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Region Laatzen Nachrichten Auf Sehlwiese soll es Sozialwohnungen geben
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00:19 27.08.2018
Baugebiet Sehlwiese C: Von den ursprünglich geplanten sieben Abschnitten konnte wegen der Neuberechnungen von Hochwassergrenzen der Leine bisher erst einer realisiert werden. Die Stadt Laatzen und die NLG als Erschließungsträger erwägen eine Neuaufteilung der Bauabschnitte – und auch eine "moderate Verdichtung" mit Geschosswohnungsbau zwischen Rethen und Gleidingen. Quelle: Astrid Köhler
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Gleidingen/Rethen

Es kommt wieder Bewegung in die Planung des Neubaugebietes Sehlwiese C. Nach jahrelanger Zwangspause wegen der noch ungeklärten aktuellen Hochwassergrenzen haben die Stadt Laatzen und der Erschließungsträger NLG (Niedersächsische Landgesellschaft) über die mögliche weitere Entwicklung an den westlichen Ortsrändern von und zwischen Rethen und Gleidingen gesprochen. Ergebnis: Sowohl die hohe Zahl der Bauabschnitte soll überprüft werden wie auch die bisher ausschließlich über Rethen geplante Erschließung. Zudem sollen dort Sozialwohnungen entstehen.

Ein Fußweg verbindet bereits die beiden Stadtteile Rethen und Gleidingen (im Hintergrund rechts das dortige Schützenhaus an der Ritterstraße). Laut Stadt soll das Neubaugebiet nicht nur von Norden sondern auch von Gleidingen erschlossen werden. Quelle: Astrid Köhler

Der alte städtebauliche Entwurf aus dem Jahr 2007 werde dem deutlich gestiegenen Bedarf an Wohnraum nicht mehr gerecht, schreibt Stadtrat Axel Grüning in einer Mitteilung an die beiden Ortsräte und den Stadtentwicklungsausschuss. „Eine moderate Verdichtung mit niedrigem – 2,5 bis dreigeschossigem – Geschosswohnungsbau“ könne daher eine sinnvollere Entwicklung darstellen, heißt es weiter in der Antwort auf eine Anfrage der SPD-Mehrheitsgruppe. Der Erschließungsträger NLG habe in Vorgesprächen erklärt, den Wunsch des Rates nach sozialem Wohnungsbau berücksichtigen zu wollen, wenn die städtebauliche Planung aktualisiert wird, betont Grüning. Im Dezember 2017 hatte der Rat beschlossen, bei vorhabenbezogenen Bebauungsplänen eine Quote von mindestens 25 Prozent gemäß den Richtlinien für sozial geförderten Wohnraum festzuschreiben.

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Von den ursprünglich geplanten sieben Bauabschnitten des Gebietes „Sehlwiese C“ konnte bisher erst einer realisiert werden. 24 Einzel- und Doppelhäuser sind dort seit 2013 zwischen Gleidingen und Rethen entstanden. Quelle: Astrid Köhler

Von den ursprünglich sieben Bauabschnitten konnte in der Sehlwiese C bisher erst einer realisiert werden: 24 Wohneinheiten mit Einzel- und Doppelhäusern sind dort seit 2013 entstanden. Parallel dazu hat der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in einem aufwändigen Verfahren die Überschwemmungsgebiete der Leine neu berechnet. Als Reaktion darauf hat die Stadt unter anderem Teil des Geländes neu modelliert und einen 20 bis 50 Zentimeter hohen Minideich entlang der Gleidinger Ritterstraße errichtet. Genau diese ist laut Stadt auch als weitere Erschließung des Baugebiets von Süden aus im Gespräch – zusätzlich zur Rethener „Franz-Carl-Achard-Straße“ und „Zur Sehlwiese“.

Allen Vorgesprächen zum Trotz, bis das neue Gesamtkonzept steht, dauert es noch. Der Erschließungsträger wolle zunächst Rechtssicherheit haben, so Grüning. Die gibt es erst, wenn die im August 2017 vom Land Niedersachsen veröffentlichten Karten zum Leine-Hochwasser von der Region qua Satzung beschlossen sind. Nach Angaben von Regionssprecher Klaus Abelmann wird sich der Umweltausschuss frühestens in seiner Oktober-Sitzung, eventuell aber auch erst später damit befassen. Abschließend muss noch die Regionsversammlung zustimmen.

Die NLG sei bereit, sich mit den „in den nächsten Monaten zu entwickelnden Plänen“ erneut den politischen Gremien zu präsentieren, betont Stadtrat Grüning. Sobald das Konzept aktualisiert sei oder Varianten vorliegen, würden die Gremien informiert.

Ortsrat Gleidingen tagt am Montag

Der Sachstand zum Baugebiet Sehlwiese C ist nur eines der Themen, mit denen sich der Ortsrat Gleidingen am Montagabend, 27. August, beschäftigt. Behandelt wird unter anderem auch ein Antrag der Ortsratsgruppe SPD/Die Linke zu gestalterischen Vorgaben in Bebauungsplänen. Dem Antrag zufolge sollen im Sinne der Flexibiliät alle nicht gesetzlich begründeten Einschränkungen von der Dachfarbe bis zur Einfriedung auch in bestehenden Bebauungsplänen abgeschafft werden. Weitere Themen sind die seit dem Sommer geltende Parkzeitbegrenzung bei Penny an der Oesselse Straße, wilde Mülldeponien sowie die Ausbesserung von Oberflächenschäden auf der Hildesheimer Straße. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr in der Grundschule Gleidingen an der Oesselser Straße und ist öffentlich. akö

Von Astrid Köhler