Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Senioren erkunden die „Grüne Hauptstadt Europas“
Region Laatzen Nachrichten Senioren erkunden die „Grüne Hauptstadt Europas“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:24 15.07.2018
Urlaub liegt in der Luft: Der Christliche Seniorenbund Laatzen genießt eine Bootsfahrt auf dem Baldeneysee
Urlaub liegt in der Luft: Der Christliche Seniorenbund Laatzen genießt eine Bootsfahrt auf dem Baldeneysee Quelle: Privat
Anzeige
Alt-Laatzen

„Essen ist eine gute Idee" lautet ein doppeldeutiger Slogan, mit dem die Ruhrmetropole an Straßenüberführungen, Brücken und Häuserwänden Eigenwerbung betreibt. Dass Essen tatsächlich eine gute Idee ist, diese Erfahrung konnten 37 Teilnehmer einer vom Christlichen Seniorenbund Laatzen organisierten Reise an vier Tagen im Juni und Juli machen.

Fasziniert hat vor allem der Wandel, den die einst größte Bergbaustadt der Welt seit den 1960er Jahren durchlaufen hat. Dort, wo das Unternehmen Krupp auf dem Höhepunkt seiner Erfolgsgeschichte 20.000 Stahlarbeiter beschäftigte, sind heute 22.000 Menschen in der Medizintechnik tätig. Parallel zu diesem Strukturwandel in der Arbeitswelt vollzog sich die Abkehr vom Graue-Maus-Image: Aus der einst von Zechen und rauchenden Schloten dominierten Stadt wurde 2017 die „Grüne Hauptstadt Europas".

„Den Teilnehmern der Fahrt", so beschreibt es Marianne Thiede vom Seniorenbund, „bot sich bei der Erkundung des Essener Zentrums eine lebhafte Szenerie.“ Wenig später konnten sie bei einer ausgedehnten Busfahrt die Weite und Großartigkeit der Ruhrmetropole erfahren: Moderne Verwaltungsgebäude der Thyssenkrupp AG, das Universitätsgelände, das Villenviertel mit dem Wohnhaus des ehemaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann, eine erstaunliche Vielfalt öffentlicher Parks und Gärten.

Krupp hat in Essen weitere Spuren hinterlassen: Allen voran die 1910 anlässlich der Hochzeit seiner Tochter entstandene „Gartenstadt Margarethenhöhe" und die „Villa Hügel", einst repräsentativer Wohnsitz der Familie, heute Ort kultureller Veranstaltungen.

Die in die Liste der Unesco-Welterbe-Stätten aufgenommene „Zeche Zollverein" durfte im Besuchsprogramm ebenfalls nicht fehlen. Angefangen bei der Förderung der Kohle bis zu deren Veredelung zum Brennstoff Koks, erhielten die Teilnehmer unmittelbare Einblicke in eine Industriekultur, die mehr als ein ganzes Jahrhundert lang prägend für das gesamte Ruhrgebiet gewesen ist. Zum Abschluss belohnte sich die Gruppe mit einer zweistündigen Bootsfahrt auf dem Baldeneysee im Süden der Stadt.

Von Ralf Schunk