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Nachrichten Stromberatung bringt CO2 Einsparung von 181 Tonnen
Region Laatzen Nachrichten Stromberatung bringt CO2 Einsparung von 181 Tonnen
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00:22 26.11.2018
181,18 Tonnen CO2-Ausstoß hat die Stromsparberatung in 15 Monaten erbracht. Einen symbolischen Stromsparscheck nimmt Bürgermeister Jürgen Köhne (von links) von Silke Lesemann, Burkhard Teuber und Udo Sahling entgegen. Quelle: Dorndorf
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Laatzen-Mitte

In Anbetracht steigender Energiepreise kommen die Ausgaben für Strom und Wärme mehr und mehr einer zweiten Miete gleich – eine Last, die für manche schwer zu tragen ist. Die AWO Region Hannover bietet deshalb in Kooperation mit der Klimaschutzagentur seit fast zehn Jahren eine Energiesparberatung für einkommensschwache Haushalte an. In einem Modellprojekt in Laatzen-Mitte wurde die Beratung seit August 2017 intensiviert – und der Erfolg kann sich sehen lassen: 181,18 Tonnen Kohlendioxid (CO2) wurden seitdem in Laatzen eingespart – mit entsprechend reduzierten der Strom- und Wasserrechnungen bei den Menschen. Das entspricht der jährlichen Emission von 16 Personen in Deutschland.

Das Soziale-Stadt-Gebiet in Laatzen-Mitte ist eines von bundesweit 13 Quartieren, die vom Bund besonders gefördert werden – und zugleich das erfolgreichste, wie Bürgermeister Jürgen Köhne erläutert. Zwei Berater mit festen Bürozeiten sind seit August 2017 als Ansprechpartner in Laatzen vor Ort. Zum Vergleich: In der gesamten übrigen Region Hannover gibt es nur zehn weitere Berater.

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Das Erfolg spricht für sich. Seit August 2017 verzeichnet die AWO 258 Beratungen im Rahmen dieses besonderen Quartiersansatzes. „In den siebeneinhalb Jahren davor waren es insgesamt 198“, sagt Ingo Reinhold von der AWO. „Erfolgsfaktoren dafür sind die gute Vernetzung vor Ort und die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung sowie mit dem Jobcenter und der Tafel“, glaubt AWO-Geschäftsführer Burkhard Teuber. So stellt die Stadt für das Projekt ein eigens eingerichtetes Büro im neunten Stock des Rathauses. Aus Sicht von Köhne ein lohnenswertes Projekt – zumal die Stadt damit den eigenen Zielen zu CO2-Reduzierung näher komme.

Die Berater sind speziell geschulte Langzeitarbeitslose, die direkt zu den Haushalten im Sanierungsgebiet Soziale Stadt in Laatzen-Mitte kommen. Dabei werden die Verbräuche von Strom und Wasser erfasst und Tipps zum Einsparen gegeben. Zugleich bekommen die Kunden Energie- und und Wassersparartikel im Wert von durchschnittlich 70 Euro – von LED-Leuchten über Zeitschaltuhren bis zu abschaltbaren Steckdosenleisten und Durchflussbegrenzern. „Damit lassen sich schnell bis zu 130 Euro Energiekosten im Jahr sparen“, sagt Klimaagentur-Geschäftsführer Udo Sahling. Für Kühlschränke mit geringem Stromverbrauch gibt es zudem unter bestimmten Bedingungen einen Zuschuss von 150 Euro.

„Der Stromspar-Check kommt insbesondere Menschen in sozialen Notlagen zugute“, sagte die Vorsitzende der AWO-Regionsvorsitzende Silke Lesemann bei der Übergabe des symbolischen „Stromspar-Schecks“ an Bürgermeister Jürgen Köhne am Freitag. Darüber hinaus helfe das Projekt, den CO2-Ausstoß zu begrenzen.

In Anspruch nehmen können die Beratung Leistungsempfänger und Menschen mit geringem Einkommen. Infos gibt es unter Telefon (0511) 2197 8169. Die Stromsparberatung im Raum 912 des Rathauses ist montags von 9 bis 12 Uhr und mittwochs von 13 bis 16 Uhr geöffnet.

Von Johannes Dorndorf