Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Sicherheit im Straßenverkehr: Bürger haben viele Fragen
Region Laatzen Nachrichten Sicherheit im Straßenverkehr: Bürger haben viele Fragen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:10 24.03.2019
Der Gleidinger Peter Brenneke probiert unter Aufsicht des Polizeibeamten Joachim Klotz den Simulator am Stand im Leine-Center aus. Quelle: Tobias Lehmann
Anzeige
Laatzen-Mitte

 Als Autofahrer bei Tempo 50 reicht ein Blick von vier Sekunden auf das Smartphone, etwa um es zu entsperren, um 56 Meter blind zu fahren. Ebenso gefährlich ist ein vermeintlich kurzer Blick auf die Rückbank, wo möglicherweise gerade das dort sitzende Kind schreit. „Wenn es wirklich nicht anders geht, muss der Autofahrer dann kurz anhalten“, sagte die Kontaktbeamtin Janine Kilian am Sonnabend im Leine-Center. Gemeinsam mit Joachim Klotz, ebenfalls Kontaktbeamter des Kommissariats Laatzen, sowie Hans-Peter Schütte, Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Süd, informierte sie dort über allgemeine Gefahren im Straßenverkehr.

„Wir machen diese Aktion zu Beginn des Frühlings regelmäßig, wenn die Leute wieder mehr auf die Straße gehen und auch die Zahl der Radfahrer zunimmt“, sagte Kilian. Bei der rund vierstündigen Aktion konnten Besucher im Leine-Center auch die Reaktionszeit auf einem Fahrradsimulator testen. Ein Bildschirm zeigte dabei Situationen des normalen Straßenverkehrs und die Probanden müssen entsprechend reagieren.

Anzeige

Radfahrer müssen gut sichtbar sein

Speziell auf zwei Schwerpunkte wiesen die Beamten bei der Aktion hin: Die Gefahr von Ablenkungen und die Sichtbarkeit im Straßenverkehr. „Wir haben auch einige Warnwesten hier, die wir den Laatzenern bei Bedarf mit geben“, sagte Klotz. Radfahrer müssten im Dunkeln für Autofahrer bestmöglich sichtbar sein.

Einige Bürger hatten auch technische Fragen, die die Beamten so gut es ging vor Ort beantworteten. „Wenn wir etwas nicht wissen, nennen wir Kontaktdaten von Experten“, sagte Klotz. Häufig werde zum Beispiel auch nach geeigneten Schlössern für Räder gefragt, sagte Kilian: „Es gilt die Faustregel, dass für das Schloss rund zehn Prozent der Fahrradkosten investiert werden sollten.“

Laatzener haben auch Fragen zum Einbruchschutz

Dass die Laatzener gegenüber der Polizei keine Berührungsängste haben, zeigte sich darin, dass viele Bürger die Möglichkeit nutzten, um Fragen zu allen Bereichen der Polizeiarbeit zu stellen. Einbruchschutz sei sein häufiges Thema, so Klotz: „Natürlich geben wir darüber auch Auskunft.“

Schütte wies noch darauf hin, dass die Polizeidirektion in Hannover dieses Jahr noch eine große Aktion zur Sicherheit für Senioren, die auf Pedelecs im Straßenverkehr unterwegs sind, anbieten will. „Wir wollen mit einem mobilen Parcour, auf dem die Senioren dann mit ihrem Rad selbst fahren können, auf Gefahren hinweisen“, sagte Schütte. Auch eine theoretische Einheit werde dazu gehören. Der Termin für Laatzen stehe aber noch nicht fest.

Von Tobias Lehmann