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Nachrichten „An die Tasten“: Kirchenkreise starten Workshop-Reihe für populäre Kirchenmusik
Region Laatzen Nachrichten „An die Tasten“: Kirchenkreise starten Workshop-Reihe für populäre Kirchenmusik
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17:29 15.01.2019
Der Popkantor Til von Dombois (von links), Andreas Hülsemann vom net.p-Netzwerk Popularmusik, Kirchenkreiskantor Zoltan Sohu-Wittenberg (Kirchenkreis Laatzen-Springe) und Kirchenkreiskantor Christoph Pannek (Kirchenkreis Hildesheimer Land-Alfeld) organisieren die Workshops für kirchliche Popularmusik. Quelle: Daniel Junker
Alt-Laatzen/Gehrden/Elze

Mit einem Gemeinschaftsprojekt wollen die drei Kirchenkreise Laatzen-Springe, Ronnenberg und Hildesheimer Land-Alfeld verstärkt Popularmusik in Gotteshäuser bringen. Erstmal organisieren die Kirchenkreiskantoren mit Popularmusikern Workshops, bei denen Musiker und hier speziell Pianisten, Organisten und Keyboarder aus den Einzugsgebieten näher an neuere Stücke herangeführt werden. Start der Reihe „An die Tasten“ mit drei Terminen ist am Mittwoch, 23. Januar, in der Laatzener Immanuelkirche.

Insgesamt geben fünf Dozenten Praxisimpulse. Für jeden Abend bereiten sie drei sogenannte Praxis-Coachings an Orgel und Piano vor, von denen die Teilnehmer jeweils zwei auswählen. Die Musiker lernen zum Beispiel, wie sie eigene popularmusikalische Stilmittel auf der Orgel entwickeln, populäre Wochenlieder am Piano zu begleiten oder gleichfalls neue geistliche Lieder mit der Gemeinde zu singen.

Grundlage ist das Liederbuch „Freitöne“, das die evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und der Deutsche Evengelische Kirchentag anlässlich des Reformationsjubiläums als Ergänzung zum Gesangsbuch herausgegeben haben. Auszüge einiger Titel würden bei den Workshops erarbeitet und ausprobiert, heißt es. Die Musiker beschäftigen sich dabei unter anderem mit Stücken aus den Genres Swing, Jazz, Pop und Rock.

Die Seminarreihe richte sich insbesondere an Kirchenmusiker, die populäre Lieder im gottesdienstlichen Kontext spielen oder singen wollen, sagen die Organisatoren – aber auch an engagierte Chor- oder Bandmusiker, die sich für kirchliche Popularmusik interessieren. Voraussetzung für Teilnehmer sind Erfahrung mit Tasteninstrumenten und Noten lesen können.

Organisiert und geleitet wird die Reihe von den drei Kreiskantoren Zoltan Sohu-Wittenberg (Laatzen-Springe), Christian Wuindhorst (Ronnenberg) und Christoph Pannek (Hildesheimer Land-Alfeld) sowie Til von Dombois (Popkantor der Landeskirche) und Andreas Hülsemann vom net.p-Netzwerk Popularmusik der Landeskirche Hannover. In Alt-Laatzen ist zudem die Kirchenmusikdirektorin Bettina Gilbert als Dozentin dabei.

Für die drei Kirchenkreise ist dieser musikbezogene Zusammenschluss einzigartig. „Dies könnte ein Modellprojekt für die gesamte Landeskirche werden“, sagt Hülsemann. Bei den Workshops lernten die Musiker Stilistiken kennen, mit denen sie sich sonst noch nicht beschäftigt haben. „Viele praktizierende Orgelspieler kennen die Lieder noch nicht“, betont Christoph Pannek. „Das ist eine ganz andere musikalische Sprache und eine handwerkliche Herausforderung“, ergänzt Zoltan Suho-Wittenberg. Die Organisatoren erhoffen sich, dass in der Folge populäre Kirchenlieder über die Workshops vermehrt Einzug in die Gottesdienste finden.

Workshops sind kostenfrei und ergänzen sich

Die Reihe sei so konzipiert, dass Musiker kostenfrei an allen drei Terminen teilnehmen könnten und auch sollen. „Die Workshops bauen nicht aufeinander auf, sie ergänzen einander“, sagt Hülsemann. An jedem Abend würden andere Songs bearbeitet. Zudem könnten die Dozenten näher auf die Bedürfnisse eingehen und tiefer in die Materie einsteigen, wenn Teilnehmer öfter dabei sind.

Start der Reihe „An die Tasten“ ist am Mittwoch, 23. Januar, um 18 Uhr bei der Immanuelgemeinde in Alt-Laatzen. Am Freitag, 29. März, wird sie bei der Peter-und-Paul-Kirchengemeinde in Elze fortgesetzt. Den Abschluss bildet der Workshop am Dienstag, 21. Mai, bei der Margarethengemeinde in Gehrden. Die Workshops enden jeweils gegen 21 Uhr. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten gibt es im Internet unter www.netzwerk-popularmusik.de.

Von Daniel Junker

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