Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Baumallee könnte Grasdorfer Ortsteile verbinden
Region Laatzen Nachrichten Baumallee könnte Grasdorfer Ortsteile verbinden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:59 23.04.2019
Bislang eine zugige Angelegenheit: der Plinkengang, der den Grasdorfer Ortskern mit dem Wohngebiet Auf der Lieth verbindet. Quelle: Johannes Dorndorf
Anzeige
Grasdorf

Viele schätzen Laatzen als Wohnort wegen seiner Nähe zur Natur. Ganz besonders trifft dies auf Grasdorf zu, wo insbesondere der alte Ortskern in unmittelbarer Nachbarschaft zur Leinemasch liegt und sich so verschiedenste Touren für Spaziergänge anbieten. Eine kurze Variante bietet der Plinkengang, der den Ortskern mit dem südlich gelegenen Wohngebiet Auf der Lieth verbindet: Er führt zwischen der Martinsschule zur Linken und dem Sommerdeich und der Leine zur Rechten vorbei bis zum Spielplatz am Kiebitzweg.

Allerdings ist der Gang dorthin an windigen Tagen eine zugige Angelegenheit, so dass die Idee aufkam, eine Allee anzulegen. Angeregt hat dies schon vor einigen Jahren die Stiftung Grasdorf an der Leine. „Bis jetzt ist das eine kahle, öde Landschaft, da weht auch immer ein gewisser Wind“, findet deren Vorsitzender Walter Battermann. Würde man auf beiden Seiten des Weges Bäume pflanzen, könnte der Weg zu einer attraktiven Allee werden, die zudem für heiße Sommertage Schatten biete. Die Stiftung würde ein solches Projekt auch finanziell unterstützen. Nachdem Battermann die Idee 2015 bei der Stadt vorgetragen hatte, ruhte das Projekt jedoch zunächst.

Anzeige
Bislang eine zugige Angelegenheit: der Plinkengang, der den Grasdorfer Ortskern mit dem Wohngebiet Auf der Lieth verbindet. Quelle: Johannes Dorndorf

Inzwischen ist aber Bewegung in die Sache gekommen. „Es soll wie beschrieben eine Allee entlang es Plinkengangs angelegt werden“, bestätigt Stadtsprecher Matthias Brinkmann auf Anfrage. Zugleich könne ein Grün- und Blühstreifen entlang des Weges die Attraktivität für Insekten erhöhen. „Die Nutzbarkeit für die Landschaft soll erhalten bleiben“, versichert Brinkmann. Bei einem Ortstermin mit Vertretern der Stiftung und einem dort wirtschaftenden Landwirt sei festgehalten worden, dass das Projekt „grundsätzlich machbar“ sei.

Allerdings seien die Planungen noch am Anfang, ergänzt der Stadtsprecher. So sei weder klar, wie viele Bäume dort geplanzt werden, noch welche und was das Ganze kostet. Auch müssten noch Gespräche mit den Grundstückseigentümern in dem Bereich geführt werde. Dies solle in Kürze geschehen. Stimmen die beteiligten Eigentümer zu, will die Verwaltung das Projekt in einer der nächsten Sitzungen des Ortsrats Laatzen vorstellen. Umgesetzt werden könnte es frühestens in der Pflanzzeit 2019. Dabei will die Stadt nach Möglichkeit Bäume verwenden, die als Ausgleichsmaßnahme für diverse Baumaßnahmen ohnehin gepflanzt werden müssen. Die Kosten seien noch nicht bezifferbar, da noch keine konkrete Planung voliege.

Von Johannes Dorndorf