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Nachrichten Azubi-Rekord: Beruf des Schornsteinfegers ist so beliebt wie nie
Region Laatzen Nachrichten Azubi-Rekord: Beruf des Schornsteinfegers ist so beliebt wie nie
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19:06 02.09.2019
Die Schornsteinfegergesellen werden freigesprochen. Quelle: Daniel Junker
Laatzen-Mitte

25 angehende Schornsteinfeger haben in diesem Jahr ihre Ausbildung bei den Betrieben aufgenommen, die der Innung Hannover angeschlossen sind. „Das sind die höchsten Ausbildungszahlen, seit es darüber Aufzeichnungen gibt“, sagte Landesinnungsmeister Stephan Langer erfreut beim jährlichen Hoffest der Innung, die in Laatzen an der Mannheimer Straße beheimatet ist. „Wir haben es geschafft, die Zahl der Auszubildenden innerhalb von zwei Jahren zu verdoppeln“, berichtete Lehrlingswart Jürgen Welmer.

Gute Berufsaussichten

Um dies zu erreichen, habe die Innung eine große Werbekampagne gestartet. „Wir haben ein gutes Netzwerk“, sagte Prüfungsmeister und Vorstandsmitglied Jörg Haberland. „95 Prozent unserer Betriebe sind Innungsmitglieder. Das gibt es bei anderen Handwerksinnungen nicht.“ Zudem sei der Beruf beliebt wie nie – auch aufgrund guter Berufsaussichten. Besonders erfreulich sei, dass der Frauenanteil steige. „Er liegt bei 25 Prozent – mit zunehmender Tendenz“, sagt Haberland. Er begründete dies auch damit, dass die weiblichen Schornsteinfeger bei den Kunden beliebt seien und sich die Branche stets für Gleichberechtigung eingesetzt habe. „Gleiches Geld für gleiche Arbeit hat es bei uns schon immer gegeben.“

Die in Laatzen beheimatete Schornsteinfegerinnung feiert ihr traditionelle Hoffest an der Mannheimer Straße.

Während die 25 neuen Azubis gerade erst damit beginnen, sich auf ihren späteren Beruf vorzubereiten, haben 13 weitere junge Frauen und Männer dies schon hinter sich: Am Freitag erhielten die neuen Gesellen im Rahmen des Hoffestes ihre Gesellenurkunde. Traditionell wurden die Dokumente – zusammen mit Schnaps und Zigarren – in der Innungslade aus dem Jahr 1778 aufbewahrt. Nach der Übergabe der Zeugnisse durften die ehemaligen Auszubildenden dann erstmals ihre Zylinder aufsetzen.

Beitrag zum Klimaschutz

„Bei vielen jungen Menschen ist heute nicht mehr unbedingt der Wille vorhanden, eine Ausbildung zu Ende zu führen“, sagte die stellvertretende Regionspräsidentin Michaela Michalowitz. Die Schornsteinfeger bereiteten ihr dabei keine Sorgen. „Die Junggesellen haben die besten Zukunftsaussichten.“ Dies liege auch in den aktuellen Entwicklungen begründet. „Sie tragen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz bei“, sagte Michalowitz. Schließlich minimierten die Schornsteinfeger bei Gebäudekontrollen die Feinstaubbelastung. Handwerkskammerpräsident Karl-Wilhelm Steinmann forderte die freigesprochenen Gesellen auf, ihr Wissen im Sinne des Klimaschutzes weiterzugeben.

Innung zieht nach Hannover um

Im Anschluss nutzten die anwesenden Schornsteinfeger, Gesellen, Lehrlinge, deren Familien sowie zahlreiche Ehrengäste die Gelegenheit, um in geselliger Runde miteinander ins Gespräch zu kommen. Oft wird das Fest aber wohl nicht mehr an der Mannheimer Straße ausgerichtet: Die Innung will in wenigen Jahren nach Hannover umziehen. Der Bauantrag für das neue Gebäude, das in der Nähe des Wissenschaftsparks Marienwerder liegt, soll zum Ende dieses Jahres gestellt werden.

Angefragt hatte die Innung nach eigenen Angaben auch in Laatzen – die Stadt habe jedoch kein ausreichend großes Baugrundstück zu einem geeigneten Preis zur Verfügung stellen können, heißt es. Erst vor kurzem hatte auch die Schornsteinfegerschule Niedersachsen bekannt gegeben, dass sie 2022 von Langenhagen aus an den gleichen Standort umziehen will. Einen ähnlichen Termin strebt auch die Innung an, er stehe jedoch noch nicht fest.

Schornsteinfegerschule zieht von Langenhagen nach Hannover

Von Daniel Junker

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