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16:14 22.02.2019
Im Forum der AES diskutierten Tjado Stemmermann (Grüne Jugend, von links), Niklas Drexler (JuLi) und David Koerth (Solid) unter der Leitung von Markus Riechers und Raja Winkelmann (beide AES) mit Ali Sakhizada (Jusos) und Maximilian Last (JU). Quelle: Katharina Kutsche
Laatzen-Mitte

Noch drei Monate sind es bis zur Europawahl am 26. Mai. Aus diesem Anlass hat die Albert-Einstein-Schule (AES) am Freitag zu einer Podiumsdiskussion eingeladen, schließlich sind einige der Schüler wahlberechtigt oder werden es rechtzeitig sein. Bei der Veranstaltung im Forum der Schule sitzen Vertreter der Jugendorganisationen von fünf Parteien auf der Bühne: Ali Sakhizada von den Jusos (SPD), Maximilian Last von der Jungen Union (CDU), Tjado Stemmermann von der Grünen Jugend (Bündnis 90/Die Grünen), David Koerth von der Linksjugend Solid (Die Linke) und Niklas Drexler von den Jungen Liberalen (FDP). Die Junge Alternative, die der AfD zuzurechnen ist, wurde aus formalen Gründen nicht geladen: Sie wird vom Verfassungsschutz beobachtet. „Es liegt nicht daran, dass wir konfliktscheu wären oder den Diskurs nicht führen wollen“, stellt Lehrer Wilhelm Paetzmann zu Beginn der Veranstaltung klar.

Paetzmann und seine Kollegen um Hünkar Dogan hatten die Diskussion im Politikunterricht der zehnten, elften und zwölften Klassen vorbereitet – und die Moderation in die Hände der Schüler gegeben. So führen nach einer kurzen Begrüßung durch Paetzmann die Elftklässlerin Raja Winkelmann und ihr Mitschüler Markus Riechers durch die Veranstaltung vor rund 300 Schülern.

Los geht es mit dem Dauerthema Migration: Sollte es ein internationales Flüchtlingsabkommen geben? Juso-Vertreter Sakhizada bejaht die Frage, auch mit einem Hinweis auf seine eigene Geschichte: „Ich bin selbst vor Jahren als Flüchtling aus Afghanistan nach Deutschland gekommen und wurde sehr herzlich aufgenommen.“ Zurzeit aber werde das Zuwanderungsproblem auf die EU-Außengrenzen verlagert. Geografisch günstig gelegene Länder wie Deutschland berufen sich auf die Dublin-III-Verordnung, nach der die Staaten für den Asylantrag zuständig sind, in denen ein Flüchtling erstmals EU-Boden betreten hat. Damit lasse man Länder wie Italien, Spanien oder Griechenland allein. „Da sollten wir uns solidarisch zeigen“, meint der Jungsozialist.

Während bei diesem Punkt noch große Einigkeit auf dem Podium herrscht, machen sich bei den Fragen nach der Grenzschutz-Agentur Frontex oder einer EU-Armee erste Unterschiede bemerkbar. Die Linke stehe dafür, Frontex abzuschaffen, sagt Koerth, und auch für eine Armee spreche wenig: „Europa ist ein Friedensprojekt und eine Armee passt nicht zum Frieden.“ Drexler von der Jungen Liberalen warnt davor, eine Agentur zum Sündenbock für eine verfehlte Politik zu machen.

Niklas Drexler von der FDP-Nachwuchsorganisation Junge Liberale. Quelle: Katharina Kutsche

Die Schüler im Forum verfolgen die Diskussion konzentriert und ruhig. Sie kommen zum Ende der Veranstaltung zu Wort und stellen ihrerseits Fragen an die Nachwuchspolitiker. Ob die EU sich mehr darum hätte bemühen müssen, den Brexit abzuwenden, fragt etwa ein Schüler, der Familie in England hat.

Politiklehrer Paetzmann ist hinterher zufrieden mit dem Verlauf, vor allem damit, dass „sachbezogen und auf hohem Niveau diskutiert wurde – so muss Politik laufen“. Letztlich sei eine solche Podiumsdiskussion, bei der junge Politiker zu jungen Menschen sprechen, eine Hinführung zu politischer Teilhabe.

Von Katharina Kutsche

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