stadthaus diskutiert. Anlass war der Überfall auf eine 76-jährige Seniorin in der Grand-Quevilly-Passage im Mai. „Ich habe gehört, dass sich viele ältere Menschen rund um das Leine-Center unsicher fühlen“, sagte CDU-Stadtverbandsvorsitzender Paul Derabin. Daher wollten die Junge Union und die CDU mit Bürgern über mögliche Lösungen diskutieren.

Polizei sagt Teilnahme ab

Die Resonanz auf die Veranstaltung war allerdings gering. Insgesamt waren nur 13 Laatzener in das Stadthaus gekommen. Davon wünschten sich einige mehr Polizeipräsenz in Laatzen-Mitte. „Die Polizei sieht man immer nur im Auto vorbei fahren. Ich wünschte, die Beamten würden auch mal aussteigen“, sagte ein Laatzener. Entgegnen konnte die Polizei darauf nichts. Zwar hatten die Christdemokraten auch die Laatzener Ordnungshüter zu der Diskussion eingeladen. Diese hatten aber abgesagt. „Es hieß, sie seien zur Neutralität verpflichtet, daher würden sie zu einer Veranstaltung, die von einer politischen Partei organisiert würde, nicht kommen“, sagte der JU-Vorsitzende Michael Prill.

Insgesamt 13 Laatzener diskutieren mit Junger Union und CDU über das Thema Sicherheit. Quelle: Stephanie Zerm

„Ich fürchte mich, durch die Unterführung am Leine-Center zu gehen, weil sie so dunkel ist und sich dort oft Jugendliche treffen“, sagte eine ältere Frau. Ein anderer Laatzener forderte mehr Polizeikontrollen. Rainer Picht von der Gemeinschaft Freie Wähler (GFW) in Laatzen wies darauf hin, dass es wichtig sei, dass die Polizei, auch wenn sie wegen des geplanten Neubaus des Rathauses umziehen müsse, in Laatzen-Mitte bleibe. „Sonst kann das schnell zu einem Problem werden“, so der Laatzener Ortsratsherr.

„Es gibt Angsträume, aber keinen Kriminalitätsschwerpunkt“

„Im Vergleich mit anderen Kommunen in der Region ist Laatzen zwar kein Kriminalitätsschwerpunkt, aber es gibt dennoch Angsträume im Stadtgebiet“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Christoph Dreyer. Um das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürger zu erhöhen, könne es auch schon reichen, wenn städtische Ordnungsbeamte mehr im Stadtgebiet unterwegs seien oder die Üstra einen Sicherheitsdienst an den Haltestellen in Laatzen anbiete.

Der Park in Rethen ist bei Dunkelheit kein beliebter Ort. Quelle: Daniel Junker

CDU-Ratsfrau Elke Heinrich aus Rethen schlug vor, die Ursachen für Unsicherheiten zu beseitigen. Oft seien auch Vorurteile gegen andere Kulturen oder Altersgruppen der Grund. Außerdem könnte man neue Treffs für Jugendliche schaffen, an denen sie niemanden störe, oder die Beleuchtung an dunklen Stellen verbessern. Vor allem im Rethener Park hätten Passanten oft Angst, da dieser unzureichend beleuchtet und schlecht einsehbar sei. Weitere Vorschläge der Teilnehmer waren die Einrichtung von Notrufsäulen oder einer Telefonhotline.

Stadt beleuchtet Unterführung

Dass es oft nur Kleinigkeiten sind, die etwas bewirken, berichtete Stadtteilmanagerin Maren Quell. Nachdem sich Polizei, Stadt und Hausverwalter der sogenannten Wohnscheibe zweimal zu einem Runden Tisch getroffen hätten, sei das Sicherheitsgefühl der Hochhausbewohner am Marktplatz deutlich besser geworden. „Das liegt daran, dass der Sicherheitsdienst nun besser mit der Polizei zusammenarbeitet.“ Weitere Projekte für ein besseres Sicherheitsgefühl sind bereits in Planung. So macht sich das Stadtteilmanagement Anfang nächsten Jahres mit der Lichtkünstlerin Claudia Wissmann und Bürgern auf die Suche nach dunklen Ecken, um diese dann besser auszuleuchten.

Und auch die Stadtverwaltung war nicht untätig: Bereits in der vergangenen Wochen hat sie die dunkle und teilweise defekte Beleuchtung in der Unterführung am Leine-Center durch neue LEDs ersetzt, die die Grand-Quevilly-Passage nun Tag und Nacht hell erleuchten.

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Ortsrat will Probleme in Wohnscheibe thematisieren (HAZ, 21.11.18)

Von Stephanie Zerm

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