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Region Laatzen Nachrichten Laatzener Schüler treten bei Jugend forscht an
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00:19 02.03.2019
Pauline Wünsch, 15, und Charlotte Wöbbecke, 16, befassen sich damit, wie Laatzen grüner werden kann. Quelle: Katharina Kutsche
Laatzen/Hannover

Vom Luftkissenboot über Rotorenkraft und Fibonacci-Zahlen: Am Mittwoch und Donnerstag treten Schüler aus Laatzen bei Jugend forscht an. Beim Regionalwettbewerb in der Leibniz-Universität Hannover präsentierten zehn Teams ihre Projekte, neun Teams vom Erich-Kästner-Gymnasium (EKG) und eines von der Albert-Einstein-Schule (AES). Wie sie vor der Jury abgeschnitten haben, erfahren sie allerdings erst am Donnerstagnachmittag.

Wie üblich starten die Nachwuchsforscher in unterschiedlichen Themengebieten – Biologie, Chemie, Arbeitswelt, Mathematik/Informatik, Physik, Technik und Geo- und Raumwissenschaften – sowie zwei Sparten. Schüler, die mindestens die vierte Klasse besuchen und höchstens 14 Jahre alt, treten in der Juniorensparte „Schüler experimentieren“ an, ältere Schüler zwischen 15 und 21 Jahren starten bei „Jugend forscht“.

So wie Pauline Wünsch, 15, und Charlotte Wöbbecke, 16. Ihr Projekt „Es grünt so grün in Laatzen“ ist im Vorfeld des EKG-Umwelttages entstanden – ausgehend von der Frage, was Bäume leisten könnten, wenn Städte durch den Klimawandel immer heißer werden. Beim Umwelttag im September baten Wünsch und Wöbbecke ihr Mitschüler um Hilfe: Gemeinsam schwärmten sie in Laatzen aus, bestimmten Bäume, erfassten deren Standort und Gesundheitszustand. Bei der Eingabe der Daten auf einer Webseite namens Treechecker stellten die beiden allerdings fest, dass sich damit zwar Bäume in einer Karte anzeigen, aber keine Zusammenhänge herstellen lassen. Ein Ergebnis ihrer Forschung ist daher, wie Stadtplanung mit einem freien Open Source-Geoinformationssystem namens QGIS funktioniert. Außerdem wiesen die Schüler nach, dass die Stadtbäume gesünder sind, wenn sie auf grünem Untergrund von Pflanzen umgeben stehen anstatt in hartem Grund wie Asphalt. Bei Stadtprojekten wie etwa der Umgestaltung des Marktteich-Areals in Laatzen sei es also sinnvoller, die Fläche möglichst grün zu gestalten, damit Bäume sich tatsächlich so entfalten können, die sie die Folgen des Klimawandels ausgleichen.

Das Projekt der beiden Laatzener Jungforscherinnen ist auch ein Beispiel für schulübergreifende Zusammenarbeit. Wünsch besucht die St.-Ursula-Schule in Hannover, Wöbbecke das EKG. Beide Schülerinnen werden von EKG-Biologie-Lehrerin Hendrika van Waveren betreut. Viele der vorgestellten EKG-Projekte seien 2018 im Rahmen von Arbeitsgruppen oder im Seminarfach Wattenmeer entstanden, erklärt van Waverens Kollege Tobias Peckskamp. „Da können Schüler gefördert werden, die ein besonderes naturwissenschaftliches Verständnis zeigen.“ Und auch Jugend forscht sei immer wieder wichtig: „Es geht weniger ums Gewinnen, sondern vor allem darum, das eigene Projekt zu präsentieren.“

So sterben weniger Bienen

Jean-Luc Rudolph und Merle-Charline Fourmont, beide 15 und in der 10. Klasse der AES (Gymnasialzweig). Quelle: Katharina Kutsche

Merle-Charline Fourmont und Jean-Luc Rudolph, beide 15, vertreten als einziges Team die AES. Die Zehntklässler haben untersucht, wie man Bienen helfen kann, die ja nicht nur durch menschliche Umweltgifte gefährdet sind, sondern auch durch den Parasit Varroamilbe. Imker behandeln ihre Bienenstöcke meist im Herbst mit Ameisensäure, um die Milben zu schwächen. Allerdings sei dann das Umfeld der Stöcke verätzt, erklären die beiden Jungforscher. In ihrer Bienensauna experimentierten sie mit der richtigen Temperatur, die sowohl gegen die Varroen hilft, als auch die Bienen gesund erhält. Fazit: Heißer als 41 Grad Celsius sollte es den Bienchen nicht werden. Mit ihren Ergebnissen können Fourmont und Rudolph nun eine genauere Anleitung für die Bienensauna schreiben.

So produzieren Algen mehr Sauerstoff

Leonard Heiser und Max Bennet Heinemeyer (v.l.) gehen in die 12. Klasse des EKG. Quelle: Katharina Kutsche

Ebenfalls im Fachgebiet Biologie treten Max Bennet Heinemeyer und Leonard Heiser, beide 18, an. Sie haben sich auf die Suche nach einem alternativen Treibstoff gemacht und stießen auf Browns Gas, eine Zukunftstechnologie auf Basis von Wasserstoff. Zur Herstellung des Gases wird Sauerstoff benötigt, wie ihn beispielsweise Kieselalgen per Fotosynthese herstellen – so die ziemlich um die Ecke gedachte Herleitung des Forschungsinteresses der beiden. Heinemeyer und Heiser experimentierten dazu im Seminarfach Wattenmeer bei einem einwöchigen Aufenthalt auf Juist. Sie untersuchten, wie man mit dem Faktor Licht die Fotosyntheseaktivität so erhöhen kann, dass mehr Sauerstoff produziert wird. Ihr Ergebnis: Mit grünem oder gelbem Licht bestrahlt, sind die Algen weniger aktiv, als wenn sie mit blauem oder roten Licht bestrahlt werden.

So salzig mag’s die Strandschnecke

Thorsten Richter, 17, und Mona Groß, 18, vor ihrem Versuchsaufbau. Quelle: Katharina Kutsche

Inwiefern ist das Kriechverhalten der Gemeinen Strandschnecke vom Salzgehalt des Wattenmeeres abhängig? Mit dieser Frage setzten sich Mona Groß, 18, und Thorsten Richter, 17, aus dem 12. Jahrgang des EKG auseinander. Sie stellten eine mit Meerwasser gefüllte kleine Petrischale in eine größere Petrischale, die wechselnd mit Wasser mit unterschiedlichen Salzgehalten gefüllt wurde. In die Mitte der kleinen Schale setzten die Jungforscher dann zehn Strandschnecken und dokumentierten deren Verhalten. Das Fazit: Die Schnecken fühlten sich in der Lösung am wohlsten, die dem Salzgehalt des Meeres (drei Prozent) am nächsten kommt. Ist der Salzgehalt geringer, etwa bei Ebbe und in Regenpfützen, können die Tiere zwar überleben, aber weder kriechen noch fressen.

Von Katharina Kutsche

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