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Region Laatzen Nachrichten Stadt feiert mit 120 Gästen Stadtrechte und Strandbad
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00:16 02.06.2019
Bürgermeister Claus Schacht lobt die positive Entwicklung der Stadt. Quelle: Stephanie Zerm
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Hemmingen-Westerfeld

„So viele Zusagen bekommen wir sonst nie auf Einladungen der Stadt“, sagte Bürgermeister Claus Schacht und sah zufrieden in die Runde. Rund 80 Prozent der etwa 150 geladenen Gäste seien zum Empfang in die Shinebar am Strandbad gekommen. Dort feierte Hemmingen am frühen Mittwochabend die Verleihung der Stadtrechte vor 20 Jahren und das 50-jährige Bestehen des Strandbads. „Es ist schön, dass so viele Vertreter von Vereinen und Verbänden gekommen sind“, sagte der Verwaltungschef. Das Engagement der Ehrenamtlichen mache die Stadt lebens- und liebenswert. Auch Politiker und Prominente waren unter den Gästen. Neben der CDU-Bundestagsabgeordneten Maria Flachsbarth begrüßte Schacht unter anderem auch den ehemaligen Trainer von Hannover 96, Daniel Stendel, der in Wilkenburg lebt.

Stadtrechte sollten Image fördern

In seiner Rede wollte Schacht ursprünglich auf die Veränderungen der vergangenen 20 Jahren eingehen. „Es ist aber so viel passiert, dass man gar nicht alles aufzählen kann“, sagte er und lobte allgemein die positive Entwicklung, die Hemmingen genommen habe. Die Infrastruktur habe sich drastisch verbessert, ebenso wie die Einkaufsmöglichkeiten und die Kinderbetreuung.

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Dass Hemmingen am 1. März 1999 die Stadtrechte verliehen bekommen habe, sei unter anderem der DUH zu verdanken. Sie habe dies 1997, noch bevor er Bürgermeister geworden sei, mit einem Antrag im Verwaltungsausschuss angeregt. „Wir haben uns davon einen Imagegewinn sowie eine nach außen sichtbare Stärkung versprochen“, sagte Karl-Heinz Nowak, der damals stellvertretender DUH-Fraktionsvorsitzender war. „Alle anderen Fraktionen haben sofort zugestimmt.“

Hemminger wünschten sich einen Dom

Bei dem Empfang präsentierte Schacht auch ein besonderes Fundstück: einen 100 Jahre alten Gemeindeentwicklungsplan. Damals haben sich die Hemminger unter anderem einen Marktplatz, mehr Kirchen und einen Dom gewünscht. „Das mit dem Marktplatz hat ja noch geklappt, das mit dem Dom allerdings nicht“, sagte der Bürgermeister, der seine eigenen Vorstellungen nach 22-jähriger Amtszeit verwirklicht sieht: die Errichtung der Umgehungsstraße und den Bau der Stadtbahnlinie nach Hemmingen, für die in der vergangenen Woche der erste Spatenstich erfolgte.

Hemmingen sei bereits in den Neunzigerjahren ein attraktiver Wohnort gewesen, lobte der stellvertretende Regionspräsident Michael Dette. Die Stadtbahnlinie werde dies noch steigern.

Zu Spitzenzeiten kamen bis zu 6000 Gäste ins Strandbad

Auch das 50-jährige Bestehen des Strandbades würdigte Schacht. „Es ist aus einer ehemaligen Kiesgrube errichtet worden und war früher unter dem Namen Südsee bekannt.“ Seitdem sei es ein beliebter Treffpunkt für alle Altersgruppen.

Die ehemaligen Betreiberinnen des Strandbades , die Schwestern Christa Fellber und Marita Behrens, waren ebenfalls zum Empfang gekommen. Christa Felber, die heute 82 Jahre alt ist, lebte mit ihrer Familie 28 Jahre lang im Strandbad, die heute 76-jährige Marita Behrens 17 Jahre lang. Sie bewirtschafteten den Kiosk, kassierten Eintritt, reinigten Wiese und Umkleidekabinen. „Im Sommer war immer viel zu tun. Denn zu Spitzenzeiten kamen am Tag bis zu 6000 Gäste“, sagte Marita Behrens. „Aber dort zu wohnen war wie im Paradies.“

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Von Stephanie Zerm