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Region Laatzen Nachrichten Bleibt Erich-Panitz-Straße vierspurig? AES-Eltern protestieren
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13:00 24.05.2019
Vor allem morgens kreuzen viele Schüler die Erich-Panitz-Straße, um zur AES zu gelangen. Die Schule begrüßt es deshalb, dass die Straße dort neuerdings nur einspurig geführt wird. Quelle: Dorndorf
Laatzen-Mitte

Der Vorstoß der Ortsrats Laatzen, die Erich-Panitz-Straße auf Höhe der Albert-Einstein-Schule vierspurig zu belassen, stößt bei der Elternschaft auf Widerstand: In einem offenen Brief fordern die Eltern die Politiker auf, die Sicherheit der Schüler stärker zu beachten – insbesondere vor dem Hintergrund der teils tödlichen Unfälle in der Vergangenheit. Kritisch sieht die Schule auch die Pläne für den Kiefernweg.

„Mit dem Schritt zurück zur Vierspurigkeit würde der Straßenbereich wieder einseitig nach den Interessen der Autofahrer umgestaltet“, schreibt der Schulelternrat in dem Brief, der sich an den Rat und den Ortsrat richtet. „Auch die 1600 Schüler sowie deren Eltern haben aber ein Recht darauf, ihre Interessen berücksichtigt zu finden.“ CDU, SPD, FDP, Grüne und Linke hatten im Ortsrat bei einer Enthaltung gefordert, die Erich-Panitz-Straße auf Höhe der im Bau befindlichen Kita Pinienweg vierspurig zu belassen und die Zuwegung zur Kita über den Kiefernweg zu regeln. Die Stadtverwaltung plant hingegen von der Erich-Panitz-Straße aus eine Kita-Zufahrt, hinter der die Straße auf eine Fahrspur verengt würde, um Kurzzeitparkplätze für Eltern zu schaffen. Im weiteren Verlauf – mit ausreichend Platz vor der Kreuzung Kastanienweg – würde die Erich-Panitz-Straße dann auf insgesamt vier Geradeaus- und Abbiegespuren aufgefächert.

Hinter der Bushaltestelle sind derzeit zwei Spuren auf der Erich-Panitz-Straße freiegeben. Mit der neuen Kita Pinienweg soll sich das ändern. Quelle: Dorndorf

Die Eltern argumentieren mit der gewonnenen Übersicht an der Kreuzung Wülferoder Straße: „Mit der aktuellen Regelung, dass Autofahrer nur auf einem Fahrstreifen in Geradeausrichtung den Bereich vor und nach der Kreuzung passieren können, ist unseres Erachtens eine Situation geschaffen worden, die den Interessen aller dient“, schreiben die Eltern. Der Verkehr staue sich nicht mehr hinter den haltenden Bussen – und für Fußgänger und Radfahrer gebe es durch eine gesonderte Rechtsabbiegerspur mehr Sicherheit.

Eltern: „Verkehrsunfälle sind programmiert“

Zu Unruhe führt auch die Idee des Ortsrats, die neue Kita Pinienweg vom Kiefernweg aus zu erschließen. „Hier überqueren gerade dann, wenn die Kita morgens öffnet, Hunderte Schüler auf dem Weg zur AES zu Fuß oder mit dem Fahrrad den Kiefernweg“, schreibt der Schulelternrat und warnt: „Verkehrsunfälle sind programmiert.“ Die Stadtverwaltung plant deshalb anstelle der Kiefernweg-Lösung mit Parkplätzen entlang der Erich-Panitz-Straße.

Der Ortsrat wünscht, dass die Kita über den Kiefernweg erschlossen wird - zum Ärger der Eltern der AES, die dort ihren Erweiterungsbau plant. Quelle: Dorndorf

Schulleiter Christian Augustin teilt die Bedenken. Er erinnert daran, dass schon aus gesetzlichen Gründen auf Höhe der Kita Tempo 30 angeordnet werden muss. Bei einer Vierspurigkeit, fürchtet Augustin, würden sich nicht alle daran halten. „Das Risiko wird für die Kinder, die aufgrund ihrer Größe ohnehin nicht gut zu sehen sind, enorm erhöht – nur um ein paar Sekunden für Autofahrer auf der Erich-Panitz-Straße zu sparen.“ Er erinnert zudem an den tödlichen Unfall im Juni 2014, bei dem eine Schülerin auf Höhe der Bahnhaltestelle ums Leben kam.

Für die Elternparkplätze an der Kita macht die Schule einen eigenen Vorschlag: Anstelle der vom Ortsrat vorgeschlagenen Kiss-and-Ride-Parkplätze am Kiefernweg könnten entlang der Erich-Panitz-Straße 90-Grad- oder Schrägparkplätze eingerichtet werden – ähnlich wie vor der Waldorfschule am Maschsee.

Von Johannes Dorndorf

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